«Wir müssen noch mehr laufen»

Die Schweizer Nationalmannschaft ist noch nicht olympiareif. Gegen Tschechien verlor das Team von Patrick Fischer in Helsinki 2:3 und damit auch die zweite Partie gegen einen Vorrundengegner in Pyeongchang.

Gaetan Haas jubelt nach seinem Buebetrickli zum 1:2.

Gaetan Haas jubelt nach seinem Buebetrickli zum 1:2. Bild: Keystone

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Grosse Mühe hatten die Schweizer vor allem mit dem höheren Rhythmus und der veränderten internationalen Regelauslegung. Alle drei Gegentore in den ersten 40 Minuten fielen in nummerischer Unterzahl. Die ersten beiden, nachdem die ZSC-Stürmer Chris Baltisberger und Fabrice Herzog in der ersten, respektive letzten Minute des Startdrittels ein Foul in der Offensivzone begangen hatten und das dritte, als ein doppeltes Bullyvergehen von Reto Schäppi und Tristan Scherwey die Schweizer in doppelte Unterzahl versetzte. «Das war schon ganz speziell, so etwas habe ich noch nie erlebt», sagte Denis Hollenstein.

Ab dem zweiten Abschnitt kamen die Schweizer ihrerseits zu mehr Chancen, die erste Ehrenmeldung gelang Gaetan Haas in der 23. Minute mit einem Buebetrickli. Das Spiel war ausgeglichen, bei Fünf gegen Fünf hatten die Schweizer ein leichtes Plus, die «Special Teams» blieben aber das grosse Defizit. Wenn Tschechien im Powerplay war, kamen die Schweizer oft minutenlang nicht aus der Zone heraus. «In diesen Phasen haben sie die Scheibe sehr gut laufen gelassen und wir fanden kein Rezept dagegen», erklärte der Kloten-Stürmer. Mehr als das 2:3 durch Captain Andres Ambühl zehn Minuten vor Matchende schaute nicht heraus.

Damit sind 120 von 180 Minuten des Karjala-Cups vorbei. Die Schweizer zeigten in beiden Partien gute Ansätze, aber die nötige Konstanz auf hohem Niveau fehlte. Hollenstein weiss, wo es den hebel anzusetzen gilt: «Wir müssen noch mehr laufen, noch mehr Schüsse aufs Tor bringen und noch mehr Energie investieren.»

Damit ist bereits klar, dass die Schweizer bei ihrer Karjala-Cup-Premiere mit dem Turniersieg nichts zu tun haben werden. Bereits am Samstag ist eine klare Steigerung nötig. Der Gegner ist dann Russland, das am Donnerstag trotz der 2:3-Niederlage gegen Finnland mit guter Scheibenkontrolle und hohem Tempo überzeugte. «Wir wissen, sie sind sehr gute Techniker», sagt Hollenstein, «das wird sehr schwer. Aber wir wollen unbedingt gewinnen.»

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.11.2017, 17:18 Uhr

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