Leuenberger will Klein zum Bleiben überreden

Das Kader der ZSC Lions erfährt einschneidende Änderungen. Und es gibt noch viele Fragezeichen.

Rauschende Party: Die ZSC Lions feierten mit ihren Fans ausgelassen. Video: Tamedia/Fabian Sanginés.

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Gestern Sonntag um 16 Uhr versammelte Sven Leuenberger die Spieler nochmals, um mit ­ihnen zu besprechen, wie es weitergeht. Beispielsweise, wann sie zum Sommertraining erscheinen müssen. Zudem hat der Sportchef noch einige Gespräche mit Spielern über ­deren Zukunft zu führen.

Das wichtigste Dossier: Kevin Klein. Leuenberger macht kein Geheimnis ­daraus, dass er den Kanadier, der ein überragendes Playoff spielte, zu einer weiteren Saison überreden möchte: «Er ist ein Spieler, der seine Teamkollegen mit seiner Präsenz ein paar Zentimeter grösser macht», sagt er. Doch der 33-jährige Verteidiger, der Anfang Jahr mitteilte, dass er seine Karriere beende, ist sich noch ­unschlüssig, ob er auf seinen Entscheid zurückkommen soll. Zumindest hat er Leuenberger noch nicht ­definitiv ­abgesagt.


Bilder: Die ZSC-Meisterfeier


Als Ausländer unter Vertrag sind für nächste Saison der neue Verteidiger Maxim Noreau (2020) sowie die Stürmer Fredrik Pettersson (bis 2021) und Drew Shore (2019). Ob der lange enttäuschende Amerikaner bleiben wird, ist noch offen. Weil unsicher ist, ob Severin Blindenbacher die Karriere nach seiner schweren Gehirnerschütterung fortsetzt, dürfte sich ­Leuenberger für zwei ausländische ­Verteidiger entscheiden – selbst dann, wenn Klein aufhören sollte.

Mit fünf Ausländern in die Saison?

Denkbar ist, dass die Zürcher, die zuletzt sieben Ausländer im Kader hatten, mit fünf in die Saison starten. Dann käme wohl noch ein ausländischer Center mit Spielmacher-Qualitäten dazu. Sjögren (zu Rögle), Vey (ZSKA Moskau?) und Korpikoski verlassen die Zürcher. Von den GCK-Ausländern dürfte Hayes wohl bleiben und Pelletier eher nicht.


Video: Die ZSC-Party in der Kabine

Abschiedsworte vom Trainer und der Sechseläuten-Matsch. Video: Tamedia/Simon Graf


Fix sind bei den Lions die Zuzüge von Hollenstein (bis 2023) und Bodenmann (2022), weitere Schweizer Transfers seien keine mehr zu erwarten, so Leuenberger. Auch der ­talentierte Kloten-Verteidiger Egli sei kein Thema. Man habe genug eigene, entwicklungsfähige Abwehrspieler wie Berni, Karrer oder Sutter. Nebst Guerra (Ambri) verlassen Kenins (zu Lausanne) und Künzle (Biel) die Zürcher. ­Offen ist, ob Pestoni bleibt. Der Tessiner hat noch ein Jahr Vertrag, war bisher aber eine einzige Enttäuschung. Auch ohne ihn hätten die Lions genügend Stürmer im Kader, zuletzt waren die jungen Bachofner und Hinterkircher ja überzählig.

Robert Nilsson kehrte im Verlaufe des Finals von Amerika nach Zürich zurück, bei ihm beginnt nun nach seiner schweren Gehirnerschütterung der Wiederaufbau. Der 33-Jährige möchte unbedingt weiterspielen.

Den 9. Meistertitel des ZSC beleuchtet der TA neben der aktuellen Berichterstattung und Würdigung mit einer Beilage. Sie finden die ZSC-Meisterzeitung im TA vom Montag, 30 April oder unter meisterzeitung.tagesanzeiger.ch (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 29.04.2018, 23:10 Uhr

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