Rückkehr des Gekränkten nach 60 Tagen

Larry Huras tritt heute Abend mit dem HC Lugano gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber SC Bern an.

Emotionales Spiel für den Ex-Trainer des SCB: Larry Huras spielt heute mit dem HC Lugano in Bern.

Emotionales Spiel für den Ex-Trainer des SCB: Larry Huras spielt heute mit dem HC Lugano in Bern. Bild: Keystone

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Wenn heute der SC Bern zu Hause den HC Lugano empfängt, wird dies nicht ein gewöhnliches NLA-Spiel sein – nicht für die Berner und nicht für Lugano-Trainer Larry Huras. Die Bundesstädter wurden vom Kanadier in der Saison 2009/10 zum Meistertitel geführt: der erste Meistertitel seit Einführung der Playoffs im eigenen Stadion. Danach waren die Zeiten weniger erfolgreich, Huras' Spiel wurde als unattraktiv gebrandmarkt, und am 21. Oktober 2011 nach einem 1:2 gegen die ZSC Lions wurde er gefeuert. Wenige Wochen später wurde der 56-Jährige vom HC Lugano engagiert.

Beim SC Bern übernahm Antti Törmänen, und der Finne brachte die Berner wieder auf Platz eins. Auch das Spiel soll für die Fans wieder attraktiver geworden sein, meint der CEO Marc Lüthi. «Ich fühle mich durch die Leaderposition bestätigt», sagte er gegenüber dem «Blick» bezüglich der Entlassung von Huras.

Zeit und Geduld

Für Larry Huras sind solche Aussagen natürlich ein Affront. Stets gibt er sich apologetisch und verwirft die Kritik an seiner Arbeit beim SCB. Deshalb schmunzelte er auch gegenüber dem «Bund» im Hinblick auf das emotionale Spiel heute Abend in der Berner Postfinance-Arena: «Ich markierte den 20. Dezember in meinem Kalender.» In Lugano soll er nun wieder etwas aufbauen – mit dem talentierten Team mit viel Offensivspektakel, aber wenig defensiver Disziplin. Unter Huras' Ägide agieren die Tessiner in der Defensive besser. Dennoch muss Lugano sein Spiel nach Aussage des Trainers «noch finden».

Huras hofft, beim HC Lugano Zeit und Geduld zu bekommen. Etwas, das ihm in Bern aus seiner Sicht in dieser Saison nicht zugestanden wurde. In einem Interview mit der «Berner Zeitung» stellte er seine Entlassung als «Panikreaktion» dar. Der Kanadier, der sich vor der heutigen Partie durchaus Chancen in Bern ausrechnet, wird heute also auf Freunde und Feinde treffen. Deshalb wird er seine Tradition, bei Spielen gegen Ex-Teams einen Siegesbonus für die Mannschaftskasse zu geben, aufrechterhalten und bei einem Sieg «etwas Spezielles für sie tun».

Erstellt: 20.12.2011, 12:13 Uhr

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