«Es geht um alles oder nichts»

Mathias Seger (35) kämpft mit den ZSC Lions gegen das frühzeitige Playoff-Aus. Der Captain des Meisters äussert sich zur intensiven Viertelfinalserie gegen den HC Davos.

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Sie müssen froh sein, dass es in Davos überhaupt zu einem sechsten Duell in den Playoff-Viertelfinals kommt.
Natürlich sind wir glücklich, dass es zu einem sechsten Viertelfinal kommt. Kein Spieler möchte, dass das Playoff frühzeitig zu Ende geht.

Was lief beim 5:1-Sieg am Dienstag im Hallenstadion besser als in den Spielen zuvor?
Sehr wichtig war, dass wir die Geduld nie verloren. Wir hatten schon im ersten Drittel viele Chancen, in Führung zu gehen. Wir wurden aber nicht nervös, spielten einfach weiter. Im Mitteldrittel wurden wir für unsere Bemühungen mit drei Toren belohnt. Um es einfach auszudrücken: Wir schossen die Tore, bekamen zudem weniger dumme Strafen als auch schon.

Die ZSC Lions liegen aber nach wie vor zurück, und zwar mit 2:3. Verlieren Sie und Ihre Teamkollegen am Donnerstagabend, dann ist die Saison zu Ende.
Die Ausgangslage ist genau gleich wie vor dem fünften Duell. Es geht für uns um alles oder nichts. Wir müssen unbedingt den Auswärtssieg holen. Und wir werden alles daran setzen, ein siebtes Spiel zu erzwingen.

Was muss geschehen, damit der ZSC den HCD auf dessen Eis wieder bezwingen kann?
Wir müssen gleich auftreten wie am Dienstag: ein hohes Tempo anschlagen, viele Chancen kreieren. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass die Davoser nur zu wenigen Torchancen kommen. Wir müssen defensiv sehr gut arbeiten. Und wir müssen geduldig bleiben.

Verteidiger Severin Blindenbacher dürfte beim sechsten Duell erneut gesperrt sein. Ist das ein grosses Handicap für Ihr Team?
Severin ist ein wichtiger Spieler für uns, seine Absenz hinterlässt eine Lücke. Ich muss aber anfügen, dass die jungen Verteidiger (Anm. d. Red.: der 17-jährige Phil Baltisberger und der 19-jährige Cédric Hächler) am Dienstag einen sehr guten Job machten. Cédric spielte für sein Alter sehr abgeklärt. Das sind Faktoren, die uns auch helfen.

Was generell die personellen Absenzen betrifft: Wir müssen damit leben. Im Fall von Severin wird es so kommen, wie es kommen muss.

Bei den Bündnern fehlt mit dem am Halswirbel verletzten Reto von Arx ebenfalls ein prominenter Eishockeyaner.
Reto von Arx ist zweifellos ein ganz wichtiger Spieler für den HCD. Aber ob er aufs Eis zurückkehren wird oder nicht: Wir müssen primär auf unser Spiel schauen.

Würden Sie diese Serie zwischen dem ZSC und dem HCD als überaus hart oder gar brutal einstufen?
Nein, überhaupt nicht. Es ist eine Playoff-Serie, es geht um sehr viel. Es wird grösstenteils hart, aber sehr fair gespielt.

Wie steht es um die Ambiance beim Meister? Ist die Moral intakt?
(überlegt lange) Die Moral ist intakt. Wir wissen, dass wir in einer extrem schwierigen Situation stecken. Doch die Mannschaft glaubt an sich. Wir versuchen alles, um einen siebten Viertelfinal im Hallenstadion zu erzwingen.

Dann kann man jetzt mit gutem Gewissen behaupten: Der Playoff-Groove hat den Titelverteidiger erfasst.
Im Team stimmt es schon. Aber die gute Ambiance nützt nichts, wenn wir das sechste Spiel verlieren. Es muss auf dem Eis stimmen, damit wir die Serie fortführen können.

Erstellt: 14.03.2013, 15:13 Uhr

Playoff-Viertelfinals live

Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtet heute ab 19.45 Uhr live von der sechsten Runde im NLA-Playoff.

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