Kloten gewinnt das Zürcher Derby

Der EHC holt sich im Hallenstadion gegen die ZSC Lions wichtige Punkte. Die Entscheidung fiel im Powerplay.

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Kloten verdiente sich die 1:0-Führung nach dem Startdrittel mit 13:9 Torschüssen. Ab Spielmitte kamen die ZSC Lions auf, Patrick Thoresen sorgte mit einem Direktschuss für den 1:1-Ausgleich (35.). Doch die Zürcher Unterländer blieben konzentriert und brachten das Punktetrio verdient unter Dach und Fach.

Serie beendet

Die Stadtzürcher wurden damit nach zuletzt vier Siegen in Serie gestoppt, während Kloten nach zwei Niederlagen zum Siegen zurückkehrte.

Bei Kloten fällt Goalie Luca Boltshauser seit Freitagnacht und der Heimniederlage gegen Ambri-Piotta mit einem Innenbandriss im Knie für sechs bis acht Wochen aus. Dadurch stand bei den Zürcher Unterländern am Samstag wieder der frühere NHL-Keeper und Schweizer WM-Silberheld von 2013, der mittlerweile 42-jährige Martin Gerber, zwischen den Pfosten.

Weitere drei Punkte für Lausanne

Am Freitag siegte Lausanne bei Meister Bern noch hochverdient. Gegen Zug setzte sich das Überraschungsteam von Coach Dan Ratushny indessen erstmals glückhaft durch. Lausanne spielte nur im ersten Abschnitt halbwegs gut. Der EVZ erwies sich über die gesamte Partie als klar stärkere Equipe. Lausanne verdankte den glückhaften Erfolg letztlich seinem Powerplay. Derweil sich Zug bei drei Überzahlchancen kaum Abschlussmöglichkeiten erspielte, nützte Lausanne zwei von vier Powerplay-Chancen. Sven Ryser (zum 1:1) und Dustin Jeffrey (zum 3:1) erzielten die wegweisenden Überzahltore für Lausanne.

Bieler deklassieren den Erzrivalen Bern

Biel lässt dem Meister im Derby keine Chance. Der Finne Toni Rajala leitete die Entscheidung zur Spielmitte mit einem Doppelschlag im Powerplay ein. Er traf innerhalb von 112 Sekunden zum 4:1. Beide Mal sass bei den Gästen Beat Gerber auf der Strafbank. Rajala nutzte die erste Bieler Überzahl der Partie schon nach 18 Sekunden zum Torerfolg, die zweite nach deren 17 Sekunden.

Genfer nutzen Konsternation der Luganesi

1:0 führte Lugano nach der gelungenen Startphase und einem Überzahltor von Dario Bürgler (12.). Dann gelang Cody Almond für Servette der Ausgleich. Und bloss neun Sekunden später nützte Jim Slater die kollektive Konsternation der Luganesi zum Genfer Führungstor. Bei beiden Goals gab Daniel Manzato keine optimale Figur ab. Am Ende siegt Servette 5:2.

Entscheidung im Penaltyschiessen

Guggisberg ist Ambri-Piottas Mann der Stunde. Diesmal erzielte Guggisberg zum 3:2-Sieg nach Penaltyschiessen gegen die SCL Tigers zwei Tore sowie einen Treffer im mit 3:1 gewonnenen Penaltyschiessen der Gastgeber. Dabei stand Langnau am Samstag in der Leventina dem Sieg in der regulären Spielzeit näher. Ambri-Piotta hatte in in den ersten beiden Dritteln aus drei Überzahlspielen keinen Ertrag zustande gebracht und auch in dieser Phase froh sein müssen, keinen Zweitore-Rückstand zu kassieren. Erst in der Overtime schalteten die Leventiner plötzlich einen Gang höher und standen bei drei gegen drei dem Erfolg näher. Am Ende resultierte für Ambri der fünfte Heimsieg in Folge gegen die Emmentaler.

Niederlage gegen Davos

Die einzigen beiden Freiburger Tore gegen Davos gelangen Antti Pihlström (zum 1:0 und 2:2), der an der Saane bloss über einen Vertrag bis Ende Monat besitzt und primär im September während des World Cup die Absenz von Roman Cervenka ersetzen sollte. Cervenka befand sich am Samstag bereits wieder in der St-Léonard-Halle, wurde aber wegen Rücksicht auf seinen Jet-lag noch nicht wieder eingesetzt. Zenhäusern suchte für sich letzte Woche einen ruhigeren Job mit grösserer Arbeitsplatzsicherheit und zieht sich nun nicht ganz freiwillig auf den Posten des Ausbildungschefs zurück.

ZSC Lions - Kloten 1:2 (0:1, 1:0, 0:1)
9218 Zuschauer. - SR Stricker/Wehrli, Gnemmi/Kaderli.
Tore: 9. Sanguinetti (Hollenstein, Shore) 0:1. 35. Thoresen (Chris Baltisberger) 1:1. 48. Hollenstein (Santala/Ausschluss Sjögren, Geering) 1:2.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 3mal 2 Minuten gegen Kloten
PostFinance-Topskorer: Wick; Shore.
ZSC Lions: Flüeler; Blindenbacher, Marti; Rundblad, Geering; Karrer, Samuel Guerra; Seger; Nilsson, Shannon, Wick; Chris Baltisberger, Sjögren, Thoresen; Pestoni, Schäppi, Herzog; Patrik Bärtschi, Trachsler, Cunti; Künzle.
Kloten: Martin Gerber; Stoop, Ramholt; Sanguinetti, Frick; Back, Harlacher; Grassi, Shore, Bieber; Praplan, Santala, Hollenstein; Romano Lemm, Schlagenhauf, Kellenberger; Leone, Obrist, Hartmann.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Suter (verletzt) und Kenins (krank), Kloten ohne Boltshauser und von Gunten (beide verletzt). - 59:02 Timeout ZSC Lions, ab 57:50 ohne Torhüter. - 58. Pfostenschuss Sjögren.

Lugano - Genève-Servette 2:5 (1:2, 0:2, 1:1)
5450 Zuschauer. - SR Fischer/Kurmann, Abegglen/Kovacs.
Tore: 12. Bürgler (Damien Brunner/Ausschluss Jérémy Wick) 1:0. 15. (14:44) Almond (Traber) 1:1. 16. (15:03) Slater (Jérémy Wick, Vukovic) 1:2. 22. Jérémy Wick (Romy) 1:3. 31. Romy (Loeffel) 1:4. 45. (44:05) Bürgler (Sondell, Klasen/Ausschluss Rod) 2:4. 45. (44:35) Spaling (Jacquemet) 2:5.
Strafen: je 4mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Klasen; Rod.
Lugano: Manzato; Ryan Wilson, Hirschi; Philippe Furrer, Stefan Ulmer; Sondell, Sartori; Ronchetti; Klasen, Martensson, Damien Brunner; Gregory Hofmann, Morini, Bertaggia; Fazzini, Sannitz, Bürgler; Reuille, Gardner, Walker.
Genève-Servette: Mayer; Fransson, Jacquemet; Ehrhardt, Loeffel; Kast, Vukovic; Petschenig; Spaling, Almond, Rubin; Rod, Slater, Jérémy Wick; Riat, Romy, Schweri; Douay, Heinimann, Traber.
Bemerkungen: Lugano ohne Merzlikins, Julien Vauclair, Chiesa, Kparghai (alle verletzt) und Zackrisson (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Mercier, Eliot Antonietti, Santorelli und Simek (alle verletzt). Simek verletzte sich beim Warm-up. - Timeout Servette (54.).

Biel - Bern 4:1 (1:1, 3:0, 0:0)
6180 Zuschauer. - SR Eichmann/Koch, Borga/Stuber.
Tore: 3. Arcobello (Simon Moser, Lasch) 0:1. 11. Pedretti (Earl, Fey) 1:1. 26. Schmutz (Earl) 2:1. 29. Rajala (Fey, Gaëtan Haas/Ausschluss Beat Gerber) 3:1. 31. Rajala (Gaëtan Haas, Dave Sutter/Ausschluss Beat Gerber) 4:1.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Biel, 4mal 2 plus 5 Minuten (Untersander) plus Spieldauer (Untersander) gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Gaëtan Haas; Arcobello.
Biel: Hiller; Jecker, Wellinger; Lundin, Maurer; Dave Sutter; Fey; Valentin Lüthi, Huguenin; Jan Neuenschwander, Dufner, Fabian Lüthi; Tschantré, Earl, Schmutz; Pedretti, Gaëtan Haas, Rajala; Rossi, Fabian Sutter, Wetzel.
Bern: Genoni; Krueger, Blum; Noreau, Beat Gerber; Kamerzin, Untersander; Dubois; Lash, Arcobello, Simon Moser; Hischier, Martin Plüss, Scherwey; Alain Berger, Meyer, Reichert; Gian-Andrea Randegger, Ness, Kreis.
Bemerkungen: Biel ohne Joggi, Micflikier und Horansky (alle verletzt), Bern ohne Macenauer, Ebbett und Rüfenacht, Jobin, Bodenmann und Marco Müller (alle verletzt).

Lausanne - Zug 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)
6167 Zuschauer. - SR Oggier/Vinnerborg, Küng/Pitton.
Tore: 11. Lammer (Sandro Zangger, McIntyre) 0:1. 15. Sven Ryser (Herren/Ausschluss Erni) 1:1. 25. Gobbi (Walsky) 2:1. 49. Jeffrey (Genazzi/Ausschluss Fabian Schnyder) 3:1. 52. Lammer (Sandro Zangger, Grossmann) 3:2.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Herren; Martschini.
Lausanne: Huet; Nodari, Genazzi; Gobbi, Jannik Fischer; Dario Trutmann, Junland; Lardi; Walsky, Froidevaux, Pesonen; Déruns, Miéville, Sven Ryser; Danielsson, Jeffrey, Herren; Schelling, Florian Conz, Kneubühler; Borlat.
Zug: Tobias Stephan; Helbling, Grossmann; Diaz, Alatalo; Dominik Schlumpf, Erni; Morant; Klingberg, Immonen, Senteler; Martschini, Holden, Suri; Sandro Zangger, McIntyre, Lammer; Peter, Nolan Diem, Fabian Schnyder.
Bemerkungen: Lausanne ohne Augsburger, Paul Savary, Benjamin Antonietti (alle verletzt) und Per Ledin (überzähliger Ausländer), Zug ohne Simon Lüthi und Marchon (beide verletzt). - Timeout Zug (60.).

Ambri-Piotta - SCL Tigers 3:2 (1:1, 1:1, 0:0, 0:0) n.P.
5371 Zuschauer. - SR Müller/Wiegand, Bürgi/Wüst.
Tore: 10. Stettler (Lukas Haas) 0:1. 18. Guggisberg (Emmerton) 1:1. 38. Pascal Berger (Wyss) 1:2. 39. Guggisberg (Monnet) 2:2.
Penaltyschiessen: Pascal Berger -, Pesonen 1:0; Schirjajew 1:1, Duca -; Koistinen -, D'Agostini 2:1; DiDomenico -, Guggisberg 3:1.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Mäenpää; Schremp.
Ambri-Piotta: Zurkirchen; Fora, Gautschi; Trunz, Zgraggen; Sven Berger, Mäenpää; Ngoy, Jelovac; Guggisberg, Emmerton, Janne Pesonen; Kostner, Lhotak, Bastl; D'Agostini, Kamber, Berthon; Duca, Fuchs, Monnet.
SCL Tigers: Punnenovs; Stettler, Koistinen; Seydoux, Flurin Randegger; Zryd, Adrian Gerber; Currit; Kuonen, Albrecht, Claudio Moggi; Wyss, DiDomenico, Pascal Berger; Tom Gerber, Schremp, Roland Gerber; Lukas Haas, Schirjajew, Lindemann.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Hall und Lauper (beide verletzt), SCL Tigers Yves Müller, Blaser, Jordy Murray, Nüssli und Shinnimin (alle verletzt).

Fribourg-Gottéron - Davos 2:4 (1:1, 1:1, 0:2)
5678 Zuschauer. - SR Massy/Mollard, Fluri/Huguet.
Tore: 12. Pihlström (Sprunger, Bykow) 1:0. 13. Dino Wieser (Lindgren, Ambühl/Ausschluss Caryl Neuenschwander) 1:1. 25. Lindgren (Forster, Marc Wieser) 1:2. 33. Pihlström (Rathgeb, Ritola/Ausschluss Schneeberger) 2:2. 44. Jörg (Simion) 2:3. 60. (59:42) Marc Wieser (Paschoud) 2:4 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fribourg, 7mal 2 Minuten gegen Davos.
PostFinance-Topskorer: Sprunger; Ambühl.
Fribourg: Benjamin Conz; Rathgeb, Alexandre Picard II; Schilt, Marc Abplanalp; Kienzle, Stalder; Maret; Mottet, Pouliot, Ritola; Flavio Schmutz, Anton Gustafsson, Neukom; Sprunger, Bykow, Pihlström; John Fritsche, Rivera, Caryl Neuenschwander; Loichat.
Davos: Senn; Du Bois, Kindschi; Jung, Forster; Heldner, Rahimi; Schneeberger, Paschoud; Sciaroni, Samuel Walser, Ambühl; Marc Wieser, Lindgren, Aeschlimann; Kessler, Corvi, Dino Wieser; Simion, Kousal, Jörg.
Bemerkungen: Fribourg ohne Leeger, Mauldin, Marchon (alle verletzt) und Cervenka (World Cup), Davos ohne Axelsson (verletzt). - Timeout Fribourg (59.). (fsc)

Erstellt: 24.09.2016, 19:19 Uhr

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