Tore und Strafen im Sonderangebot

Black Friday? Die ZSC Lions liefern sich mit dem EVZ einen wilden Spitzenkampf – und gewinnen ihn 6:4.

Das nächste Scharmützel: Zugs Schnyder gegen den Zürcher Herzog.

Das nächste Scharmützel: Zugs Schnyder gegen den Zürcher Herzog. Bild: Keystone

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Aus den USA ist ja schon so mancher Trend in die Schweiz geschwappt. Der Valentinstag für die Liebenden, Halloween für die Horrorfreunde und zuletzt Black Friday für die Einkaufssüchtigen. Am Freitag nach Thanksgiving kurbeln die Läden jeweils mit Rabatten das Weihnachtsgeschäft an. Die Schnäppchen­jäger kommen in Scharen und ­sorgen für Chaos zwischen den Regalen. Regel­mässig kommt es zu Verletzten.

Wer es nicht besser wusste, vermutete den Black Friday gestern auch beim Spitzenspiel in Zug. Tore und Strafen gab es im Sonderangebot. EVZ und ZSC lieferten sich einen wilden Kampf, als ginge es um die letzten Punkte am Wühltisch. Nichts deutete daraufhin, dass hier die statistisch besten Defensiven der Liga aufeinandertrafen. Die Goalies konnten einem leidtun.

Fünf Tore gab es schon im ersten Drittel zu sehen, zehn insgesamt. Und weil die Zürcher in der eigenen Zone nur minim besser aufpassten als der Gegner und 6:4 ­gewannen, verliessen sie die Bossard-Arena mit dem guten Gefühl, die drittplatzierten Zuger um vier Punkte distanziert zu haben.

Gleich zwei EVZ-Tore aberkannt

Der Leader ist in dieser Saison hinten schon viel solider aufgetreten, aber zumindest zeigte er sich vorne abgebrüht. Mit dem ersten Angriff erzielte er nach 25 Sekunden durch Suter das 1:0. Und als der EVZ durch einen Doppelschlag die Wende erzwang, folgte sofort die Reaktion: Innert vier Minuten erzielten die Zürcher drei Tore, wobei die Drittels­pause ihren Schwung nicht bremste.

Doch ganz so leicht liessen sich die Zentralschweizer nicht abschütteln. Es wurde hitzig: Zuerst traf Immonen zum 3:4. Doch weil Schiedsrichter Prugger den Puck nicht mehr gesehen und voreilig abgepfiffen hatte, zählte das Tor nicht. Augenblicke später traf Immonen erneut. Aber mit zu hohem Stock, wieder kein Tor! Das führte zu Radau auf den Rängen. Und bald auch auf dem Eis: Haberstich und Kenins lieferten sich eine Prügelei, auch Helbling mischte mit. Und es war auffällig, wie die Unparteiischen danach die Zürcher Aktionen im Zweikampf etwas strenger bewerteten. Wenigstens entspannte sich so die aufgeladene Stimmung wieder.

Die ZSC Lions verdienten sich den Sieg, weil sie stets kühlen Kopf bewahrten. Und sie hatten Wick, der einmal mehr ein wichtiges Tor (zum 5:2) ­beisteuerte. Die Zuger durften derweil feststellen, dass sie es jederzeit mit dem Leader aufnehmen können. Und dass Stürmer Klingberg endlich in der Liga angekommen ist. Nachdem der Schwede in den ersten zehn Partien torlos geblieben war, hat er nun in den letzten drei Einsätzen fünfmal reüssiert.

Pestoni schon wieder überzählig

Trotz Sieg und Leaderposition: Für Missstimmung könnte beim ZSC allenfalls die Kader­situation sorgen. Denn derzeit sind alle 26 Spieler einsatzfähig und fordern Eiszeit ein. Bei der Planung für diese Saison floss auch die Erinnerung ans letzte Jahr ein, als einmal acht Spieler fehlten. Dagegen wollte Sportchef Salis gewappnet sein. Doch nun fordert die verletzungsfreie Zeit ihre Opfer.

15 Stürmer balgen sich um 13 Positionen: Gestern musste Pestoni überzählig aussetzen, nachdem ihm ja im Oktober bereits ein Aufbautraining aufgebrummt worden war. Diese Art von Sonderaktion dürfte auf ­weniger Begeisterung stossen.

Erstellt: 25.11.2016, 23:13 Uhr

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