SCB bleibt über dem Strich, Zug wieder Leader

Bern stoppt den bisherigen Leader Servette, Zug erobert deshalb die Tabellenführung zurück.

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Am Vortag hatten die Akteure von Servette und Bern beim 2:1 der Gastgeber sehr kontrolliert agiert. 24 Stunden später waren in Bern viel mehr Emotionen im Spiel. Der SCB begann stark und ging durch Gregory Sciaroni früh in Führung. Obwohl: Henrik Tömmernes lenkte die Scheibe unglücklich ins eigene Tor. Dafür war den Genfern das Glück im zweiten Drittel hold, als Tim Bozon den Puck irgendwie mit dem Körper über die Linie beförderte und so auf 2:3 verkürzte. Zuvor hatten Jan Mursak und im Powerplay Ramon Untersander für den SCB getroffen.

Bern bot in der Offensive mehr als zuletzt, doch Servette zeigte, weshalb er zum Duell mit dem Meister als Leader anreiste. Die Genfer sorgten für viel Verkehr vor Tomi Karhunen und daher immer wieder für gefährliche Situationen. So war der Ausgleich jederzeit eine realistische Möglichkeit. In der vorletzten Minute ersetzte Servette-Trainer Patrick Emond Goalie Gauthier Descloux durch einen sechsten Feldspieler. Und kurz darauf wurde Tristan Scherwey auf die Strafbank geschickt. Doch das 3:3 fiel nicht mehr, die Genfer verloren nach sieben Siegen in Serie erstmals wieder. (ädu)

Zug mit erfolgreicher Revanche

Die Revanche für die Niederlage am Freitag ist dem EV Zug gegen Biel gelungen. 24 Stunden nach dem 6:5 für die Seeländer nach Verlängerung setzten sich diesmal die Zentralschweizer mit 4:3 durch. Hatten in Biel die beiden Abwehrreihen phasenweise den Dienst eingestellt, waren diesmal beide Teams um defensive Solidität bemüht. Mike Künzle brachte den Gast nach zehn Minuten in Führung, eine Minute später glich Carl Klingberg nach einem Fehler von Jonas Hiller aus. Das 2:1 nach 40 Minuten durch Oscar Lindberg war leistungsgerecht, aber noch lange nicht die Entscheidung.

Ausgerechnet dieser Lindberg ermöglichte im Powerplay mit einem Fehler im Aufbau den Ausgleich durch David Ullström. Sven Senteler und Erik Thorell sorgten dann in der Schlussphase für die Entscheidung, zweimal nach Szenen, welche die Schiedsrichter erst nach Videostudium homologierten. Heiss wurde es aber noch einmal, weil Damien Brunner nach einem Lapsus von Dario Simion noch verkürtzen konnte.

Für beide Teams gehen damit Serien weiter: Zug hat in den letzten 16 Partien 38 Punkte geholt und ging in dieser Zeit nur einmal leer aus, Biel bleibt nach der neunten Niederlage in den letzten zehn Partien im Tief. Beim Team von Antti Törmänen kam erstmals Valentin Nussbaumer zum Einsatz, der an der U20-WM sieben Punkte erzielt hatte und nun aus Nordamerika zurückgekehrt ist. (mke)

Deutlicher HCD-Sieg gegen Lugano

Der HC Davos bleibt im Januar erfolgreich, punktet auch im fünften Spiel, kommt gegen Lugano beim 5:1 zum vierten Sieg. Während die Bündner sich in der Spitzengruppe behaupten, ist es für die Tessiner ein weiterer Rückschlag im Strichkampf. 20 Minuten lang ist es ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, danach agiert der HCD effizienter und nützt gegnerische Fehler besser aus. Vor dem 1:0 vertändelt HCL-Verteidiger Romain Loeffel den Puck vor dem eigenen Tor, Perttu Lindgren reagiert vorzüglich, legt auf für Torschütze Luca Hischier. Und vor dem 3:1 profitiert Andres Ambühl, bereits Torschütze zum 2:1, von einem schlechten fliegenden Wechsel Luganos. Den Schuss des HCD-Captains kann Sandro Zurkirchen zwar noch parieren, den Abpraller verwertet der ungedeckte Fabrice Herzog problemlos.

3:1 führen die Bündner nach zwei Dritteln, Luganos einziges Tor fällt in doppelter Überzahl. In den letzten 20 Minuten müsste eine Reaktion der Tessiner erfolgen, doch diese bleibt weitgehend aus. Davos verwaltet den Vorsprung problemlos, vorerst verhindert das gute Unterzahlspiel Luganos ein höheres Verdikt. Zu diesem kommt es am Ende aber dennoch. Loeffel fälscht einen Schuss Tino Kesslers ins eigene Tor ab, danach trifft der HCD dank Aaron Palushajs 16. Saisontor dennoch im Powerplay. Davos gewinnt 5:1, Lugano enttäuscht. Am Sonntag treffen die beiden Teams wieder aufeinander, diesmal im Tessin – der HC Lugano ist nun definitiv gefordert. (kk)

Mottet sorgt für Freiburger Wende

Lausannes Serie von vier Siegen in Serie und drei Erfolgen auf fremdem Eis sind gerissen. In Fribourg unterlag das Team von Ville Peltonen gegen Gottéron 1:3. Den Führungstreffer für Lausanne hatte Yannick Herren erzielt, der Ende Saison mit einem Dreijahresvertrag zu Gottéron wechselt. Für die Wende zugunsten der dezimierten Freiburger war im Mitteldrittel Killian Mottet innert sechs Minuten mit seinen Saisontreffern Nummer 13 und 14 verantwortlich. Zwei Sekunden vor Spielende sicherte dann Andrej Bykow der Mannschaft von Christian Dubé mit einem «empty netter» drei enorm wichtige Punkte im Kampf um den Anschluss an die Trennlinie. (mke)

Die Lakers bleiben dran

Die Lakers geben sich noch nicht geschlagen im Kampf um einen Playoff-Platz. Vom Spiel der letzten Chance zu reden ist verfrüht, für die Lakers ist die Doppelrunde gegen Ambri dennoch wegweisend. Der 5:2-Sieg, der erst dritte Erfolg im 17. Auswärtsspiel, ist darum wichtig. Die Lakers gefallen mit einem guten Auftritt, während Ambri einmal mehr nicht kaschieren kann, dass der Rhythmus seit dem Spengler Cup etwas verloren gegangen ist.

Der Tabellenletzte spielt ein gutes Startdrittel, ist vor beiden Toren präsenter und führt darum trotz 8:17 Schüssen nicht unverdient 2:0 – die Tessiner lassen bei allen Gegentoren die Konsequenz im eigenen Slot vermissen, auch im Mitteldrittel: Nach 40 Minuten führen die Lakers weiterhin, 3:2, Ambri schiesst nur im Powerplay Tore. Im Schlussdrittel bauen die Lakers den Vorsprung gar aus. Von Ambri kommt viel zu wenig, von einer versuchten Aufholjagd kann keine Rede sein. Lakers-Goalie Melvin Nyffeler muss in den letzten 20 Minuten nur gerade vier Schüsse halten. Am Sonntag kommt es in Rapperswil-Jona zur Revanche zwischen den beiden Tabellenletzten, beide Teams sind dringend auf Punkte angewiesen, um am 8. Rang dranzubleiben.(kk)

Rangliste: 1. Zug 34/65. 2. Genève-Servette 36/65. 3. ZSC Lions 36/65. 4. Davos 34/64. 5. Lausanne 34/53. 6. Biel 36/51. 7. SCL Tigers 34/48. 8. Bern 36/48. 9. Fribourg-Gottéron 34/45. 10. Lugano 35/43. 11. Ambri-Piotta 35/42. 12. Rapperswil-Jona Lakers 34/38.

Telegramme:

Bern - Genève-Servette 3:2 (3:1, 0:1, 0:0)
16'299 Zuschauer. - SR Stricker/Tscherrig, Kovacs/Gnemmi. - Tore: 4. Sciaroni 1:0. 10. Winnik (Jacquemet, Kast) 1:1. 18. Mursak (Praplan, Krueger) 2:1. 20. (19:48) Moser (Untersander, Ebbett/Ausschluss Kast) 3:1. 26. Bozon 3:2. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Bern, 4mal 2 plus 10 Minuten (Tömmernes) plus Spieldauer (Winnik) gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Wingels.
Bern: Karhunen; Andersson, Beat Gerber; Krueger, Blum; Untersander, Colin Gerber; Burren; Sciaroni, Mursak, Praplan; Pestoni, Arcobello, Moser; Rüfenacht, Ebbett, Scherwey; Berger, Heim, Kämpf; Spiller.
Genève-Servette: Descloux; Le Coultre, Tömmernes; Karrer, Maurer; Jacquemet, Kast; Molinari; Miranda, Fehr, Winnik; Wingels, Richard, Rod; Maillard, Smirnovs, Bozon; Riat, Berthon, Douay; Patry.
Bemerkungen: Bern ohne MacDonald (überzähliger Ausländer), Bieber, Grassi und Henauer, Genève-Servette ohne Fritsche, Mercier und Wick (alle verletzt). Pfostenschuss Ebbett (16.). Timeouts Bern (50.) und Genève-Servette (58:33). Genève-Servette ab 58:25 ohne Torhüter.

Zug - Biel 4:3 (1:1, 1:0, 2:2)
7048 Zuschauer. - SR Hebeisen/Salonen, Altmann/Obwegeser. - Tore: 10. Künzle (Ullström) 0:1. 11. Klingberg (Hofmann, Alatalo) 1:1. 35. Lindberg (Alatalo/Ausschluss Fey) 2:1. 51. Ullström (Forster/Ausschluss Kreis!) 2:2. 52. Senteler (Martschini/Ausschluss Kreis) 3:2. 54. Thorell (Lindberg, Alatalo/Ausschluss Zehnder) 4:2. 56. Brunner (Ullström, Rajala/Ausschluss Zryd) 4:3. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Zug, 8mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Hofmann; Rajala.

Zug: Genoni; Schlumpf, Geisser; Morant, Alatalo; Thiry, Zryd; Stadler; Martschini, Lindberg, Thorell; Klingberg, Kovar, Hofmann; Simion, Senteler, Zehnder; Langenegger, Albrecht, Leuenberger.
Biel: Hiller; Moser, Kreis; Rathgeb, Forster; Sataric, Salmela; Fey; Fuchs, Ullström, Rajala; Riat, Neuenschwander, Schneider; Brunner, Nussbaumer, Künzle; Tanner, Gustafsson, Tschantré; Kohler.
Bemerkungen: Zug ohne Bachofner, Bougro, Diaz, Schnyder und Zgraggen, Biel ohne Cunti, Hügli, Lüthi, Pouliot und Ulmer (alle verletzt).

Ambri-Piotta - Rapperswil-Jona Lakers 2:5 (0:2, 2:1, 0:2)
5333 Zuschauer. - SR Urban/Müller, Bürgi/Wolf. - Tore: 15. Dünner (Rowe, Profico/Ausschluss Fischer) 0:1. 18. Clark (Cervenka, Schneeberger) 0:2. 24. Upshall (Flynn, Hinterkircher/Ausschluss Loosli) 1:2. 29. Cervenka (Randegger) 1:3. 38. Zwerger (Müller/Ausschluss Schlagenhauf) 2:3. 44. Casutt (Maier, Clark) 2:4. 60. (59:40) Clark (Dufner) 2:5 (ins leere Tor). - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: D'Agostini; Cervenka.
Ambri-Piotta: Conz; Ngoy, Dotti; Plastino, Fischer; Fora, Pinana; Fohrler, Jelovac; D'Agostini, Flynn, Upshall; Trisconi, Goi, Hinterkircher; Joël Neuenschwander, Müller, Zwerger; Hofer, Dal Pian, Incir.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Schneeberger, Dufner; Profico, Randegger; Hächler, Maier; Vukovic, Schmuckli; Wellman, Rowe, Simek; Clark, Cervenka, Casutt; Schlagenhauf, Dünner, Eggenberger; Loosli, Ness, Hüsler.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Rohrbach, Bianchi, Kostner, Kneubühler, Novotny (alle verletzt) und Sabolic (überzähliger Ausländer), Rapperswil-Jona Lakers ohne Kristo, Schweri, Egli, Forrer, Mosimann (alle verletzt) und Wetter (krank). Timeout Ambri-Piotta (58:51). Ambri-Piotta von 58:51 bis 59:40 ohne Torhüter.

Davos - Lugano 5:1 (1:1, 2:0, 2:0)
4909 Zuschauer. - SR Lemelin/Dipietro, Kaderli/Progin. - Tore: 5. Hischier (Lindgren) 1:0. 17. Klasen (McIntyre, Postma/Ausschlüsse Du Bois, Herzog) 1:1. 21. (20:34) Ambühl (Jung, Du Bois/Ausschlüsse Nygren; Klasen) 2:1. 25. Herzog (Ambühl, Nygren) 3:1. 54. Kessler (Jung, Marc Aeschlimann) 4:1. 57. Palushaj (Nygren, Corvi/Ausschluss Lammer) 5:1. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Davos, 8mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Lindgren; Klasen.
Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Nygren, Guerra; Kienzle, Stoop; Buchli; Herzog, Corvi, Ambühl; Marc Wieser, Lindgren, Hischier; Palushaj, Baumgartner, Tedenby; Kessler, Marc Aeschlimann, Egli; Frehner.
Lugano: Zurkirchen; Chiesa, Riva; Postma, Wellinger; Loeffel, Jecker; Ronchetti; Klasen, McIntyre, Bertaggia; Bürgler, Lajunen, Suri; Fazzini, Sannitz, Lammer; Walker, Romanenghi, Zangger; Haussener.
Bemerkungen: Davos ohne Rantakari (überzähliger Ausländer), Dino Wieser, Paschoud und Bader, Lugano ohne Jörg, Morini, Vauclair (alle verletzt) und Chorney (überzähliger Ausländer).

Fribourg-Gottéron - Lausanne 3:1 (0:1, 2:0, 1:0)
6500 Zuschauer (ausverkauft). - SR Fluri/Kaukokari, Fuchs/Schlegel. - Tore: 5. Herren (Frick) 0:1. 30. Mottet (Abplanalp/Ausschlüsse Moy; Chavaillaz) 1:1. 36. Mottet (Boychuk, Abplanalp) 2:1. 60. (59:58) Bykow 3:1 (ins leere Tor). - Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Mottet; Jeffrey.
Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Chavaillaz; Kamerzin, Stalder; Abplanalp, Marti; Gähler; Brodin, Bykow, Schmid; Vauclair, Marchon, Lhotak; Sprunger, Boychuk, Mottet; Lauper, Mojonnier, Hasler.
Lausanne: Stephan; Heldner, Grossmann; Lindbohm, Frick; Genazzi, Holm; Nodari; Bertschy, Joorin, Kenins; Moy, Emmerton, Vermin; Almond, Jeffrey, Herren; Traber, Froidevaux, Leone.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Desharnais, Forrer, Furrer, Rossi, Schmutz, Walser (alle verletzt) und Stalberg (gesperrt), Lausanne ohne Antonietti (verletzt), Boltshauser (krank) und Junland (überzähliger Ausländer). - Timeout Lausanne (60.).


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Erstellt: 11.01.2020, 22:04 Uhr

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