Der ZSC entdeckt im Finish neue Energiequellen

Die Lions reagieren auf drei Niederlagen in Serie mit einem 3:0 über Leader HC Davos.

Premiere: Denis Malgin erzielt das 2:0 gegen Leonardo Genoni und trifft erstmals in der NLA.

Premiere: Denis Malgin erzielt das 2:0 gegen Leonardo Genoni und trifft erstmals in der NLA. Bild: Keystone

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Im November zeigt sich bei den Spitzenteams oft das gleiche Phänomen: Das Hochgefühl des Saisonstarts ist verflogen; die Tabelle hat erste klare Konturen erhalten, wobei das Playoff jedoch noch in weiter Ferne ist. Das bleibt in den Spielerköpfen unbewusst haften. Und so werden die Pässe nicht mehr mit der üblichen Präzision und Konzentration abgegeben, energische Sprints über das ganze Eis werden rar und die Verbissenheit in den Banden kämpfen nimmt ab. Die ZSC Lions und Davos, die beide problemlos Richtung Playoff steuern, lieferten lange ein Paradebeispiel für diese Erscheinung. Wer dachte, die beiden würden nach empfindlichen Niederlagen gegen die Lakers (2:3 n. P.) beziehungsweise Kloten (1:2) auf eine Reaktion brennen, wurde enttäuscht. Bis zur Spielmitte gab es kaum eine nennenswerte Chance. Erst im Finish fielen Tore: Die Zürcher erwiesen sich vor über 10'000 Zuschauern im Hallenstadion als die Mannschaft mit den grösseren Kraftreserven und stürmten zu einem 3:0.

Malgin trifft erstmals, aber die NHL-Scouts sind schon gegangen

«Je länger die Partie dauerte, desto offensichtlicher wurde, dass jenes Team, dem das 1:0 gelingen würde, einen gewaltigen Vorteil hat», sagte auch ZSC-Coach Crawford. Die Entscheidung fiel nach 53 Minuten: ZSC-Stürmer Keller wurde steil lanciert, worauf HCD-Goalie Genoni aus seinem Tor stürzte, um den Puck abzufangen. Das gelang ihm auch, nur fiel dieser nach dem Block genau in die Füsse Künzles, der zum 1:0 einschob. Und weitere drei Minuten später besiegelte Malgin den Sieg mit einer Abnahme aus der Luft.

Es war das erste NLA-Tor des talentierten Juniors. Die NHL-Scouts, die auch seinetwegen gekommen waren, hatten das Stadion zu diesen Zeitpunkt bereits verlassen, um dem Stossverkehr aus dem Weg zu gehen. Aber sie dürften auch ohne diese Szene viele positive Notizen über Malgin vermerkt haben: Er war mit seinen Pässen und seiner Präsenz an der Bande ein äusserst auffälliger Akteur gewesen. Malgin erhielt auch deshalb so viel Auslauf, weil Cunti am Vortag ausgefallen war. Er wird mit einer Schulterverletzung mehrere Wochen fehlen. Auch die Davoser mussten eine gewichtige Absenz verkraften: Paulsson musste wegen einer Knieverletzung passen, wie lang er ausfällt, ist ungewiss. Sein Fehlen machte sich vorab im Powerplay bemerkbar, wo die Bündner wenig Gefahr ausstrahlten. «Mutlos geschossen» hätten seine Spieler, befand auch Trainer Del Curto.

So blieb der Leader, der im Frühherbst noch phasenweise einen Torschnitt von fünf aufgewiesen hatte, erstmals in dieser Saison ohne Treffer. Immerhin hat Del Curto bald den Spengler-Cup, um seine Spieler von Neuem zu motivieren.

(SonntagsZeitung)

Erstellt: 23.11.2014, 00:01 Uhr

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NLA

50. Runde

25.02.HC Lugano - ZSC Lions3 : 2
25.02.Geneve-Servette HC - EHC Kloten2 : 4
25.02.Fribourg-Gottéron - SC Bern4 : 7
25.02.HC Davos - SCL Tigers6 : 2
25.02.HC Ambri Piotta - Lausanne HC3 : 2
25.02.EV Zug - EHC Biel-Bienne4 : 3
Stand: 25.02.2017 22:19

Rangliste

NameSpSU+U-NG:EP
1.SC Bern5031649160:114109
2.ZSC Lions5026987166:115104
3.EV Zug50283613153:12296
4.Lausanne HC50235121154:13980
5.HC Davos50224420152:13578
6.HC Lugano50196421142:15573
7.Geneve-Servette HC501841117135:14073
8.EHC Biel-Bienne50212324146:14070
9.EHC Kloten501451021142:16262
10.SCL Tigers50164327124:15459
11.Fribourg-Gottéron50125231130:17748
12.HC Ambri Piotta5098528113:16448
Stand: 25.02.2017 22:23

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