Die statistisch effizientesten Klotener

Es gibt nicht nur Skorerpunkte. Hier wird verraten, wie effizient die Spieler des EHC Kloten in der Qualifikation 2017/18 wirklich agierten.

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Um die besten Spieler einer Mannschaft zu eruieren, wird gerade in der Schweiz immer noch zu oft bloss auf eines geachtet: Wer hat am meisten Skorerpunkte (Tore und Assists zusammengezählt)? Doch nicht immer erzählt die Skorerliste die ganze Wahrheit.

Vor allem auch darum nicht, weil die Einsatzzeit des Spielers nicht berücksichtigt wird. Und erst recht nicht die Rolle der Spieler. Akteure, die in den Special Teams häufiger in Unterzahl (Boxplay) statt Überzahl (Powerplay) eingesetzt werden, können nicht gleich bewertet werden wie die Offensivkräfte, die viel Powerplay-Eiszeit erhalten.

Eine Möglichkeit, um über eine längere Phase (hier zum Beispiel die ganze Regular Season 2017/18) die Effizienz der einzelnen Spieler darzustellen, ist, auch ihre Eiszeit zu berücksichtigen.

Im Folgenden geht es nicht um Skorerpunkte, sondern wie häufig der Spieler bei Toren und Gegentoren auf dem Eis stand, relativ zu seiner Eiszeit. Um die Rollen der Kloten-Spieler besser mit einzubeziehen, werden hier die Zahlen in die vier Kategorien «Plustore bei numerischem Gleichstand», «Gegentore bei numerischem Gleichstand», «Powerplay» und «Boxplay» unterteilt.

1. Plustore bei numerischem Gleichstand

Welche Kloten-Spieler benötigten am wenigsten Eiszeit, um bei Plustoren der Mannschaft auf dem Eis zu stehen? Berücksichtigt sind alle Tore bei numerischem Gleichstand (keine Powerplay-Tore, keine Shorthander). Nicht berücksichtigt wurden dabei aber Treffer, die ins leere Tor erzielt wurden, wenn der gegnerische Goalie durch einen Feldspieler ersetzt wurde.

    Verteidiger:
  • 1. Patrick von Gunten 22:47
  • 2. Edson Harlacher 24:36
  • 3. Mattias Bäckman 31:20
  • 4. Steve Kellenberger 32:40
  • 5. Tim Ramholt 35:06
  • 6. Lukas Stoop 36:15
  • 7. Dominik Egli 36:22
  • 8. René Back 44:05
  • 9. Niclas Andersen 70:04
  • 10. Serge Weber 97:42

  • Stürmer:
  • 1. Spencer Abbott 19:00
  • 2. Denis Hollenstein 22:42
  • 3. Tommi Santala 22:47
  • 4. Vincent Praplan 25:46
  • 5. Roman Schlagenhauf 31:14
  • 6. Tomi Sallinen 31:36
  • 7. Daniele Grassi 33:40
  • 8. Matthias Bieber 34:12
  • 9. Marc Marchon 36:24
  • 10. Patrick Obrist 39:41
  • 11. Tim Bozon 41:14
  • 12. Morris Trachsler 41:26
  • 13. Robin Leone 41:53
  • 14. Romano Lemm 80:44

(Eiszeit in Minuten:Sekunden. Nur Spieler berücksichtigt mit mind. 10 Spielen und mind. 9:00 Minuten durchschnittlicher Eiszeit pro Spiel)

Wie diese Zahlen zu lesen sind: Beispiel Spencer Abbott: Stand Abbott bei numerischem Gleichstand auf dem Eis, vergingen im Durchschnitt 19:00 Minuten, bis Kloten einen Treffer schoss. Je tiefer die Zahl, desto besser.

2. Gegentore bei numerischem Gleichstand

Welche Kloten-Spieler standen am längsten auf dem Eis, ohne dass die Mannschaft ein Gegentor kassierte? Berücksichtigt sind alle Tore bei numerischem Gleichstand (keine Powerplay-Tore, keine Shorthander). Nicht berücksichtigt wurden dabei aber Treffer, die der Gegner ins leere Tor erzielte, wenn der EHC Kloten seinen Goalie durch einen Feldspieler ersetzt hatte.

    Verteidiger:
  • 1. Tim Ramholt 26:50
  • 2. Steve Kellenberger 25:52
  • 3. Patrick von Gunten 23:44
  • 4. Lukas Stoop 23:42
  • 5. Mattias Bäckman 23:30
  • 6. Dominik Egli 21:23
  • 7. René Back 19:50
  • 8. Serge Weber 19:32
  • 9. Edson Harlacher 19:08
  • 10. Niclas Andersen 16:29

  • Stürmer:
  • 1. Matthias Bieber 31:21
  • 2. Denis Hollenstein 26:55
  • 3. Roman Schlagenhauf 24:08
  • 4. Vincent Praplan 24:03
  • 5. Tomi Sallinen 23:24
  • 6. Morris Trachsler 23:01
  • 7. Daniele Grassi 22:54
  • 8. Tommi Santala 20:53
  • 9. Marc Marchon 18:59
  • 10. Tim Bozon 18:53
  • 11. Robin Leone 18:25
  • 12. Spencer Abbott 17:06
  • 13. Romano Lemm 16:08
  • 14. Patrick Obrist 15:52

(Eiszeit in Minuten:Sekunden. Nur Spieler berücksichtigt mit mind. 10 Spielen und mind. 9:00 Minuten durchschnittlicher Eiszeit pro Spiel)

Wie diese Zahlen zu lesen sind: Beispiel Matthias Bieber: Stand Bieber bei numerischem Gleichstand auf dem Eis, vergingen im Durchschnitt 31:21 Minuten, bis der EHC Kloten einen Treffer kassierte. Je höher die Zahl, desto besser.

3. Powerplay

Welche Kloten-Spieler benötigten am wenigsten Eiszeit, um bei Powerplay-Toren der Mannschaft auf dem Eis zu stehen? Berücksichtigt sind alle erzielten Kloten-Tore im Powerplay. Nicht berücksichtigt wurden dabei aber Tore, die ins leere Tor erzielt wurden, wenn der gegnerische Goalie durch einen Feldspieler ersetzt wurde.

  • 1. Patrick von Gunten 8:28
  • 2. Roman Schlagenhauf 8:45
  • 3. Spencer Abbott 8:52
  • 4. Tim Bozon 9:03
  • 5. Denis Hollenstein 9:25
  • 6. Tommi Santala 9:46
  • 7. Vincent Praplan 9:57
  • 8. Tomi Sallinen 10:04
  • 9. Matthias Bieber 11:50
  • 10. Mattias Bäckman 12:16
  • 11. Niclas Andersen 31:47

(Eiszeit in Minuten:Sekunden. Nur Spieler berücksichtigt mit mind. 10 Spielen und mind. 1:30 Minuten durchschnittlicher Eiszeit im Powerplay pro Spiel)

Wie diese Zahlen zu lesen sind: Beispiel Patrick von Gunten: Stand von Gunten im Powerplay auf dem Eis, vergingen im Durchschnitt 8:28 Minuten, bis der EHC Kloten einen Treffer schoss. Je tiefer die Zahl, desto besser.

4. Boxplay

Welche Kloten-Spieler standen im Unterzahl-Spiel (Boxplay) am längsten auf dem Eis, ohne dass die Mannschaft ein Gegentor kassierte? Berücksichtigt sind alle Gegentore des EHC Kloten im Boxplay. Nicht berücksichtigt wurden dabei aber Tore, die der Gegner ins leere Tor erzielte, wenn Kloten seinen Goalie durch einen Feldspieler ersetzt hatte.

  • 1. Patrick Obrist 16:47
  • 2. Mattias Bäckman 16:09
  • 3. Steve Kellenberger 13:35
  • 4. Lukas Stoop 12:57
  • 5. Roman Schlagenhauf 12:07
  • 6. Daniele Grassi 9:59
  • 7. Tim Ramholt 9:53
  • 8. René Back 9:47
  • 9. Morris Trachsler 9:42
  • 10. Niclas Andersen 9:28
  • 11. Patrick von Gunten 7:22
  • 12. Edson Harlacher 7:11

(Eiszeit in Minuten:Sekunden. Nur Spieler berücksichtigt mit mind. 10 Spielen und mind. 1:30 Minuten durchschnittlicher Eiszeit im Boxplay pro Spiel)

Wie diese Zahlen zu lesen sind: Beispiel Patrick Obrist: Stand Obrist im Kloten-Boxplay auf dem Eis, vergingen im Durchschnitt 16:47 Minuten, bis Kloten einen Treffer kassierte. Je höher die Zahl, desto besser. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.03.2018, 19:05 Uhr

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