Davos gewinnt wieder, Lugano schlägt Fribourg

Die Bündner schlagen die Tigers 5:3. Und die Tessiner verschaffen sich im Strichkampf einen Vorteil.

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Nach 13 Siegen in 14 Pflichtspielen waren die Bündner gegen den ZSC am Samstag unsanft auf die Verliererstrasse gedrängt worden. Nun tat die Mannschaft von Trainer Christian Wohlwend das, was sie schon so oft getan hat in dieser Saison: ein enges Spiel gewinnen. Es war am Ende eine zwar bittere, aber dennoch verdiente Niederlage für die Tigers, die damit vier von den letzten fünf Spielen verloren haben. Sie gingen zwar früh 1:0 in Führung, als Raphael Kuonen den Emmentaler im HCD-Tor, Sandro Aeschlimann, mit einem Schlenzer aus der Distanz erwischte. Doch das Verwalten der Führung gelang nicht gut, Davos fand vor allem dank eines guten Powerplays ins Spiel zurück.

Es waren ärgerliche Langnauer Strafen, die zu den HCD-Powerplaytoren zum 1:1 (Enzo Corvi) sowie 3:1 (Aaron Palushaj) führten: Eine wegen Spielverzögerung, eine wegen Bandenchecks in der neutralen Zone und in einer für die Tigers-Defensive völlig ungefährlichen Situation. Alle drei Davoser Tore hatten indes eines gemeinsam, was zu mildernden Umständen für die Langnauer Verteidiger führte: Die Vorarbeiten vor allem Perttu Lindgrens (1:0), aber auch Luca Hischiers (2:1) und Otso Rantakaris (3:1) waren vorzüglich, Tedenbys Backhand-Schuss zum 2:1 zudem ein kleines Zauber-Tor.

Doch die Tigers unter Trainer Heinz Ehlers sind bekannt für Kampfkraft und Willen, Loic In-Albons Anschlusstor noch vor der zweiten Sirene lancierte ein spannendes Schlussdrittel, in dem Davos allerdings schnell das Zepter übernahm. Und wenn das 2:1 Tedenbys ein kleines Zauber-Tor war, dann war das entscheidende 4:2 ein grosses nach einem Solo durch die Langnauer Abwehr. Plötzlich gelang Davos alles, Thierry Baders mit einer Hand am Stock erzielte 5:2 war quasi die Kirsche auf der Sieges-Torte. (kk)

Luganos Befreiungsschlag

Der HC Lugano gibt ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Dank des 3:1-Sieges im Strichduell bei Fribourg-Gottéron kommen die Südtessiner zum zweiten Sieg in den letzten elf Partien. Den siegsichernden Treffer zum 3:1 erzielte Verteidiger Taylor Chorney 38 Sekunden vor Schluss mit einem Schuss aus der eigenen Zone ins leere Tor.

Vorher hatten für das Team des unter Druck geratenen Finnen Sami Kapanen dessen Landsmann Jani Lajunen mit einem Ablenker und Captain Alessandro Chiesa sehenswert per Backhand getroffen. Ryan Gundersons Anschlusstreffer zum 1:2 verkam schliesslich zum Muster ohne Wert.

Für Gottéron war es die erste Heimniederlage nach zuletzt fünf Siegen in der Baustelle des St-Léonard. Total hatte das Team des Triumvirats Christian Dubé/Pavel Rosa/Sean Simpson zuletzt acht von zehn Partien gewonnen. Nun beträgt der Vorsprung auf Lugano an der Trennlinie nur noch einen Punkt, allerdings hat Gottéron zwei Spiele weniger ausgetragen. (mke)

Telegramme und Rangliste

Davos - SCL Tigers 5:3 (1:1, 2:1, 2:1)
3307 Zuschauer. – SR Salonen/Mollard, Obwegeser/Fuchs.
Tore: 9. Kuonen (Glauser, Diem) 0:1. 11. Corvi (Lindgren, Rantakari/Ausschluss Earl) 1:1. 22. Tedenby (Hischier, Sandro Aeschlimann!) 2:1. 34. Palushaj (Rantakari, Tedenby/Ausschluss Diem) 3:1. 35. In-Albon (Schilt, Cadonau) 3:2. 49. Tedenby (Hischier, Corvi) 4:2. 51. Bader (Herzog) 5:2. 55. Earl (Glauser, Schmutz) 5:3.
Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Bader) gegen Davos, 6mal 2 plus 10 Minuten (Diem) gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Lindgren; Pesonen.
Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Rantakari, Guerra; Kienzle, Barandun; Heinen; Ambühl, Lindgren, Palushaj; Hischier, Corvi, Tedenby; Eggenberger, Bader, Herzog; Frehner, Marc Aeschlimann, Dino Wieser; Canova.
SCL Tigers: Punnenovs; Glauser, Leeger; Cadonau, Schilt; Erni, Lardi; Schmutz, Gagnon, Earl; DiDomenico, Berger, Pesonen; Kuonen, Diem, Neukom; Andersons, In-Albon, Rüegsegger.
Bemerkungen: Davos ohne Baumgartner (U21-B-WM mit Österreich), Marc Wieser, Paschoud und Stoop (alle verletzt), Nygren (überzähliger Ausländer) sowie Egli (gesperrt im ersten Spiel nach Rückkehr von Ambri), SCL Tigers ohne Maxwell, Dostoinov und Blaser (alle verletzt) sowie Huguenin (krank).

Fribourg-Gottéron - Lugano 1:3 (0:0, 0:2, 1:1)
5701 Zuschauer.- SR Tscherrig/Fluri, Kaderli/Steenstra (CAN).
Tore: 34. Lajunen (Suri, Loeffel/Ausschluss Bykow) 0:1. 40. (39:22) Chiesa (Chorney) 0:2. 44. Gunderson (Desharnais) 1:2. 60. (59:38) Chorney 1:3. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Fribourg, 3mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Stalberg; Klasen.
Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Stalder; Kamerzin, Chavaillaz; Abplanalp, Marti; Gähler; Sprunger, Bykow, Stalberg; Brodin, Desharnais, Mottet; Rossi, Walser, Lhotak; Schmid, Schmutz, Marchon; Tristan Vauclair.
Lugano: Zurkirchen; Postma, Chorney; Chiesa, Riva; Loeffel, Julien Vauclair; Bürgler, Lajunen, Klasen; Fazzini, Sannitz, Bertaggia; Lammer, Romanenghi, Suri; Zangger, Haussener, Jörg; Walker.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Forrer und Furrer, Lugano ohne Morini und Wellinger (alle verletzt). Pfostenschuss Chorney (43.). Timeout Fribourg (59.), von 58:19 bis 59:38 ohne Torhüter.

Rangliste: 1. ZSC Lions 25/49. 2. Biel 26/46. 3. Davos 22/45. 4. Genève-Servette 26/43. 5. Lausanne 25/41. 6. Zug 23/40. 7. SCL Tigers 24/33. 8. Fribourg-Gottéron 24/32. 9. Lugano 26/31. 10. Bern 25/29. 11. Rapperswil-Jona Lakers 25/28. 12. Ambri-Piotta 25/27.


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Erstellt: 03.12.2019, 22:20 Uhr

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