Faille schiesst Kloten im Topspiel zum Sieg

Der Kanadier trifft in der Verlängerung zum 3:2 und beschert Kloten im Spitzenkampf den späten Sieg.

<i>Topskorer Éric Faille rettete den EHC Kloten. Bild: Marc Schumacher/Freshfocus</i>

Topskorer Éric Faille rettete den EHC Kloten. Bild: Marc Schumacher/Freshfocus

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Erinnern Sie sich noch ans erste Saisonspiel des EHC Kloten? In Weinfelden erzielte Éric Faille im September zwei Goals zum Verlängerungssieg gegen Thurgau. Oder erinnern Sie sich an die Verlängerung gegen die EVZ Academy in einem der Heimspiele? Da traf Faille, als alle schon das Penaltyschiessen erwarteten. Und gestern machte der Kanadier wieder den Unterschied aus. Dieses Mal im Spitzenspiel zwischen Olten, dem Verfolger, und Kloten, dem Leader.

Die Mehrheit der enttäuschend wenigen Zuschauer (3791) war aufgeregt und erhitzt, die Oltener fuhren in der Verlängerung immer wieder vorwärts, immer wieder mit ihrem kanadischen Duo Dion Knelsen und Gary Nunn, der seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hat. Knelsen verschoss.

Klotens einzige Chance hatte Nicholas Steiner – bis die letzte Minute und das letzte Bully im Klotener Drittel kam. Faille gewann es gegen Knelsen, spielte die Scheibe auf Fabian Ganz – und der spedierte den Puck halbhoch aus dem Drittel zurück in Richtung Faille. Der war schneller als sein Gegenspieler. Und wenn der 30-Jährige alleine auf einen Torhüter zulaufen kann, dann wird es meistens nicht lustig für den Goalie. So war es auch gestern. Simon Rytz wusste gar nicht recht, wie ihm geschah, da war der Puck schon über der Linie. 64:37 waren gespielt, das Penaltyschiessen, auf das Olten gewartet hatte, fand nicht statt.

«Wir haben die Sache wieder in unsere Hände genommen.»Kloten-Coach Per Hanberg

Dass Kloten in die Verlängerung kam, ist für die Tabelle extrem wichtig. Dass es dann gar zwei Punkte wurden, war über die gesamten (fast) 65 Minuten korrekt. «Wir waren das bessere Team», sagte Coach Per Hanberg. Im ersten Drittel lag Kloten zwar zurück (nach einer Nachlässigkeit Failles), aber 20:5 Schüsse sprachen eine deutliche Sprache.

Faille bereitete Knellwolfs Ausgleich vor. Und dann war es im Mitteldrittel wieder Faille, bedient von Robin Figren, der alleine vor dem Goalie auftauchte, Gegenspieler Eigenmann war ohne Chance. Der Schlussmann auch. Faille schoss seine Saisontore 16 und 17, Knellwolf steht auch schon bei 16 Goals. Die erste Linie Klotens machte auch gestern wieder den Unterschied in der Torproduktion aus. In diesem Mitteldrittel hätte Kloten das Spiel eigentlich klar für sich entscheiden müssen, doch 60 Sekunden doppelte Überzahl verstrichen ohne Erfolg, Lehmann hatte schon im ersten Drittel zweimal alleine vor Rytz das Ziel verfehlt.

Rekordmann Lemm

Weil die Schiedsrichter zu Beginn des letzten Abschnitts eine Torhüterbehinderung an Dominic Nyffeler nicht ahndeten, glich Olten aus – und dann wurde es ein bisschen heikel für Kloten. Coach Hanberg nahm aber sofort sein Timeout. «Sie hatten da das Momentum, sie waren am Drücker. Aber wir haben das hervorragend gestoppt und die Sache wieder in unsere Hände genommen.» Auch eine Strafe gegen Fabian Sutter blieb ohne Folgen. Und dann brach eben die Verlängerung an, die fast immer die Zeit für Faille ist.

Die mitgereisten Klotener feierten danach nicht nur Faille, sondern auch Romano Lemm. Der ist seit gestern mit 707 absolvierten Partien Klotens Rekordmann. Goalie Reto Pavoni kommt auf 706 Einsätze, Roman «Limi» Wäger auf 704.

Was die Zahlen betrifft: Die zwei Punkte in Olten waren in mehrfacher Hinsicht bedeutsam. Kloten liegt nun sechs Punkte vor dem Duo Olten/Ajoie. Das Schlussprogramm ist für die Gegner leichter als für den EHC, aber bei Punktgleichheit mit Olten sprächen nun die direkten Begegnungen für Kloten. Im Falle von Ajoie (6:6 Punkte) spräche das Torverhältnis für Kloten.


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Erstellt: 29.01.2020, 23:31 Uhr

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