Mit Pettersson in die Zukunft

Der Schwede dürfte bei den ZSC Lions einen neuen Vertrag bis 2021 unterschreiben. Auch Niklas Schlegel bleibt wohl ein Löwe.

Ihn muss man eher bremsen als antreiben: Energiebündel Fredrik Pettersson (links) im Wortgefecht mit Denis Hollenstein.

Ihn muss man eher bremsen als antreiben: Energiebündel Fredrik Pettersson (links) im Wortgefecht mit Denis Hollenstein. Bild: Keystone

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Es war kein erfreulicher Derbyabend für die ZSC Lions. Beim 3:4 nach Penaltys verpassten sie es am Samstag, einen Schritt nach vorne zu machen. Und die Schwäche der Schützen im Penaltyschiessen erinnerte an frühere Zeiten unter Marc Crawford, als diese Disziplin für die Zürcher fast schon zum Trauma wurde. Immerhin gibt es, was die Zukunft betrifft, erfreuliche Nachrichten: Die Lions haben sich dem Vernehmen nach mit Topskorer Fredrik Pettersson auf einen neuen Dreijahresvertrag geeinigt. Der Schwede stiess im vergangenen August zu den Zürchern, mit einem Einjahres-Kontrakt plus Option, obschon Sportchef Sven Leuenberger eigentlich einen Center suchte. Doch der schussgewaltige Flügel war schlicht der beste ausländische Stürmer auf dem Markt.

Sein Engagement hat sich ausbezahlt, ohne seine Tore wäre der Strich für die ZSC Lions noch näher. Nur Lausannes Nicklas Danielsson (22 Tore) hat noch öfter getroffen als Pettersson (21). Im Derby vom Samstag sicherte dieser mit dem 3:3 den Zürchern immerhin noch einen Punkt. Keiner hat so oft aufs Tor geschossen wie Pettersson (171-Mal), nur hat das noch nicht so richtig auf seine Kollegen abgefärbt. Dass sich der 30-Jährige auf seinem Vertrag ausruht, ist nicht zu befürchten. Keiner ist bei den Zürchern Abend für Abend mit so viel Energie und Ehrgeiz unterwegs wie er. Manchmal wäre weniger bei ihm aber mehr – wie am Samstag, als er sich wegen eines Wortduells mit Denis Hollenstein eine Zehnminuten-Strafe einhandelte und so zwei Zürcher Powerplays verpasste.

Nebst Pettersson haben die Zürcher bei den Ausländern für nächste Saison nur noch Drew Shore unter Vertrag. Der Amerikaner war bisher aber eine einzige Enttäuschung und weilt derzeit nach seiner zweiten Gehirnerschütterung dieser Saison bei einem Nackenspezialist in den USA. Wann er aufs Eis zurückkehrt, ist ungewiss.

Schlegels Wert für die ZSC Lions

Nebst Pettersson dürfte auch Goalie Niklas Schlegel in Zürich bleiben – vorderhand für ein Jahr. Der 23-Jährige sagte dem EHC Kloten ab und dürfte bei den Stadtzürchern weiter die Rolle als Nummer 2 hinter Lukas Flüeler spielen. Es ist eine nicht unterschätzende Personalie für die Lions, war doch Flüeler in den vergangenen Jahren immer mal wieder verletzt. Schlegel steigerte sich nach einem schwachen Saisonstart, zuletzt kam indes nur noch der formstarke Flüeler zum Zug. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 21.01.2018, 12:08 Uhr

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