Mit Bestbesetzung in die Niederlage

Ein uninspirierter ZSC verlor gegen Gottéron 2:3 nach Verlängerung und damit erst zum zweiten Mal daheim.

Die ZSC-Abwehr widerstand den Freiburgern nicht ausreichend – Plüss beschäftigt Goalie Flüeler, Geering (links) und Fritsche. Foto: Anthony Anex (Keystone)

Die ZSC-Abwehr widerstand den Freiburgern nicht ausreichend – Plüss beschäftigt Goalie Flüeler, Geering (links) und Fritsche. Foto: Anthony Anex (Keystone)

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Das Zürcher Publikum wurde in den letzten Jahren mit einigen schönen ­Erfolgen verwöhnt. Es ist bekanntermassen anspruchsvoll, kommt ­selten in den Zustand der grossen Euphorie. Aber so still wie gestern gegen das kriselnde Fribourg war es schon lange nicht mehr im Hallen­stadion. Das bedächtige Beisammensein hatte hauptsächlich mit dem pomadigen Auftritt der ZSC Lions zu tun. Sie boten keine Aktion, die den ­Funken überspringen liess. Nur in einer Phase vor dem Ende der normalen Spielzeit, als beide Teams den Sieg suchten, kamen kurz Emotionen auf. Etwas ­später traf ­Gottérons Mauldin in der Overtime, und der Match war vorbei.

Mit dem 2:3 liess der Meister im elften Heimspiel zwar erst zum zweiten Mal Punkte liegen – gegen Biel hatte er mit dem gleichen Resultat verloren. Aber wie in den letzten Spielen schon hinterliess er den Eindruck, dass er derzeit weit weg von seinen Möglichkeiten ist. «Wir konnten nicht dominieren, wie wir uns das vorgenommen hatten», ­befand ZSC-Stürmer Schäppi. «Weshalb, kann ich mir auch nicht erklären.»

Smiths Torpremiere im 14. Spiel

Die Lions waren früh in Führung gegangen – und das mit einer Premiere: Smith traf unter gütiger Mithilfe von Goalie Nyffeler, der seinen Distanzschuss ­zwischen den Beinen passieren liess (5.). Es war das erste ZSC-Tor des kanadischen Verteidigers, ja sein erster Punkt überhaupt im 14. Einsatz. Bei seiner letzten Station in Abbotsford, dem damaligen Farmteam der Calgary Flames, war Smith mit 24 Punkten aus 32 Spielen noch deutlich produktiver ­gewesen. Zuletzt hatte ihm eine Magen-Darm-Grippe schwer zu schaffen gemacht. Seine Rückkehr ins Team bedeutete, dass die Zürcher erstmals in dieser Saison in Bestbesetzung antreten konnten.

Umso erstaunlicher war, was folgte. Das 1:0 liess bei ihnen eine falsche Sicherheit aufkommen. Sie wirkten vorne uninspiriert und hinten unkonzentriert, während sich Gottéron trotz seiner spielerischen Unterlegenheit immer mehr Chancen erarbeitete. Bald wendeten die Freiburger mit zwei Treffern die Partie. Und selbst als Schäppi der etwas glückhafte Ausgleich gelang, bekam man nie das Gefühl, dass die ZSC Lions die Partie in den Griff bekommen würden. Die Länderspielpause von nächster Woche dürfte bei der Neusortierung helfen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 27.10.2014, 23:16 Uhr

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