Und wieder reicht Kloten ein Tor gegen die GCK Lions

Der einzige Torschütze beim 1:0-Sieg ist Ramon Knellwolf in der 53. Minute.

Klotens Ramon Knellwolf (vorne) war im Spiel gegen die GCK Lions der einzige Torschütze.

Klotens Ramon Knellwolf (vorne) war im Spiel gegen die GCK Lions der einzige Torschütze. Bild: Manuela Matt

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Es muss offenbar einer mit «K» sein. Im Oktober, als Kloten das erste Saisonspiel gegen die GCK Lions 1:0 gewann, erzielte Steve Kellenberger (im ersten Drittel) den einzigen Treffer. Gestern dauerte es viel länger, bis ein anderer mit «K» erfolgreich war. Ramon Knellwolf schoss im Powerplay das einzige Tor des Abends in Küsnacht. Wobei das Goal kein typischer Powerplaytreffer war, sondern der Zufall auch noch ein bisschen mithalf. Wie in den meisten Aktionen Klotens im Spiel nach vorne.

Weil Dominic Nyffeler wieder überragend spielte und seinen bereits sechsten Saison-Shutout realisierte, reichte der eine Treffer für weitere drei Punkte. Zehn Tore erzielte der EHC in den bisherigen fünf Partien des Monats – nach dem Oktoberhoch befindet sich Kloten im Novembertief. Keines der fünf Spiele im elften Monat des Jahres war überzeugend. Beim 3:0 in Biasca und dem 3:2 nach Verlängerung über La Chaux-de-Fonds gab es immerhin Punkte wie beim 1:0 am Dienstagabend. Beim 1:2 in Sierre war der Ertrag null – wie beim 2:7 zuhause gegen Olten am 2. November.

Konnte man gegen die GCK Lions lange lamentieren, dass nun auch noch die Verteidiger nicht mehr treffen, freute sich Trainer Per Hanberg am Ende darüber, «dass endlich wieder ein Stürmer ein Goal erzielt hat». Und er war «höchst zufrieden, wie wir in der eigenen Zone und in Unterzahl spielten.» Die Offensive dagegen könne viel besser sein. «Es war kein schönes Spiel.» Die Gegner hätten seinem Team wenig Zeit gelassen, mit dem Puck etwas Gescheites anzufangen. Hanberg freut sich auf den nächsten Match gegen diese Mannschaft, dann will er mit einer anderen taktischen Variante GCK vor mehr Probleme stellen.

Truttmann und Füglister blass

Aber das geht nur, wenn alle Spieler in Form, das Spiel im Fluss ist. Aktuell ist es so: Einzig Goalie Nyffeler ist gut. Der Neutransfer Marco Truttmann überzeugte noch am ehesten gegen Biasca, seither ist er ebenso unsichtbar wie Jeffrey Füglister. Letzterer fiel am Dienstag einzig durch einen Puckverlust auf, der höchst gefährlich für die eigene Mannschaft war.

Hanberg trennte das Duo gestern nach gut der Hälfte der Partie auch wieder. Die zwei begannen mit Center Faille, der erst nach der Umstellung ein bisschen besser ins Spiel fand. Gegen La Chaux-de-Fonds am Sonntag hatte wenigstens noch das Überzahlspiel geklappt, in Küsnacht war davon (fast) nichts zu sehen. Im ersten «Powerplay» benötigte Kloten geschlagene 80 Sekunden, um überhaupt einmal in die Angriffszone zu kommen. Die Steigerung, die in den nächsten Spezialsituationen folgte, war minim. Das sind alles Anzeichen dafür, dass es mit dem Selbstvertrauen zurzeit nicht gerade zum Besten bestellt ist. Ob das am Samstag gegen Langenthal besser sein wird?

Zuschauerrekord für den Gegner

Kloten brachte den GCK Lions zwar keine Punkte, bescherte ihnen aber einen Saisonrekord. 178 Zuschauer hatte der Schnitt bisher bei Heimspielen betragen, gegen Kloten erschienen 550. Ob die Einnahmen allerdings genügen, um die Kosten für das Sicherheits-Dispositiv eines Hochrisiko-Spiels, als das der Match deklariert war, zu decken, bleibt fraglich.

Im Zürcher Tor stand erst zum zweiten Mal in dieser Saison der 21-jährige Robin Zumbühl. Unter den Augen von ZSC-Sportchef Sven Leuenberger und Assistenztrainer Fredrik Stillman hätte er beinahe einen Shutout erreicht. Das spricht nicht für Klotens Abschlussstärke.

GCK Lions - Kloten 0:1 (0:0, 0:0, 0:1)
550 Zuschauer. – SR Eichmann/Weber, Gurtner/Nater.
Tor: 53. Knellwolf (Faille/Powerplaytor) 0:1.
Strafen: je 5mal 2 Minuten.

Resultate: La Chaux-de-Fonds - Visp 2:4. GCK Lions - Kloten 0:1. Sierre - Ajoie 1:3. Thurgau - EVZ Academy 2:1. Winterthur - Biasca 6:3. – Rangliste: 1. Ajoie 22/47. 2. Kloten 22/46. 3. Visp 22/44. 4. Thurgau 22/41. 5. Langenthal 20/40. 6. Olten 21/40. 7. La Chaux-de-Fonds 22/31. 8. GCK Lions 22/26. 9. Sierre 22/24. 10. Winterthur 22/21. 11. EVZ Academy 21/17. 12. Biasca Ticino Rockets 22/13.


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Erstellt: 19.11.2019, 23:10 Uhr

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