«Im Playoff will ich in Topform sein»

ZSC-Flügel Roman Wick schoss beim 4:2 gegen Servette das Siegestor – für ihn Balsam nach mageren Monaten.

Wieder einmal Matchwinner: Roman Wick nach dem 3:2. Foto: Patrick Straub (Freshfocus)

Wieder einmal Matchwinner: Roman Wick nach dem 3:2. Foto: Patrick Straub (Freshfocus)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Sie erzielten gegen Servette das entscheidende 3:2. Hat es gutgetan?
Jedes Tor tut gut. (schmunzelt)

So viele waren es bei Ihnen in ­letzter Zeit nicht.
Das stimmt. Deshalb fühlt sich dieses ­besonders gut an

Wie stufen Sie den Sieg gegen ­Servette ein?
Es war der Spitzenkampf. Das sind ­immer wichtige Spiele, für die wir ­besonders motiviert sind. Die Genfer haben bewiesen, dass sie eine gute Mannschaft sind. Es war eine enge Partie.

Wo stehen die ZSC Lions momentan? Es ist ein Kommen und Gehen. Einige Spieler kehren ins Team zurück, andere wie Patrik Bärtschi verletzten sich wieder.
Ja, das ist nicht einfach. Aber wir sind ein Team, das relativ gut mit Verletzungen umgehen kann. Entweder fällt man auseinander, oder man wächst noch ­enger zusammen. Wir haben in dieser Saison bewiesen, dass wir als Team wachsen. Es bekommen halt andere Spieler mehr Eiszeit, übernehmen mehr Verantwortung und werden so besser.

Gegen Servette wurde der ­altbewährte Sturm mit Ihnen, Luca Cunti und Chris Baltisberger reaktiviert. Wie war das?
Letzte Saison spielten wir lange zusammen. Dass nun nicht auf Anhieb gleich alles geklappt hat, ist verständlich. Aber es ist cool, dass uns gleich ein Tor gelungen ist. Darauf können wir aufbauen. Wir sind drei Spieler, die in dieser Saison alle recht lang verletzt waren. Wir sind noch nicht dort, wo wir sein wollen. Aber wir arbeiten daran und wollen im Playoff unser bestes Eishockey spielen.

Wie ist es für Sie, wenn Ihr Sturm nur die zweite Geige spielt hinter der Linie um Auston Matthews?
Das mit Matthews ist eine einmalige ­Situation in dieser Saison. Er ist ein ­unglaublich guter Spieler. Und was man oft vergisst: Der Junge ist erst 18. Meiner Meinung nach ist Matthews klar der beste ­Spieler.

Beim ZSC oder in der Liga?
Sagen wir einmal bei uns. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Matthews ist in allen Belangen stark, ­offensiv wie defensiv. Deshalb hat er seine Eiszeit auch verdient. Aber wir wissen auch: Es darf nicht sein, dass nur eine Linie die Spiele entscheidet. Vor ­allem im Playoff nicht. Wenn sich da ein Gegner darauf konzentrieren kann, eine Linie aus dem Spiel zu nehmen, ist das einfach für ihn. Daher ist es umso wichtiger, dass auch wir wieder besser ­werden und wir damit mehr als eine tor­gefährliche Linie haben.

Zu Saisonbeginn fehlten Sie einen Monat mit Rückenproblemen, dann gelang Ihnen in den ersten neun Spielen kein Skorerpunkt. Wie gingen Sie damit um?
Ich merkte meinen riesigen Formrückstand, als ich ins Team zurückkehrte. Rückenprobleme sind sehr ungünstig, weil sie das ganze Training verunmöglichen. Wenn man an der Schulter verletzt ist, kann man wenigstens die Beine trainieren. Ich konnte wirklich fast nichts tun während fünf, sechs Wochen. Und das in der Saisonvorbereitung, wenn man viel Zeit im Kraftraum verbringt. Deshalb war es umso härter, als ich ­zurückkehrte. Aber ich bin ein positiver Mensch. Gutes braucht seine Zeit. Es kommt schon. Als der Knopf platzte, lief es mir ein paar Wochen sehr gut. Aber ich habe noch zu viele Schwankungen. Mein Ziel ist, im Playoff in Topform zu sein. Ich brauche die Qualifikation, um dorthin zu kommen.

Sind Sie einer, der sich Gedanken macht, wenn er nicht trifft?
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das kümmere mich überhaupt nicht. Ich will in jedem Spiel bei der Offensiv­produktion mithelfen. Logisch, wenn drei, vier, fünf Spiele der Puck nicht reingeht, hinterfrage ich mich schon und suche nach neuen Wegen.

Mit dem Sieg über Servette festigte das Team Rang 1. Ist der das erklärte Ziel für die ­Mannschaft?
Auf jeden Fall. Der gibt uns fürs Playoff jedes mögliche Heimrecht. Und das ist extrem wichtig für uns. Wir sind ein Team, das zu Hause sehr stark spielt. Und das wissen die Gegner auch. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 24.01.2016, 21:11 Uhr

Artikel zum Thema

Lassen die Linken das ZSC-Stadion fallen?

Das geplante ZSC-Stadion in Altstetten droht im Zürcher Gemeinderat zu scheitern. Die Schlüsselrolle in der Debatte kommt der SP zu. Mehr...

Der ZSC-Chef zeigt sein neues «Zuhause»

11’600 Fans, 300 Parkplätze: Peter Zahner über die neue Zürcher Hockeyarena. Und wie gross ist die Chance, dass sie überhaupt gebaut wird? Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital Light - 18 CHF im Monat

Unbeschränkter Zugang auf alle Inhalte und Services (ohne ePaper). Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Blogs

Von Kopf bis Fuss «Ciao, Bella»

Geldblog Warum Immobilien im Ausland riskanter sind

Abo

Abo Digital Light - 18 CHF im Monat

Unbeschränkter Zugang auf alle Inhalte und Services (ohne ePaper). Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Höhenflug: Im Vorfeld der Viehauktion in der schottischen Stadt Lairg springt ein Schaf über andere Schafe der Herde. Die Auktion in Lairg ist eine der grössten europaweit mit bis zu 15'000 Schafen. (14.August)
(Bild: Jeff J Mitchell/Getty Images) Mehr...