Shores Doppelpack bringt Kloten den Sieg

Durch einen Treffer in der Verlängerung schlägt Kloten den EHC Biel auch im zweiten Spiel an diesem Wochenende. Die ZSC Lions drehen eine verloren geglaubte Partie in Genf.

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Eine starke Leistung von Martin Gerber bildete die Basis für Klotens 4:3-Sieg nach Verlängerung in Biel. Der Emmentaler vereitelte vorab im Schlussdrittel mit mehreren Glanztaten einen Dreipunkte-Sieg der Gastgeber. Auf der Gegenseite liess sich der ansonsten ebenfalls tadellose Jonas Hiller beim Siegtor von Drew Shore (63.) für einmal überraschen.

Biel glich nach dreimaligem Rückstand jeweils aus; das hochverdiente 3:3 von Toni Rajala sieben Minuten vor Ende der regulären Spielzeit war ein zu geringer Lohn der Schlussoffensive der Seeländer vor dem Nachsitzen. Denn Earl, Tschantré, zweimal Micflikier sowie Rossi besassen bis zum Ende der regulären Spielzeit ebenfalls noch hochkarätige Möglichkeiten.

Hiller hält Biel im Spiel

Der knapp Vorsprung von Kloten nach zwei Dritteln hatte noch eher dem Spielverlauf entsprochen, obschon Biel ein Plus an Schüssen verzeichnete. Doch die Zürcher Unterländer verpassten eine deutlichere Führung beispielsweise durch Captain Denis Hollenstein, der an einem glänzend reagierenden Jonas Hiller scheiterte (24.).

Thierry Bader, in der bisherigen Saison für Winterthur in der NLB im Einsatz, absolvierte für Kloten sein zweites NLA-Spiel - und dies innerhalb von 24 Stunden. Der 19-jährige Stürmer ist der Sohn des früheren Klotener Trainer-Assistenten Roger Bader, der nunmehr österreichischer Nationaltrainer ist.

ZSC dreht verloren geglaubte Partie

Die ZSC Lions kehrten mit einem grandiosen Finish die Partie in Genf und gewannen die Partie nach einem 2:4-Rückstand mit 5:4 nach Verlängerung. Pius Suter für die ZSC Lions und Daniel Rubin für Genf-Servette waren jeweils Doppeltorschützen. Das Siegtor für die ZSC Lions erzielte Chris Baltisberger (62.), nachdem die Gäste vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit noch 2:4 zurücklagen.

Fehler von Timothy Kast, der sich von Fabrice Herzog umspielen liess, führte zum Anschlusstor der Gäste. Und nur 67 Sekunden später doppelte Pius Suter nach, wobei er vom Genfer Kevin Romy selbst samt Puck ins Tor befördert worden war. Die Genfer kassierten dadurch die dritte Niederlage in Serie. Der Genfer Nationalverteidiger Romain Loeffel hatte im Mitteldrittel den ZSC-Keeper Niklas Schlegel noch mit einem spektakulären Distanzschuss zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung bezwungen. Der Abschluss von Loeffel kam von der eigenen blauen Linie aus. Schlegel schätzte die Flugbahn der Scheibe falsch ein.

Lausanne seziert desaströsen HCD

Nach vier Niederlagen in fünf Spielen schiesst sich Lausanne gegen den HC Davos mit einem 8:1-Sieg allen Frust von der Seele.

Der HC Davos wurde in der Malley-Halle gedemütigt. Der 19-jährige Walliser Loic In-Albon erzielte in seinem vierten NLA-Spiel für den LHC sein erstes Tor bei den Erwachsenen. Sein Goal nach 18 Minuten bedeutete bereits das 4:0. Etienne Froidevaux (1:0) und Joel Genazzi (2:0 und 3:0) hatten Lausanne früh den Weg auf die Siegesstrasse gewiesen.

Der Meister lässt Federn

Nach deutlichen Auswärtsniederlagen (2:6 und 1:4) feiern die SCL Tigers mit einem 4:0 gegen Bern im dritten Anlauf den ersten Derby-Sieg. Die Langnauer steigern sich im Vergleich zum Vorabend extrem.

Begünstigt wurde die Langnauer Gala durch einen Blitzstart: Claudio Moggi gelang nach bloss 26 Sekunden mit dem ersten Torschuss das Führungstor für die Emmentaler. Diese Effizienz behielten die SCL Tigers bei. Im zweiten Abschnitt skorten sie trotz nur sechs Torschüssen das 2:0 durch Pascal Berger (34.) und das 3:0 in doppelter Überzahl durch den Finnen Eero Elo (38.). Pascal Berger hatte schon am Freitag gegen seine ehemaligen Teamkollegen getroffen.

Zuger Serie hält an

Der EV Zug gab beim 5:0-Heimsieg über Lugano auch im siebenten Heimspiel keinen Punkt ab. Die Basis zum Sieg legte Zug mit fünf starken Minuten im Finish des ersten Abschnitts.

Die grossen Figuren waren der 24-jährige Stürmer Dominic Lammer, der nach 15 Minuten mit zwei Toren innerhalb von 13 Sekunden (!) Zug 2:0 in Führung brachte, und Goalie Tobias Stephan, der alle 26 Lugano-Schüsse parierte und zum ersten Shutout in dieser Saison kam.

Ambris schwache Woche

Ambri-Piotta kassierte auch im dritten Spiel der Woche eine Niederlage und verlor daheim mit 1:2 gegen Fribourg-Gottéron. Roman Cervenka entschied die Partie mit einem platzierten Schuss unter die Querlatte (48.). Der tschechische Topstürmer hatte dabei in der Entstehung von einem Stellungsfehler in der Abwehr der Gastgeber profitiert und konnte so alleine auf Ambris Goalie Sandro Zurkrichen zufahren.

Ambri-Piotta spielte mit nur drei Ausländern, da Mikko Mäenpää und neuerdings auch Matt D'Agostini verletzt fehlen. Vorab in der Offensive wirkten die Leventiner harmlos. Thibaut Monnet gelang gegen seinen letzten Arbeitgeber nur der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich (39.). Der frühere Internationale war dabei mit einem Abpraller erfolgreich.

Biel - Kloten 3:4 (2:2, 0:1, 1:0, 0:1) n.V.
5351 Zuschauer. – SR Kaukokari (FIN)/Wehrli, Fluri/Obwegeser.
Tore: 1. (0:46) Shore (Praplan) 0:1. 12. (11:31) Micflikier 1:1. 12. (11:52) Gähler (Kellenberger) 1:2. 13. (12:46) Fabian Lüthi (Rossi, Fabian Sutter) 2:2. 37. Leone 2:3. 53. Rajala 3:4. 63. (62:42) Shore 3:4.
Strafen: je 3mal 2 Minuten.
Biel: Hiller; Maurer, Lundin; Dave Sutter, Fey; Valentin Lüthi, Wellinger; Dufner, Steiner; Micflikier, Earl, Schmutz; Pedretti, Gaëtan Haas, Rajala; Tschantré, Jan Neuenschwander, Horansky; Rossi, Fabian Sutter, Fabian Lüthi.
Kloten: Martin Gerber; Sanguinetti, Frick; Stoop, Gähler; Back, Harlacher; Zahner, Bircher; Praplan, Santala, Hollenstein; Grassi, Shore, Leone; Romano Lemm, Schlagenhauf, Kellenberger; Obrist, Homberger, Bader.
Bemerkungen: Biel ohne Joggi (verletzt) und Wetzel (rekonvaleszent), Kloten ohne Ramholt, Hartmann, von Gunten, Bieber, Boltshauser (alle verletzt) und Weber (krank). - 38. Pfostenschuss Rossi. - Der zurückgetretene Gianni Ehrensperger nach neun NL-Saisons (382 Spiele für Biel) offiziell verabschiedet. - 53. Timeout Kloten.

Genf-Servette - ZSC Lions 4:5 (1:1, 2:1, 1:2, 0:1) n.V.
6387 Zuschauer. – SR Koch/Massy, Abegglen/Progin.
Tore: 5. Romy (Riat, Simek/Ausschluss Nilsson) 1:0. 6. Phil Baltisberger (Nilsson) 1:1. 22. Loeffel 2:1. 34. Pius Suter (Herzog, Seger) 2:2. 40. (39:45) Rubin (Riat) 3:2. 52. Rubin (Heinimann) 4:2. 56. Herzog (Chris Baltisberger, Phil Baltisberger) 4:3. 57. Pius Suter (Sjögren, Geering) 4:4. 62. (61:47) Christ Baltisberger (Cunti, Blindenbacher) 4:5.
Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 6mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Jeremy Wick; Roman Wick.
Genf-Servette: Mayer; Mercier, Kast; Loeffel, Ehrhardt; Jacquemet, Fransson; Petschenig; Jeremy Wick, Slater, Douay; Simek, Rubin, Spalling; Schweri, Romy, Riat; Traber, Maillard, Heinimann; Leonelli.
ZSC Lions: Schlegel; Blindenbacher, Geering; Rundblad, Phil Baltisberger; Seger, Marti; Samuel Guerra; Chris Baltisberger, Shannon, Thoresen; Nilsson, Sjögren, Roman Wick; Pius Suter, Cunti, Herzog; Schäppi, Traschsler, Kenins; Patrik Bärtschi.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Almond, Antonietti, Détraz, Kyparissis und Vukovic (alle verletzt), ZSC Lions ohne Pestoni und Künzle (verordnetes Aufbautraining). - 57. Timeout Genève-Servette.

Lausanne - Davos 8:1 (4:0, 3:0, 1:1)
6211 Zuschauer - SR Eichmann/Kurmann, Castelli/Kaderli.
Tore: 2. Froidevaux (Pesonen, Walsky) 1:0. 11. Genazzi (Florian Conz) 2:0. 15. Genazzi (Froidevaux, Pesonen/Ausschluss Kindschi) 3:0. 19. In-Albon (Miéville) 4:0. 28. Pesonen (Junland) 5:0. 36. Pesonen (Junland, Walsky) 6:0. 38. Ledin (Benjamin Antonietti/Ausschluss Sciaroni) 7:0. 44. Jeffrey (Ledin, Herren) 8:0. 58. Ambühl (Kousal) 8:1.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lausanne, 4mal 2 Minuten gegen Davos.
PostFinance-Topskorer: Herren; Lindgren.
Lausanne: Huet; Dario Trutmann, Genazzi; Borlat, Junland; Gobbi, Jannik Fischer; In-Albon, Lardi; Walsky, Froidevaux, Pesonen; Ledin, Jeffrey, Herren; Benjamin Antonietti, Florian Conz, Augsburger; Schelling, Miéville, Kneubühler.
Davos: Senn (15. van Pottelberghe); Heldner, Forster; Jung, Rahimi; Schneeberger, Paschoud; Kindschi, Weder; Sciaroni, Kousal, Ambühl; Marc Wieser, Lindgren, Eggenberger; Simion, Corvi, Jörg; Kessler, Samuel Walser, Egli.
Bemerkungen: Lausanne ohne Sven Ryser und Nodari, Davos ohne Axelsson, Félicien Du Bois, Aeschlimann, Dino Wieser und Rampazzo (alle verletzt).

SCL Tigers - Bern 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)
6000 Zuschauer (ausverkauft). – SR Fischer/Vinnerborg, Bürgi/Kovacs.
Tore: 1. (0:26) Claudio Moggi (Elo) 1:0. 34. Pascal Berger (Roland Gerber) 2:0. 38. Elo (Koistinen/Ausschlüsse Beat Gerber, Macenauer) 3:0. 57. DiDomenico (Nüssli/Strafe angezeigt) 4:0.
Strafen: je 3mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: DiDomenico; Arcobello.
SCL Tigers: Punnenovs; Seydoux, Koistinen; Stettler, Flurin Randegger; Weisskopf, Yves Müller; Zryd; Elo, Schremp, Claudio Moggi; DiDomenico, Albrecht, Nüssli; Roland Gerber, Pascal Berger, Sven Lindemann; Lukas Haas, Schirjajew, Kuonen; Wyss.
Bern: Genoni; Untersander, Blum; Noreau, Beat Gerber; Kamerzin, Krueger; Kreis, Jobin; Lasch, Arcobello, Simon Moser; Bodenmann, Martin Plüss, Scherwey; Alain Berger, Reichert, Marco Müller; Gian-Andrea Randegger, Macenauer, Ness.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Shinnimin und Blaser, Bern ohne Ebbett, Luca Hischier, Dario Meyer und Ruefenacht (alle verletzt).

Zug - Lugano 5:0 (3:0, 1:0, 1:0)
6756 Zuschauer (Saisonrekord) – SR Mollard/Prugger, Gnemmi/Küng.
Tore: 16. (15:18) Lammer (McIntyre) 1:0. 16. (15:31) Lammer (McIntyre, Sandro Zangger) 2:0. 20. (19:56) Holden (Martschini/Ausschluss Bürgler) 3:0. 23. Klingberg (McIntyre, Erni/Ausschluss Lapierre) 4:0. 59. Fabian Schnyder (Morant, Alatalo) 5:0.
Strafen: 9mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Holden, Nolan Diem) gegen Zug, 13mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Stefan Ulmer, Ronchetti) gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Martschini; Klasen.
Zug: Stephan; Helbling, Grossmann; Morant, Alatalo; Dominik Schlumpf, Erni; Fohrler, Simon Lüthi; Klingberg, Immonen, Senteler; Martschini, Holden, Suri; Sandro Zangger, McIntyre, Lammer; Peter, Nolan Diem, Fabian Schnyder.
Lugano: Merzlikins; Philippe Furrer, Stefan Ulmer; Sartori, Ryan Wilson; Hirschi, Julien Vauclair; Ronchetti; Lapierre, Martensson, Klasen; Walker, Sannitz, Bertaggia; Bürgler, Gardner.
Bemerkungen: Zug ohne Diaz, Lugano ohne Fontana, Chiesa, Sondell (alle verletzt), Damien Brunner (krank) und Zackrisson (überzähliger Ausländer).

Ambri-Piotta - Fribourg-Gottéron 1:2 (0:0, 1:1, 0:1)
5122 Zuschauer. – SR Hebeisen/Wiegand, Borga/Huguet.
Tore: 23. Mauldin (Rathgeb, Sprunger/Ausschluss Zgraggen) 0:1. 39. Monnet (Fuchs) 1:1. 48. Cervenka (Abplanalp) 1:2.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Fuchs; Sprunger.
Ambri-Piotta: Zurkirchen; Fora, Gautschi; Ngoy, Zgraggen; Trunz, Collenberg; Sven Berger, Jelovac; Lhotak, Hall, Lauper; Duca, Fuchs, Monnet; Guggisberg, Emmerton, Janne Pesonen; Kostner, Kamber, Bianchi.
Fribourg-Gottéron: Conz; Rathgeb, Picard; Kienzle, Abplanalp; Stalder, Chavaillaz; Mauldin, Cervenka, Ritola; Sprunger, Bykow, Mottet; Fritsche, Rivera, Caryl Neuenschwander; Schmutz, Gustafsson, Neukom.
Bemerkungen: Ambri ohne D'Agostini und Mäenpää (beide verletzt), Gottéron ohne Leeger, Loichat und Schilt (alle verletzt). - 800. NLA-Spiel von Kamber. - Pfosten: 42. Emmerton, 49. Mauldin. - 58:58 Timeout Ambri, von 57:45 bis 59:01 sowie ab 59:24 ohne Torhüter. - 59:24 Timeout Gottéron.
(jof/sda)

Erstellt: 15.10.2016, 19:31 Uhr

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