Kloten feiert doppelte Premiere

Im vierten Anlauf klappte es: Der EHC Kloten gewann erstmals im neuen Jahr. Und es war nicht irgendein Erfolg, sondern ein 3:1 über den Leader.

Kloten stösst den Leader vom Thron: Der 3:1-Sieg der Klotener kostet Gegner La Chaux-de-Fonds die Tabellenführung.

Christian Merz

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Die Entscheide der Schiedsrichter erfreuten das Klotener Publikum gestern Abend nicht immer, die Stimmung war sehr schnell angeheizt und gereizt. Im Gegensatz zum Spiel. Lange tasteten sich die Mannschaften ab. Doch als sich La Chaux-de-Fonds unter den Pfiffen der Zuschauer zum ersten Powerplay zu formieren suchte, zwang Kloten das Glück auf seine Seite.

Innerhalb von 275 Sekunden zwischen der 10. und 15. Minute schaffte Kloten mit drei Toren die Differenz. Fabian Sutter weckte die Energie seiner Mitspieler mit einem Treffer in Unterzahl. Er düpierte zuerst Topskorer Coffman, und als alle dachten, der Center, ja eigentlich nicht mehr der schnellste aller, würde auf Jeffrey Füglister warten, nahm er nochmals Tempo auf. Er liess Verteidiger Ahlström und Goalie Bays nicht gut aussehen.

Dieses 1:0 schockierte La Chaux-de-Fonds und liess Kloten plötzlich Dinge tun, die man letzte Woche noch so vermisst hatte. Ramon Knellwolf nützte ein Missverständnis der Gegner trocken zum 2:0, im Powerplay krönte Romano Lemm ein grosses Solo mit dem 3:0.

Zum vierten Mal im vierten Match von 2019 schossen die Klotener das erste Tor. Dieses Mal aber beliessen sie es nicht beim einen. Und sie hätten die Jurassier, die das Spiel als Leader begannen und die Heimreise als Nummer 2 antreten mussten, noch deutlicher bezwingen können. Sie vergaben in Über-, in Unterzahl und bei numerischem Gleichstand alleine im Mitteldrittel sechs Topchancen - weil sie das Tor verfehlten.

«Wieder mehr Frische drin»

Auch die Möglichkeiten im letzten Abschnitt blieben ungenützt. Aber für die Entwicklung der Mannschaft war es wohl besser, dass sie nach dem kurzen Tief nicht gleich wieder in zu grosses Hoch geriet. Kloten musste bis zur letzten Minute hart arbeiten, um den Match zu gewinnen. Solche Partien haben die Spieler in der Swiss League noch nicht manche gehabt. Entweder standen sie früh als klarer Sieger oder als deutlicher Verlierer fest.

Natürlich war die Vorstellung nicht fehlerfrei, natürlich benötigte Kloten einmal mehr die starke Leistung von Goalie Joren van Pottelberghe. Zweinmal stoppte er Gegner, die alleine vor ihm auftauchten. Ihn könnte man getrost in jedem Match als besten Klotener wählen. Gestern kam ihm aber der Rest des Teams sehr nahe.

«Es war wieder mehr Frische drin», kommentierte Trainer André Rötheli das Geschehen im vierten Match innert sechs Tagen. Fabian Sutter meinte: «Es wurde Zeit, dass wir wieder gewannen.» Eine weitere Niederlage hätte die Aufgabe nicht gerade einfacher gemacht. Doch die Leistung in einem Duell mit einem Spitzenteam war sehr in Ordnung. Es konnte eigentlich nichts schiefgehen.

Die nächste Premiere als Ziel

Und so konnten sich die Klotener über eine doppelte Premiere freuen. Sie gewannen zum ersten Mal im neuen Jahr, und sie schlugen zum ersten Mal in dieser Saison den HC La Chaux-de-Fonds. Der hatte im Herbst in Kloten gleich 5:1 gesiegt, im ersten Heimspiel 6:4. Am Samstag, nach einer kleinen Verschnaufpause, nimmt Kloten Anlauf zu einer nächsten Premiere: Erstmals den SC Langenthal bezwingen. Das ist das einzige Team, gegen das der EHC noch ohne Punkte ist.

Ryan MacMurchy, der zweite Ausländer Klotens, wird wohl auch dann noch fehlen. Seine Verletzung ist langwierig. Dafür kehrt mit Marco Lehmann ein Stürmer zurück. La Chaux-de-Fonds hat erst zum dritten Mal in dieser Saison zwei Partien in Folge verloren. Die letzten Niederlagen gingen ans Gemüt. In Olten führten die Jurassier 3:1 und verloren das letzte Drittel noch 0:4. Das nächste Drittel, das sie spielten, endete mit einem 0:3 für sie. Goalie Christophe Bays machte danach Tim Wolf Platz, der den Schaden dann wenigstens einigermassen im Rahmen halten konnte. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.01.2019, 23:08 Uhr

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