Klotens Geburtstagsfeier mit Sieg

Die Zürcher schlagen Sierre 4:1 und beschenken sich damit zu ihrem 85-jährigen Bestehen gleich selbst.

Spiel gedreht, Leaderposition gefestigt: Per Hanberg (Mitte) und seine Klotener.

Spiel gedreht, Leaderposition gefestigt: Per Hanberg (Mitte) und seine Klotener. Bild: Leo Wyden

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«EHC» scholl es noch immer von den Rängen, als das Spiel schon zehn Minuten vorbei war. Und der EHC hatte «Erbarmen» mit seinen Fans. Die Mannschaft machte sich aus der Garderobe nochmals auf und feierte mit den Stehplatzfans. Und dann tauchte auch noch Trainer Per Hanberg auf für eine individuelle Welle.

Der wichtigste Teil am Tag des 85. Geburtstag des fünffachen Meisters fand doch noch einen vergnüglichen Abschluss. Denn wegen des Spiels gegen Sierre waren wieder über 5000 Zuschauer gekommen. Hätte ihr Geburtstagskind so fertig gespielt, wie es begonnen hätte, es wäre kein schöner Abend geworden. Aber dann wurde er gar doppelt wunderbar. Kloten gewann nicht nur das Spiel gegen Sierre 4:1 und zeigte im letzten Drittel das eine oder andere Kabinettstücklein. Denn es gab auch noch besondere Geburtstagsgrüsse aus dem Wallis. In Visp nämlich blieb der HC Ajoie ohne Punkte, er verlor 2:3. Damit ist Kloten nun auch nach Verlustpunkten Leader dieser zweithöchsten Liga. Zum ersten Mal seit dem September 2018 und den drei Siegen in den drei ersten Saisonspielen. Denen dann sieben Niederlagen in Serie folgten.

«Lebendige Klotener Hockeygeschichte» hatten die Fans auf ein grosses Plakat geschrieben, das sie vor Beginn der Partie zeigten. Doch so richtig lebendig waren die Spieler der ersten Mannschaft des Geburtstatskindes gestern zumindest zu Beginn nicht. Die Pässe waren schlecht, die Puckkontrolle war schlecht, die Laufbereitschaft mässig, die Konzentration tief. So kam es, wie es kommen musste. Wieder einmal ging der Gegner in Führung. Jules Sturny unterlief der schlimme Fehlpass, den Fellay nach sechs Minuten auch deshalb nützen konnte, weil für einmal auch Goalie Nyffeler nicht ganz bereit war.

Lange war nur die Linie um Èric Faille mit der richtigen Betriebstemperatur unterwegs. Dass Knellwolf dann das 1:1 schiessen konnte, weil Faille ihm den Weg schön freiräumte, war ein Teilerfolg. Doch die andern wurden deshalb noch nicht richtig wach.

Timeout nach 31 Minuten

Die Partie plätscherte von Klotener Seite weiter dahin, Sierre hinterliess nie den Eindruck, als ob die Mannschaft überhaupt nur ein bisschen daran glaubte, in diesem Match zu punkten. Kloten hätte sich nur selber schlagen können - und war nahe dran. Dann nahm Trainer Per Hanberg in der 31. Minute ein Timeout. Es wurde eine Auszeit mit Wirkung. Endlich wurde im Powerplay mit Druck aufs Tor gespielt, Figrens Pass auf Marchon war dann schon fast genial, das 2:1 die Folge. Kurz darauf hatte Marchon einen Energieanfall, an dessen Ende das 3:1 durch Forget stand. Sieben Minuten nach dem Timeout war der Match dann doch für Kloten entschieden. Dass Jules Sturny im letzten Abschnitt dann noch das 4:1 schoss, schloss den Kreis. Sein Fehlpass aus Drittel 1 war damit wettgemacht.

«Ich war ein bisschen frustriert», sagte der Trainer. «das Team hat zweimal so gut gespielt, und dann kamen wir nicht auf unser Niveau.» Natürlich war es das dritte Spiel innert fünf Tagen, am Ende war er dann einigermassen zufrieden, weil sein Team immerhin noch ohne Probleme gesiegt hatte. Kloten könnte von seiner Offensive behaupten, dass sie besser als die des ZSC oder des SC Bern sei. Denn die vier Tore erzielte der EHC gegen Stéphane Charlin, den Goalie, der am Freitag in Zürich mit Genf-Servette beim Teileinsatz keinen Treffer zugelassen hatte, am Tag darauf gegen Bern in 60 Minuten nur zwei. Aber da hatte er auch bessere Vorderleute.


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Erstellt: 03.12.2019, 22:44 Uhr

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