Kommt Plüss nach Santalas Ausfall nun doch?

Verletzungsschock beim EHC Kloten: Nummer-1-Center Tommi Santala fällt mit einem Kieferbruch sechs bis acht Wochen aus. Als Ersatz drängt sich ein alter Bekannter auf.

Verletzt: Der Klotener Tommi Santala, hier im Einsatz in der letzten Saison.

Verletzt: Der Klotener Tommi Santala, hier im Einsatz in der letzten Saison. Bild: Ennio Leanza/Keystone

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Als einziges National-League-Team startet der EHC Kloten mit nur drei statt der erlaubten vier ausländischen Spielern in die Saison 2017/18. Zwei Tage vor dem ersten Match am Freitag gegen Biel sind es aber nur noch zwei: Ausgerechnet Tommi Santala, der einzige Söldner im Sturm, fällt mit einem Kieferbruch sechs bis acht Wochen aus.

Der 38-jährige Finne wurde im Training am Mittwoch von einem Puck im Gesicht getroffen und anschliessend ins Spital gefahren. Schon am späten Mittwochnachmittag wurde er in Zürich operiert. Damit dürften zum Saisonstart mit den Schweden Mattias Bäckman und Niclas Andersén nur die beiden ausländischen Verteidiger im Kader verbleiben. «So kurzfristig einen Ersatz zu finden, ist fast nicht möglich», weiss Sportchef Pascal Müller.

Ausgedünnte Offensive

An Müller ist es nun, eine Lösung zu finden für die empfindliche Schwächung, welche die ohnehin dünn besetzte Offensive der Zürcher mit Santalas Ausfall erleidet. Denn mit Vincent Praplan, der sich in Nordamerika im Tryout bei den San Jose Sharks befindet, fehlt bereits einer der zwei wichtigsten Schweizer Stürmer im Team. Und auch Captain Denis Hollenstein ist angeschlagen und verpasste zuletzt mehrere Vorbereitungsspiele.

Welcher Art diese Lösung sein könnte, lässt der Sportchef bisher offen. «Wir suchen die bestmögliche sportliche und wirtschaftliche Lösung», sagt Müller bloss. Erst anlässlich der gestrigen Generalversammlung hatte Präsident Hans-Ulrich Lehmann bekräftigt, Ausfälle würden nicht wie letzte Saison mit Zuzügen, sondern intern ersetzt.

Doch auch Lehmann muss klar sein, dass Santala nicht irgendein Ausfall ist, sondern der Center des ersten Blocks und eine zentrale Figur im Team. Sein Abgang im letzten Winter stürzte den EHC in eine Abwärtsspirale, aus der er nie mehr hinausfand, und ein schlechter Saisonstart ist nicht dazu angetan, den angestrebten Zuschauerzuwachs zu realisieren. Dabei drängt sich eine prominente Ersatzlösung geradezu auf – und wäre auch bis Freitag verfügbar: Martin Plüss.

Noch im Sommer ständig in Kontakt

Der 40-jährige Bülacher und Captain der letzten vier Berner Meisterteams ist noch immer ohne Club und dem Vernehmen nach voll im Training. Schon über den ganzen Sommer standen Plüss und der EHC in ständigem Kontakt, doch weil sich der Spieler nicht für die Rückkehr zum Stammclub entscheiden konnte, verpflichtete der Anfang August schliesslich Santala. Nun fällt der Finne aus, und eine temporäre Heimkehr nach Kloten würde beiden Seiten helfen: dem Club auf dem Eis und dem Spieler als Chance, Spielpraxis zu sammeln und sich möglichen Interessenten zu präsentieren.

Müller will sich zu diesem Szenario nicht äussern. «Ich kommentiere grundsätzlich keine Namen», sagt der Sportchef. Und Plüss war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Aber nüchtern betrachtet erscheint eine wenigstens befristete Wiedervereinigung für beide Seiten als ausgesprochenes Win-win-Szenario. (phm/kk)

Erstellt: 06.09.2017, 16:18 Uhr

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