Die Lakers verfallen langsam, aber sicher in ihren alten Trott

Das 4:6 gegen die ZSC Lions war bereits die vierte Niederlage in Serie. An deren Ursprung stand der Ex-Zürcher Tim Wolf.

Kein Erfolg für die Lakers: Der Rapperswiler Nicklas Danielsson muss auf die Strafbank. Bild: Steffen Schmidt/Photopress

Kein Erfolg für die Lakers: Der Rapperswiler Nicklas Danielsson muss auf die Strafbank. Bild: Steffen Schmidt/Photopress

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Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass am Obersee der alte Trott wieder Einzug hält. Das 4:6 gegen die ZSC Lions war für die Lakers die vierte Niederlage in Folge. Und je öfter man verliert, desto schwieriger wird es, sich nicht daran zu gewöhnen. Natürlich, dem Meister darf man unterliegen. Aber wie einfach die Zürcher zu ihren Toren und zum Sieg kamen, war bemerkenswert. Sie brauchten dazu nichts Spezielles zu bieten, ja leisteten sich sogar ­einige erstaunliche Undiszipliniertheiten. Doch wenn sie das Tempo verschärften und mit etwas mehr Nachdruck vor dem gegnerischen Tor zu Werke gingen, wurden sie sofort belohnt. Es war für sie ­bereits der 13. Erfolg gegen die Lakers nacheinander – eine Serie, die nun schon über zwei Jahre anhält.

Letztmals jubeln durften die St. Galler gegen diesen Gegner am 14. September 2012 bei einem 3:2 im Hallenstadion. Damals leitete ZSC-Goalie Wolf mit einem Fehlgriff die späte Wende ein. Diesmal stand er im Lakers-Tor am Ursprung der Niederlage. Bereits nach 95 Sekunden liess er sich von einem Weitschuss Shannons zwischen den Beinen erwischen, zwei der ersten drei Gegentore schienen vermeidbar. Und so war sein Arbeitstag nach 20 Minuten beendet, musste er Punnenovs weichen. «Schade, zuletzt hatte Wolf gut gespielt», sagte Coach ­Anders Eldebrink kopfschüttelnd. «Und wenn wir gegen den ZSC einem Rückstand hinterherlaufen müssen, wird es sehr hart. Wir müssten führen, um einmal eine Chance zu haben.»

Dass es trotzdem ein unterhaltsamer Eishockeyabend wurde, verdankten die Zuschauer Bergeron, der nach dem 4:1 auf Hüsler losging, sich so zwei kleine Strafen einhandelte und die Partie wieder lancierte. Mit zwei Powerplaytoren verkürzten die Lakers auf 3:4, doch mehr liessen die ZSC Lions nicht zu. Wenn es in der jungen Saison einen Lichtblick bei den Rapperswilern gibt, ist es das Powerplay. Mit zwölf Treffern in Überzahl führen sie die Liga an. Johansson ist der Mann für die schönen Pässe, die fast immer zu Danielsson führen. Es zeigt aber auch, wie wenig Vertrauen ­Eldebrink in den Rest des Teams hat, wenn er die Ausländer plus Murray jeweils zwei Minuten durchspielen lässt. Aber vielleicht ist das ja auch nur Realismus.

Eldebrinks Klotener Rückkehr

Zum heutigen Duell gegen die Kloten Flyers und seinen Freund und langjährigen Assistenten Felix Hollenstein mochte der Schwede nicht viel sagen. Für einmal steht das Spiel in der Kolping-Arena nicht im Zeichen seiner temporären Rückkehr, es dreht sich alles um die Punkte, die beide unbedingt brauchen. Deren drei könnte sein Team ­locker mehr haben, findet Eldebrink. Aber immer wieder bringe man sich mit Fehlern um den Ertrag. «Dabei erarbeiten wir uns wirklich viele Torchancen.»

Daran mangelte es auch gegen die ZSC Lions nicht. Diese errangen in ihrem fünften Spiel innert acht Tagen den vierten Sieg. Auf die Frage, ob er nicht langsam müde sei, sagte Geering: «Als ZSC-Spieler ist man sich gewöhnt, dass es in einer Saison einmal eine Ballung von Spielen gibt. Und nun, mit den zusätz­lichen Wettbewerben, passiert es halt zwei-, dreimal.» Es scheint ihn und seine Kollegen nicht aus der Bahn zu werfen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 03.10.2014, 23:26 Uhr

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50. Runde

25.02.HC Lugano - ZSC Lions3 : 2
25.02.Geneve-Servette HC - EHC Kloten2 : 4
25.02.Fribourg-Gottéron - SC Bern4 : 7
25.02.HC Davos - SCL Tigers6 : 2
25.02.HC Ambri Piotta - Lausanne HC3 : 2
25.02.EV Zug - EHC Biel-Bienne4 : 3
Stand: 25.02.2017 22:19

Rangliste

NameSpSU+U-NG:EP
1.SC Bern5031649160:114109
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10.SCL Tigers50164327124:15459
11.Fribourg-Gottéron50125231130:17748
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Stand: 25.02.2017 22:23

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