Keine Freude mehr auf den Hosen des HC Thurgau

Die Spieler des NLB-Clubs HC Thurgau gehen im Moment mit leeren Hosen aufs Eis. Der Grund: Die Kontaktbar «Blauer Aff» darf nicht mehr Sponsor sein.

Stein des Anstosses: Die Werbung einer Kontaktbar aus «Mostindien».

Stein des Anstosses: Die Werbung einer Kontaktbar aus «Mostindien». Bild: www.hcthurgau.ch

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Als ob es Sportvereine nicht schwer genug hätten, Sponsoren zu finden, muss sich der HC Thurgau von einem Sponsor trennen. Das Emblem der Kontaktbar «Blauer Aff» im thurgauischen Affeltrangen musste von den Spielerhosen entfernt werden. Damit geht dem Verein eine stolze Summe bachab, wie Medienchef Urs Tiefenauer erklärt. «Das ist recht deprimierend.» Die Swiss Ice Hockey Federation habe die Kontaktbar-Werbung anfänglich toleriert, später habe sie interveniert, erklärt Tiefenauer. Weil auch andere Sponsoren sich an der «Blauer Aff»-Hosenwerbung störten, habe man das Emblem von den Hosen genommen, so Tiefenauer.

Ein Hauptsponsor des HC Thurgau ist die Thurgauer Kantonalbank (TKB). Ein weiterer grosser Sponsor ist die Stadler Rail Group von Noch-SVP-Nationalrat und dem ehemaligen Eishockeyspieler Peter Spuhler (GC).

Wer springt in die Lücke?

Damit die Spieler nicht mehr mit leeren Hosen aufs Eis müssen, wie es Tiefenauer formuliert, sucht der NLB-Verein nun nach einem anderen Hosensponsor – via Lotterie. Der HCT will 222 Lose à 500 Franken verkaufen. Unter den Teilnehmern der Lotterie werden zwei ausgelost. Die beiden Gewinner erhalten die freie Hosenwerbefläche. Bereits seien 40 Lose verkauft worden, sagte Tiefenauer gegenüber der sda. Die freie Werbefläche habe einen Wert von 35'000 Franken, bestätigte der Medienchef einen Bericht in der «Thurgauer Zeitung».

Die Aktion des HC Thurgau trägt den Titel «Steigen sie jetzt in die Hosen». Die ganze Geschichte um die «Blauer Aff»-Werbung findet Tiefenauer nicht eben lustig, eher hält er sie für Prüderie.

(fal/sda)

Erstellt: 11.10.2012, 14:42 Uhr

Artikel zum Thema

Trikotwerbung für ein Bordell?

Steilpass Steilpass In Griechenland werden die Fussballvereine kreativ: Da ihnen das Geld ausgeht, nehmen sie jeden Trikotsponsor, auch Bordelle. In der biederen Schweiz wäre das wohl unvorstellbar. Zum Blog

Langenthal verliert auch gegen Thurgau

NLB Der SC Langenthal befindet sich nach sechs Partien im totalen Elend. Nach der 2:3-Heimniederlage gegen Thurgau übernehmen die Oberaargauer von den Thurgauern in der Tabelle das Schlusslicht. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Teilnehmer des jährlichen «North East Skinny Dip» rennen in das Meer bei Druridge Bay in England. (23. September 2018)
(Bild: Scott Heppell) Mehr...