Suri erneut Matchwinner gegen Deutschland - Simpson reduziert Kader

Die Schweizer Eishockey-Nati gewann in Rapperswil-Jona ihren letzten WM-Test gegen Deutschland mit 3:2 nach Penaltykrimi. Trainer Sean Simpson gab danach sein WM-Kader bekannt.

Verdientes WM-Ticket: Reto Suri (l.) trifft gegen Deutschland und ist einer von sieben WM-Neulingen.

Verdientes WM-Ticket: Reto Suri (l.) trifft gegen Deutschland und ist einer von sieben WM-Neulingen. Bild: Keystone

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Die Schweizer gingen vor 4069 Zuschauern in der schmucken Diners Club Arena in Rapperswil-Jona nach einem erbaulichen Mitteldrittel durch Reto Suri (28.) und Dario Bürgler (30., mittels Powerplay) verdient 2:0 in Front. In der Folge hätten die Gastgeber ihre Führung ausbauen können, doch vergaben sie mehrere gute Chancen. Unter anderem vermochten Martin Plüss (32,) und Luca Cunti (52.) mit ihren Penaltys nicht zu reüssieren.

In der Schlussphase liess die Konzentration des Teams von Sean Simpson nach. Die Folge davon waren die Gegentreffer durch Frank Mauer (54.) sowie Michael Wolf (59.), nachdem Torhüter Danny aus den Birken durch einen sechsten Feldspieler ersetzt worden war. Obwohl in der Verlängerung deutlich überlegen, erzielten die Schweizer keinen Treffer mehr. Die Entscheidung fiel schliesslich im Shootout, als Suri als einziger traf. Der einsatzvolle Zuger gefiel nicht nur wegen seinen erfolgreichen Abschlüssen. Bereits am Freitagabend in Langenthal hatte Suri mit seinem Goal zum 2:1 in der Overtime die Schweiz zum knappen Sieg gegen den Erzrivalen geführt. «Wir haben meistens dominiert, es aber verpasst, die Führung auszubauen. Dass wir gleich zwei Penaltys in der normalen Spielzeit sowie zwei Gegentreffer in der Schlussphase kassieren, darf nicht passieren», erklärte Naticoach Simpson nach der durchschnittlichen Partie.

Ohne Bärtschi, aber mit Josi und Niederreiter

Der Schweizer Trainer, der mit seiner Mannschaft sechs von acht Tests im April gewinnen konnte, gab im Anschluss weitere Kader-Mutationen bekannt. Definitiv nicht an die WM wird NHL-Profi Sven Bärtschi reisen. Die Calgary Flames verweigerten dem Berner die Teilnahme am Turnier in Stockholm, weil ihr Stürmer immer noch nicht ganz fit ist. Überdies müssen die beiden Verteidiger Timo Helbling und Tim Ramholt über die Klinge springen. Auch die Stürmer Victor Stancescu und der ausgelaugte Ivo Rüthemann überstanden den letzten Cut nicht.

Dafür hat Simpson die Zusage von Nashvilles Verteidiger Roman Josi sowie Forward Nino Niederreiter, der die Saison mit dem Farmteam der New York Islanders in der AHL bestreiten musste. Noch offen ist die Personalakte Damien Brunner. Die Detroit Red Wings kämpfen noch um ihre Playoff-Teilnahme. Simpson sähe den Goalgetter gerne in seinen Reihen in Stockholm. Ryan Gardner, der am Wochenende fehlte, weil er Vaterfreuden entgegensieht, wird am Montag zum Schweizer WM-Team stossen. Somit werden drei Goalies, acht Verteidiger und 14 Stürmer nach Schweden reisen. Sollte Brunner dazustossen, müsste noch ein Stürmer in den sauren Apfel beissen und nach Hause reisen.

Captain der Schweizer, die mit sieben WM-Neulingen nach Stockholm reisen, ist Mathias Seger. Der Schweizer Rekord-Internationale wird seine 15. Weltmeisterschaft absolvieren. Damit zieht der Leader der ZSC Lions mit dem Finnen Petteri Nummelin gleich.

Schweiz - Deutschland 3:2 (0:0, 2:0, 0:2, 0:0) n.P.
Diners Club Arena, Rapperswil. - 4069 Zuschauer. - SR Massy/Kurmann (Sz), Küng/Arm (Sz). - Tore: 28. Suri (Julien Vauclair, Ambühl) 1:0. 31. (30:00) Bürgler (Ambühl, Julien Vauclair/Ausschluss Tripp) 2:0. 54. Mauer (Ankert) 2:1. 59. Wolf (Ullmann, Gogulla) 2:2 (ohne Torhüter). - Penaltyschiessen: Bürgler -, Mauer -; Stancescu -, Michael Wolf -; Suri 1:0, Gogulla -. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 3mal 2 Minuten gegen Deutschland.
Schweiz: Martin Gerber; Seger, Julien Vauclair; Ramholt, Grossmann; Blindenbacher, Philippe Furrer; Helbling, Blum; Suri, Ambühl, Bürgler; Bieber, Martin Plüss, Rüthemann; Bodenmann, Cunti, Hollenstein; Stancescu, Walker, Simon Moser; Monnet.
Deutschland: aus den Birken; Ankert, Moritz Müller; Schopper, Köppchen; Lindlbauer, Nikolai Goc; Michael Wolf, Ullmann, Gogulla; Marcel Müller, Schütz, Tripp; Mauer, Hager, Pietta; Plachta, Kink, Yannic Seidenberg; Noebels, Greilinger.
Bemerkungen: Schweiz ohne Gardner, von Gunten, Trachsler, Berra (alle überzählig) und Stephan (Ersatztorhüter). Aus den Birken hält Penaltys von Martin Plüss (32.) und Cunti (52.). Timeout Deutschland (58:12). Deutschland von 58:12 bis 58:25 ohne Torhüter. - Schüsse: Schweiz 25 (5-10-10-0); Deutschland 16 (5-3-7-1). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/3; Deutschland 0/2.

Erstellt: 27.04.2013, 20:09 Uhr

Das Schweizer WM-Kader

Goalies: Berra, Stephan, Martin Gerber.

Verteidiger: Josi, Julien Vauclair, Seger, Blindenbacher, Furrer, Blum, von Gunten, Grossmann.

Stürmer: Gardner, Martin Plüss, Bieber, Bodenmann, Cunti, Hollenstein, Bürgler, Ambühl, Suri, Simon Moser, Walker, Monnet, Niederreiter, Trachsler. Evtl.: Damien Brunner.

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