Wackliger ZSC vor dem fünften Duell

Die Lions müssen heute Abend in Kloten das dritte Viertelfinal-Out in Folge abwenden. Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtet live vom Zürcher Derby ab 20.05 Uhr

«Das Team ist ein bisschen wacklig»: Der ZSC-Trainer Bengt-Ake Gustafsson mit seinen Spielern während des Trainings.

«Das Team ist ein bisschen wacklig»: Der ZSC-Trainer Bengt-Ake Gustafsson mit seinen Spielern während des Trainings. Bild: Sabina Bobst

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Nach der traditionellen Schlussübung des ZSC-Trainings sah man gestern lachende Gesichter: Die Spieler liefen zum Penalty an – wer scheiterte, musste weitermachen; wer getroffen hatte, durfte sich hinknien, zusehen und sich über jene lustig machen, die sich zum x-ten Mal versuchten. Thomas Ziegler musste als einer der letzten Verbliebenen Spott einstecken. Der 32-jährige Routinier nahm es mit Humor und bilanzierte danach: «Das war ein gutes Training – mit viel Speed.»

Weniger erfreulich sah es sein Trainer Bengt-Ake Gustafsson. Auf die Frage, was er für eine Atmosphäre spüre vor dem fünften Playoff-Derby in Kloten, sagte er: «Das Team ist ein bisschen wacklig.» Seine Feststellung nahm er aus einer Übung, bei der er die schnelle Angriffsauslösung sehen wollte. Doch ein harmonischer Ablauf kam fast nie auf: Entweder landeten die harten Pässe der Verteidiger nicht auf dem Stock oder der Abnehmer konnte den Puck nicht kontrollieren. Stürmer Sven Ryser polterte nach einem missglückten Angriff entnervt gegen das Plexiglas. Und oben auf der Tribüne schüttelte Sportchef Edgar Salis den Kopf.

5 von 10 Toren durch Monnet

«Es gab da ein paar Situationen, in denen wir nicht fokussiert waren», sagte Gustafsson. «Natürlich wünschte ich, das Training wäre etwas besser gewesen. Aber am Dienstag ist die grosse Partie, nicht heute.» Die Zürcher müssen heute das dritte Viertelfinal-Out in Folge verhindern: 2009 waren sie gegen Fribourg beim 0:4 chancenlos, letztes Jahr unterlagen sie Zug im siebten Spiel, und nun sind sie gegen die Flyers mit 1:3 in Rücklage. «Es ist ein mentales Spiel. Es kommt darauf an, ob die Spieler an die Wende glauben. Wenn der Wille nicht da wäre, hätten wir grosse Probleme», erklärte Gustafsson. Aber sein Stürmer Ziegler beruhigte: «Wir glauben alle noch an den Sieg – und das müssen wir auch.»

Die Zürcher haben im Playoff gegen Kloten jeweils nur mit einem Tor Differenz verloren. Ihr Hauptproblem bleibt das gleiche: die fehlende Torgefahr. Zwar haben sie in vier Playoff-Spielen gleich viele Treffer erzielt wie in den sechs Derbys der Qualifikation, nämlich zehn – «aber so kann man noch keine Serie gewinnen», sagt Ziegler. Kommt hinzu, dass es nur wenige Kandidaten gibt: Für 5 der 10 Tore war allein Thibaut Monnet verantwortlich.

Einsatz von DuPont fraglich

Ziegler erinnert sich an die Gründe für das 5:3, dem bisher einzigen ZSC-Sieg vor einer Woche: «Da haben wir den Klotenern kaum Raum und Zeit gegeben, um ihre Technik und ihr Tempo auszuspielen. Und so konnten wir selbst die Partie in die Hände nehmen.» Der Defensivstürmer wünscht sich harte Checks und Zweikämpfe seines Teams: «Wenn die Flyers dadurch wütend werden, ist das in unserem Sinn.»

Ein potenzieller Gegenspieler wäre Victor Stancescu. Der Klotener Aggressivleader kehrt nach Rückenproblemen zurück. Hingegen ist ein Einsatz von Spielmacher Micki DuPont wegen eines überdehnten Bandes im Fuss fraglich. Bei den ZSC Lions trainierte Duvie Westcott trotz seiner Handblessur wieder mit, der Verteidiger dürfte auflaufen können. Es ist deshalb nicht davon auszugehen, dass doch noch Altmeister Ari Sulander im Tor eingreifen wird. Gustafsson gibt sich bedeckt, was einen derartigen Schachzug betrifft: «Wir werden es herausfinden.»

Erstellt: 08.03.2011, 16:02 Uhr

Blogs

Mamablog Eine warme Mahlzeit als Zeichen der Anteilnahme

Sweet Home Willkommen im «Nouveau Boudoir»

Die Welt in Bildern

Ganz schön angeknipst: Ein Mitglied des Bingo Zirkus Theater steht anlässlich des 44. internationalen Zirkusfestivals in Monte Carlo auf der Bühne. (16. Januar 2020)
(Bild: Daniel Cole ) Mehr...