Eine Welle geht durch die Davoser Bergwelt

Der HC Davos gewann auch Spiel 2 gegen den SCB. Die Bündner glänzten beim 6:2 mit Effizienz – die Berner haderten damit.

Bündner Heimsieg: HCD-Stürmer Perttu Lindgren bejubelt seinen Treffer zum 5:2.

Bündner Heimsieg: HCD-Stürmer Perttu Lindgren bejubelt seinen Treffer zum 5:2. Bild: Keystone

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La Ola wogte durchs Davoser Eisstadion. Kein Wunder, bei einer 6:2-Gala des Heimteams. Doch als der HCD-Fanblock die Welle initiierte, war das Ende noch weit entfernt, eben erst das zweite Drittel angebrochen in der zweiten Halbfinalpartie zwischen den Bündnern und dem SC Bern. Daneben lagen die HCD-Anhänger mit ihrer Jubeleinlage allerdings nicht, schliesslich hatte ihr Team bis zur 26. Minute dank maximaler Effizienz ein 4:0 herausgeschossen.

SCB-Torhüter Marco Bührer sah den vierten Treffer bereits von der Spielerbank aus, er war in der 24. Minute und nach Walsers 3:0 ausgewechselt worden. Nolan Schaefers Start war dann denkbar unglücklich. Nach dem zweiten Schuss war auch die Berner Nummer 2 geschlagen, was die beschriebene Zuschauerwelle provozierte.

Erstaunlich ob dem frühen 4:0 und dem ebenso deutlichen Schlussresultat: Das Bild des HC Davos, der einer grossen Brandung gleich über den Gegner hinwegrollte, wollte nie richtig passen. Und das nicht primär, weil ein Meersprachbild nicht zu einem Bergclub passen kann. Die Bündner kamen nicht wegen ihres Spiels zu Toren, sondern ein Stück weit trotz dessen. Im ersten Abschnitt fielen ihre zwei Treffer in Berner Druckperioden. Das 3:0 war ein Eigentor von SCB-Verteidiger Gerber. Und Marc Wieser dürfte viele Versuche brauchen, um den Puck wieder einmal so effektvoll ins Netz zu schiessen wie beim 4:0.

SCB: Hoffnungen nach 2 Toren

Jenes Tor weckte dann auch die Berner wieder aus ihrer unerklärlichen Lethargie, in die sie nach den ersten Gegentoren gefallen waren. Als der SCB ernsthaft zu stürmen begann, wurden die Davoser zu staunenden Zuschauern, unfähig, dem Gegner etwas entgegenzuhalten. Nur konnten die Berner an diesem Abend stürmen und drängen, wie sie wollten. Denn vor dem Tor agierten sie schwach bis kläglich. Die Ausnahme war Holloway, der Gardners Powerplay-Ablenker einleitete (4:1, 27.) und das 4:2 erzielte (35.). Hätten dazwischen Scherwey, Blum oder Moser eine ihrer Chancen genützt, wäre das der Anschlusstreffer gewesen. Aber so konnten die Berner zumindest hoffnungsvoll in die zweite Pause marschieren.

Hoffnungsvoll alleine reicht aber auch gegen diesen jungen HC Davos nicht aus. Zu blauäugig gingen die Berner ins Schlussdrittel; nach 1:33 Minuten und zwei weiteren Davoser Treffern war die Partie endgültig entschieden, beide Male hatten die Berner schwach verteidigt, erst Lindgren im Slot vergessen, dann den Davosern einen 2-gegen-1-Konter zugestanden, den Jörg souverän vollendete. «Nach dem 4:0 sind wir etwas übermütig geworden, haben die einfachen Dinge nicht mehr gemacht. Nach den zwei Berner Treffern war dann in der Pause jedem klar, dass das nicht genügt», sagte Andres Ambühl. Viel gab der HCD-Captain aber nicht auf die 2:0-Führung, mit der sein Team morgen zum zweiten Mal nach Bern reist. «Klar fahren wir runter und wollen gewinnen. Aber die Berner sind eine gute Mannschaft, das wird eine enge Serie.»

Erstellt: 20.03.2015, 00:13 Uhr

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