Beginnt Brunner die Saison beim EVZ?

Damien Brunner hat noch immer keinen Job in der National Hockey League (NHL) gefunden. Die Anzeichen, dass der Stürmer den Saisonstart in der Schweiz verbringt, verdichten sich.

Noch immer auf Jobsuche: Ex-Red-Wing-Flügel Damien Brunner hat noch kein NHL-Team für die kommende Saison gefunden. (Video: Youtube)


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Fast zwei Monate nachdem sich der Transfermarkt in der NHL geöffnet hat, und eine Woche bevor die Trainingscamps starten, steht Damien Brunner (27) noch immer ohne Vertrag da. Während der Spieler selbst über seine Zukunft schweigt, gibt sein Agent Neil Sheehy den Optimisten. Fast täglich werden Gerüchte über den Schweizer Stürmer gestreut, mögliche Destinationen erwähnt, oft wird er als geldgierig betitelt. Wie die Strategie und der Ablauf in den Verhandlungen aussahen, ist aber undurchsichtig.

Klar ist, Brunner lehnte zumindest zwei Offerten der Detroit Red Wings ab, mit denen er eine erfolgreiche Debütsaison bestritten hatte. Dem Vernehmen nach war das erste aber weit tiefer als die oft kolportierten 2,5 Millionen Dollar pro Saison. Nachdem Sheehy dem Club abgesagt und von Brunners Abgang gesprochen hatte, besserten die Red Wings ihr Angebot nach. Mit dem mittlerweile verpflichteten Veteranen Daniel Alfredsson hatte sich die Ausgangslage für Brunner jedoch verändert. Der Schwede ist wie er Rechtsschütze und wird im Powerplay Brunners Position übernehmen. Dieser wäre wohl bloss in der dritten Linie eingesetzt worden, hätte Eiszeit eingebüsst und eine Rolle bekleiden müssen, für die er nicht geschaffen ist. An der Geldfrage wäre der Deal in diesem Fall nicht gescheitert.

Den Markt falsch eingeschätzt?

Mittlerweile verdichten sich aber auch die Anzeichen, dass Agent Sheehy den Markt für seinen Klienten falsch einschätzte. Der Kanadier ist nicht gerade erfahren mit europäischen Neulingen in der NHL. Der einzige andere Europäer in seinem Portfolio ist der 37-jährige Slowake Lubomir Visnovsky, um den es letzten Sommer ein Theater gab, weil er sich nach einem Trade zunächst weigerte, bei den New York Islanders einzurücken.

Die «Neue Luzerner Zeitung» spekulierte nun, dass Brunner die Saison bei seinem ehemaligen Club EVZ beginnen könnte, bis aus Nordamerika doch noch das gewünschte Angebot kommt. Er bestreitet derzeit die Vorbereitung mit den Zugern. Als Free Agent kann er auch im November noch einen NHL-Vertrag unterzeichnen. Es wäre deshalb wohl ein Arrangement, das sich von Spiel zu Spiel auflösen liesse. «Wir planen nicht mit Brunner. Aber wir würden ihn natürlich mit Handkuss nehmen», wird Sportchef Jakub Horak zitiert. Ein grosses Thema wäre dann allerdings noch die Versicherung. Und für Brunner stellte sich die Frage, ob er das Risiko eingehen will, sich der Matchintensität auszusetzen. Eine Verletzung wäre in seiner Situation fatal. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 04.09.2013, 12:21 Uhr

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