Noch ein Rückschlag für die Flyers

Kloten verliert das wichtige Spiel in Lugano mit 2:4 und kommt in der NLA-Tabelle nicht vom Fleck. Immerhin war die Leistung in der Resega besser als zuletzt.

Ein Foul mit Folgen: Peter Muellers (l.) Haken gegen Luganos Fredrik Pettersson bringt wenig später das 2:0 im Powerplay für die Tessiner.

Ein Foul mit Folgen: Peter Muellers (l.) Haken gegen Luganos Fredrik Pettersson bringt wenig später das 2:0 im Powerplay für die Tessiner. Bild: Keystone

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Die Entscheidung in einer unterhaltsamen und animierten Partie in der Resega vor 5572 Zuschauern fiel erst 8 Sekunden vor Schluss, als Liga-Topskorer Fredrik Pettersson zum 4:2 ins leere Klotener Tor traf. Flyers-Coach Sean Simpson versuchte in der Schlussphase trotz Unterzahl noch einmal alles und ersetzte Goalie Yanick Schwendener, der ein solides Debüt bei den Züricher Unterländern gab, durch einen fünften Feldspieler.

Die Niederlage war aus Sicht der Gäste vermeidbar. Über weite Phasen zeigten sich die Klotener, die sich gegenüber den letzten missglückten Vorstellungen steigerten, den Tessinern zumindest ebenbürtig. Schliesslich waren es die Ineffizienz, individuelle Fehler sowie Undiszipliniertheiten der Flyers, die den Ausschlag zugunsten Luganos gaben. Beim 1:0 von Damien Brunner verlor Peter Mueller das Bully gegen Brett McLean, beim 2:0 von Calle Andersson schaute der Amerikaner wegen einer zuvor in jeder Beziehung unnötigen Aktion auf der Strafbank zu. Und beim 3:0 von Luganos Diego Kostner im Mitteldrittel kam Pech dazu: Denis Hollenstein war wegen eines angeblichen Crosschecks von den Heads etwas gar übermotiviert auf die Strafbank geschickt worden – eine fragwürdige Entscheidung.

Bereits die 7. Pleite in 8 Spielen unter Simpson

Es spricht für die Moral der Zürcher, dass sie trotz des 0:3-Rückstands nicht aufsteckten. Die Treffer von Mueller und Peter Guggisberg, der im Powerplay traf, waren der Lohn für das Aufbäumen. In der gut besuchten Resega kam noch einmal Spannung auf. In der Folge liess sich der überzeugende Daniel Manzato im HCL-Tor jedoch nicht mehr bezwingen. In der Schlussphase wanderte Captain Michael Liniger für ein unbedachtes Foul (Haken) auf die Strafbank und schmälerte damit die Chancen für den Ausgleich erheblich. Schliesslich bedeutete der Empty Netter von Pettersson, der seinen 30. Meisterschaftstreffer erzielte, die Entscheidung.

Kloten rückt nach der vermeidbaren Niederlage dem Playoff-Strich nicht näher. Der Rückstand auf den Achten EHC Biel beträgt weiterhin neun Punkte. Und Fakt ist, dass der Trainerwechsel von Felix Hollenstein zum ehemaligen Nationalcoach vor Weihnachten keine Wende auf dem Eis herbeigeführt hat. Im Gegenteil: Das 2:4 in Lugano bedeutete für die Flyers die siebte Pleite von acht Partien unter der Ägide von Simpson. Eine befriedigende sportliche Bilanz sieht anders aus.

Lugano - Kloten Flyers 4:2 (0:0, 3:0, 1:2)
5572 Zuschauer. - SR Kurmann/Wiegand, Fluri/Kohler. - Tore: 32. Brunner (McLean) 1:0. 37. Andersson (Klasen, Pettersson/Ausschluss Mueller) 2:0. 39. Kostner (McLean, Kienzle/Ausschluss Hollenstein) 3:0. 42. Mueller (Bieber, Guggisberg) 3:1. 46. Guggisberg (Bodenmann) 3:2. 60. (59:52) Pettersson (Steinmann, Klasen/Ausschluss Liniger) 4:2 (ins leere Tor). - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 Minuten gegen Kloten. - PostFinance-Topskorer: Pettersson; Santala.
Lugano: Manzato; Chiesa, Kienzle; Andersson, Kparghai; Vauclair, Sartori; Brunner, McLean, Bertaggia; Pettersson, Steinmann, Klasen; Walker, Dal Pian, Maurer; Kostner, Walsky, Reuille; Fazzini.
Kloten Flyers: Schwendener; Von Gunten, Back; DuPont, Frick; Schelling, Vandermeer; Randegger; Bieber, Santala, Hollenstein; Leone, Mueller, Bodenmann; Guggisberg, Lemm, Casutt; Praplan, Liniger, Bühler.
Bemerkungen: Lugano ohne Filppula, Hirschi, Ulmer (alle verletzt), Balmelli, Sannitz (beide krank), Kloten ohne Gerber, Jenni, Kellenberger, Stancescu, Murray (alle verletzt), Stoop, Harlacher (beide überzählig). Pfostenschüsse: Back (34.) und Pettersson (36.). 52. Timeout von Lugano. Kloten ab 59:15 bis 59:52 ohne Goalie Schwendener.
(fal)

Erstellt: 18.01.2015, 18:31 Uhr

Update folgt...

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