Langnau überrascht im Hallenstadion

Im ersten Spiel der National League in diesem Jahr bezwingen die SCL Tigers den ZSC in der Verlängerung.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Kaum hat das neue Jahr begonnen und schon ist die erste Überraschung perfekt: Weil die SCL Tigers bei den ZSC Lions mit 3:2 nach Verlängerung gewinnen. Zu sagen, die Emmentaler hätten die zwei Punkte gestohlen, wäre gewiss übertrieben. Schliesslich zeigten sie eine solide Leistung. Aber sie waren dabei auch auf einen Ivars Punnenovs in Topform angewiesen, der Goalie parierte mehrmals stark, wehrte letztlich 37 Schüsse ab. Und schliesslich gelang den Gästen in der Overtime der Lucky-Punch. Ben Maxwell liess Joni Ortio nach 62 Minuten keine Chance – zuvor war Roman Wick alleine vor Punnenovs gescheitert.

Zwei unerwartete Punkte für Langnau

Alles in allem lief die Partie von Beginn weg nach dem Gusto der Emmentaler: Sie überstanden zuerst eine einminütige doppelte Unterzahl und gingen dann durch Harri Pesonen im Powerplay in Führung. Und das, obwohl die ZSC Lions im ersten Drittel die bessere Mannschaft waren. Nach 34 Minuten gelang Pius Suter dann der verdiente Ausgleich. Doch keine drei Minuten später jubelten bereits wieder die Langnauer - Claudio Cadonau hatte via den Oberschenkel Garrett Roes getroffen.

Im letzten Drittel schliesslich agierten die Gastgeber nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein. Angriff um Angriff rollte auf Punnenovs zu. Der Tigers-Keeper parierte und parierte, bis er eine Minute vor Schluss von Marcus Krüger bezwungen wurde. Danach aber hielt er seinen Kasten rein und bescherte damit seinem Team zwei unerwartete Punkte im Kampf um einen Playoffplatz.

ZSC Lions - SCL Tigers 2:3 (0:1, 1:1, 1:0, 0:1) n.V.
10'350 Zuschauer. SR Lemelin/Hungerbühler, Altmann/Bürgi.
Tore: 11. Pesonen (Huguenin, Maxwell/Ausschluss Marti) 0:1. 35. Suter (Ausschluss Erni) 1:1. 38. Cadonau 1:2. 60. (59:00) Krüger (Bodenmann) 2:2 (ZSC ohne Torhüter). 63. (62:45) Maxwell 2:3.
Strafen: 3mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Hollenstein) gegen ZSC Lions, 4mal 2 plus 10 Minuten (Blaser) gegen SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Roe; Pesonen.
ZSC Lions: Ortio; Noreau, Marti; Blindenbacher, Geering; Trutmann, Phil Baltisberger; Sutter; Suter, Roe, Wick; Bodenmann, Prassl, Hollenstein; Sigrist, Krüger, Diem; Chris Baltisberger, Schäppi, Pedretti; Simic.
SCL Tigers: Punnenovs; Cadonau, Leeger; Erni, Lardi; Schilt, Blaser; Huguenin; Schmutz, Maxwell, Pesonen; Berger, Gagnon, Earl; Kuonen, Diem, Neukom; Rüegsegger, In-Albon, Sturny.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Berni (U20-WM) und Pettersson (überzähliger Ausländer), SCL Tigers ohne Dostoinov und Glauser (beide verletzt) sowie Elo und DiDomenico (überzählige Ausländer). Verletzt ausgeschieden: 22. Trutmann, 47. Schilt. - Pfosten: 49. Chris Baltisberger. - ZSC Lions von 57:50 bis 59:00 ohne Torhüter.


Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

(mob)

Erstellt: 02.01.2020, 15:24 Uhr

Artikel zum Thema

10 Lektionen aus dem Spengler-Cup

Jubelnde Kanadier, Partykönige aus Ambri und ein HCD, der enttäuscht: Beim Davoser Eishockey-Turnier steht Entertainment über allem. Mehr...

«Der Sieger der Herzen sind wir»

Nach dem Out im Halbfinal des Spengler-Cups befinden sich die Spieler und Trainer von Ambri in einem Wechselbad der Gefühle. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Was für eine Plage: Eine Bauernstochter in Kenia versucht mit ihrem Schal Heuschrecken zu verjagen. (24. Januar 2020)
(Bild: Ben Curtis) Mehr...