Duell und Torhüter verloren

Kloten unterliegt Ambri und Rückkehrer Guggisberg 3:4 nach Verlängerung, Luca Boltshauser verletzt sich.

Noch fit für Arbeit: Goalie Boltshauser im Startdrittel gegen Ambri.

Noch fit für Arbeit: Goalie Boltshauser im Startdrittel gegen Ambri. Bild: Walter Bieri/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Nicht an jeden Rückkehrer erinnert man sich gern. Peter Guggisberg zum Beispiel war im Frühling vom neuen Besitzer als «Altlast» bezeichnet, sein Vertrag auf­gelöst worden. Er kehrte gestern mit Ambri an seine alte Wirkungsstätte ­zurück. Ein anderer Typ Rückkehrer war Luca Boltshauser. Der Goalie, der zuvor alle Saisonspiele gewonnen hatte, hütete wieder das Kloten-Tor.

Die beiden entwickelten sich zu den Protagonisten des Abends. Guggisberg auf eine Weise, die den Fans der Zürcher Unterländer nicht gefallen konnte. Der 31-Jährige, an dessen Abgang Hans-Ulrich Lehmann vor fünf Monaten sein Engagement geknüpft hatte, bereitete für Ambri das 1:0, das 2:0 und das 3:1 vor. Alle im Startdrittel, alle magistral.

Allerdings erhielt der Oberaargauer viel Unterstützung von seinen früheren Kollegen. Die Klotener Hintermannschaft liess sich nicht nur von Guggisbergs Laufwegen und Finten allzu leicht desorientieren in diesen ersten zwanzig Minuten. Überliess Boltshauser seinem Schicksal. Und hatte sich den 1:3 Rückstand redlich verdient.

Das verschlafene Startdrittel

Der «Fremdkörper», wie Lehmann den Flügel einst bezeichnete, hatte seine persönliche Revanche. Und Kloten-­Trainer Pekka Tirkkonen sprach später davon, sein Team habe «geschlafen» in diesem ersten Abschnitt: «Wir spielten ohne Körpereinsatz und warteten einfach ab, was passiert. Das geht nicht.»

Zum Nachteil von Ambri und zum Glück für den EHC waren nach dem schlechtesten Klotener Drittel der Saison noch viele Minuten zu spielen. Und wie schon so oft diese Saison kämpften sich die Unterländer zurück.

Am Ursprung des Comebacks stand das Powerplay. Schon Shores 1:2 war in Überzahl gefallen, dann nutzten Santala (26.) und Grassi (36.) weitere Ausschlüsse zum 3:3. Der Mittelabschnitt entschädigte Klotens Fans für vieles.

Dennoch konnten sie die Arena nicht zufrieden verlassen. Das lag an der 63. Minute, als Pesonen einen Fehlpass Praplans zum 4:3-Siegtreffer nutzte. Und das lag mehr noch an der 62. Minute, als sich die Rückkehrer Guggisberg und Boltshauser ein Duell lieferten, das der Saison im Unterland einen sehr unerwünschten Impuls geben könnte.

Vor dieser 62. Minute hatte sich der Goalie wie seine Kollegen gesteigert und seinem Team gegen Ende mit Glanzparaden den einen Punkt ge­sichert. Dann kam die Verlängerung, in der Guggisberg unversehens allein aufs Tor ziehen konnte. Der Stürmer machte alles richtig, doch Boltshauser parierte. Und zahlte dafür einen hohen Preis. Er blieb zwar bis zum Ende auf dem Eis, verschwand danach aber schnurstracks Richtung Kabine.

«Kein Problem» bei Guggisberg

Dass er bei der Guggisberg-Parade eine Verletzung erlitt, ist klar. Doch ob sie wirklich ein Bein betrifft und wie lange der 23-Jährige ausfällt, wusste gestern weder Tirkkonen noch Sportchef Pascal Müller. Eine Untersuchung vor dem heutigen Derby soll Klarheit schaffen.

Guggisberg war nach dem Match ebenfalls nicht zu sprechen – er musste zur Physiotherapie. «Aber kein Problem, alles bestens», versicherte ein Ambri-Betreuer. In Kloten wären sie froh, das auch über ihren Rückkehrer sagen zu können. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 23.09.2016, 23:04 Uhr

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Weiterbildung

Banken umwerben Frauen

Weltweit steigt das Privatvermögen von Frauen. Banken zeigen, wie dieses gewinnbringend anzulegen ist.

Blogs

Geldblog Was taugt die digitale Vermögensverwaltung?

Tingler Moden des Geistes

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Die Welt in Bildern

Zylinder und PS: Ein Besucher des Royal-Ascot-Pferderennens beobachtet das Geschehen von einer Parkbank aus. (18. Juni 2019)
(Bild: Mike Egerton) Mehr...