ZSC, Lausanne, Davos und Ambri setzen sich durch

Den ZSC Lions gelingt ein 6:4-Sieg bei den Lakers. Lausanne schafft gegen Bern den dritten Saisonsieg, Davos bestätigt mit einem 5:1 in Genf seine Topform und Ambri entscheidet das 198. Tessiner-Derby für sich.

Der Davoser Dario Simion (Mitte) erzielt in Genf das 1:3 gegen Servette-Goalie Christophe Bays (r.). (3. Oktober 2014)

Der Davoser Dario Simion (Mitte) erzielt in Genf das 1:3 gegen Servette-Goalie Christophe Bays (r.). (3. Oktober 2014) Bild: Salvatore Di Nolfi/Keystone

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Am Freitagabend hatten die Lions nach 23 Minuten bereits 4:1 geführt, auch weil sie gleich in den ersten beiden Powerplays erfolgreich gewesen waren. In der 35. Minute traf Ryan Keller zum 5:3 ein drittes Mal in Überzahl, wobei sich der 17-jährige Denis Malgin in seinem 2. NLA-Spiel seinen zweiten Assist gutschreiben liess.

Damit kassierten die Lakers gleich viele Gegentore im Boxplay wie in den ersten acht Spielen in dieser Saison. Beim vierten Treffer für die Lions erzielte Dan Fritsche, der seit dieser Saison für die Schweizer Nationalmannschaft spielberechtigt ist, seinen 50. Treffer in der NLA.

Dennoch wurde es kurzzeitig nochmals spannend, da auch die Lakers im Powerplay einmal mehr überzeugten und ebenfalls dreimal reüssierten. Deshalb kamen sie in der 30. Minute auf 3:4 heran. Den Anschlusstreffer erzielte Verteidiger Derrick Walser, der zum fünften Mal in dieser Saison traf, mit zwei Mann mehr. Danach konnten die St. Galler weitere 50 Sekunden in doppelter Überzahl spielen, diesmal blieben sie jedoch erfolglos.

Für das 1:2 der Gastgeber hatte Niklas Danielsson (6. Saisontor) verantwortlich gezeichnet, womit die Ausländer der Lakers nun 16 der 24 Treffer erzielt haben. Dies zeigt die Probleme der Rapperswiler auf: Sie sind zu abhängig von den Ausländern, die sehr stark forciert werden.

Lausanne mit Sieg gegen Bern

Lausanne feiert gegen Bern eher überraschend seinen dritten Saisonsieg. Die Waadtländer legten die Basis zum 4:1-Sieg mit einem starken ersten Drittel (3:0). Auf diesen Rückschlag vermochte der SCB, der auswärts weiter sieglos bleibt, nicht mehr zu reagieren. Joël Genazzi (5.), der ehemalige Berner Thomas Déruns (16.) und der Finne Ossi Louhivaara (18.) brachten die Lausanner in den ersten 20 Minuten mit drei Toren in Führung. Die Romands erwiesen sich dabei als äusserst effizient und erzielten aus acht Schüssen drei Tore. Berns Torhüter Marco Bührer kam in diesem ersten Abschnitt nur auf eine Abwehrquote von 62,5 Prozent.

Den Schwung aus dem ersten Drittel vermochte Lausanne nicht ganz mitzunehmen. Bern erwies sich aber als zu ideen- und harmlos. Auch der Anschlusstreffer in der 22. Minute durch Bud Holloway änderte am Spielgeschehen nicht allzu viel. Während das letztjährige Überraschungsteam aus Lausanne zum ersten Mal in dieser Saison zweimal in Folge siegte, verlor Bern auch sein viertes Auswärtsspiel. Zu Hause dagegen ist Bern noch ungeschlagen.

Der Sieg tröstete Lausanne über den Schock vom Vortag hinweg. Drei der fünf Todesopfer, die beim Helikopterabsturz im französisch-schweizerischen Grenzgebiet abgestürzt waren, gehörten zu den Sponsoren und Geldgebern des Vereins. Zu ihren Ehren wurde vor dem Spiel gegen Bern eine Trauerminute abgehalten.

HCD gewinnt 5:1 in Genf

HCD strotzt vor Selbstvertrauen Das Duell zwischen dem 2. (Davos) und dem 4. (Servette) war erstaunlich einseitig. Das lag primär an der Effizienz der Davoser, die zudem wesentlich stilsicherer und vor allem temporeicher aufspielten. Servette scheiterte nicht nur immer wieder am einmal mehr starken Davoser Keeper Leonardo Genoni, sondern auch am eigenen Unvermögen.

Exemplarisch war das zweite Drittel: Erst verpasste Jurai Simek das 2:1 für Servette (24.), bevor Paulsson die Davoser in Führung brachte. dasselbe Bild wenig später: Alexandre Picard scheiterte solo vor Genoni, kurz darauf erhöhte Dario Simion auf 3:1 (32.). Und nachdem Taylor Pyatt aus drei Metern das Tor nicht getroffen hatte, erzielte Andres Ambühl den vierten Davoser Treffer.

Einzig zu Beginn des Spiels hatte Servette auf Augenhöhe mitgespielt. Auf den frühen Davoser Führungstreffer nach 115 Sekunden durch Marc Wieser reagierten die Genfer mit dem Ausgleich durch Jurai Simek. Für den Schweizer Internationalen war es der 100. Skorerpunkt in der NLA. Als Davos Fahrt aufnahm, brach der Widerstand von Servette. Den HCD scheint derzeit niemand stoppen zu können. Das Team von Trainer Arno Del Curto punktete auch im siebten Spiel der Saison und reihte den bereits siebten Sieg aneinander.

198. Tessiner-Derby geht an Ambri

Ambri-Piotta entscheidet das 198. Tessiner Derby gegen Lugano für sich. Die Gastgeber siegen nach einem 1:4-Rückstand mit 5:4 nach Verlängerung – dank eines Shorthanders. Auch im vierten Heimspiel von Ambri-Piotta kamen die Zuschauer in den Genuss einer Überzeit, wobei es in der Folge erstmals nicht zu einem Penaltyschiessen kam. Den Siegtreffer für die Gastgeber erzielte Adam Hall nach 32 Sekunden der Overtime, und dies in Unterzahl.

Die zweite Saisonniederlage für Lugano war nicht nur wegen des erhaltenen Shorthanders ärgerlich. Nach 38 Minuten hatte alles nach dem fünften Sieg in Serie für die «Bianconeri» gegen den Kantonsrivalen ausgesehen. Nach einem Doppelschlag in der 33. Minute innerhalb von 31 Sekunden führten die Gäste 4:1. Beim 3:1 reüssierte Julian Walker im ersten Powerplay von Lugano, vor dem vierten Tor liess Eric Walsky Ambris Verteidiger Benjamin Chavaillaz herrlich aussteigen.

Die ersten beiden Tore für die Gäste zum 2:0 (26.) hatte Fredrik Pettersson erzielt. Der Schwede, 2013 beim Gewinn des WM-Titels seines Landes dabei, befindet sich in einer beneidenswerten Form. Er erzielte bereits zum vierten Mal in dieser Saison einen Doppelpack und hat nun total zehn Tore auf dem Konto. Mit nunmehr 14 Punkten löste er Roman Wick an der Spitze der Skorerliste ab.

In der 38. Minute brachte der Amerikaner Keith Aucoin mit seinem ersten Tor im Dress von Ambri-Piotta die Hoffnung für die Leventiner zurück und leitete damit die Aufholjagd ein. In der 43. Minute verkürzte Alexandre Giroux auf 3:4, ehe Benjamin Chavaillaz (51.) seine Mannschaft in die Verlängerung rettete.


Rapperswil-Jona Lakers – ZSC Lions 4:6 (1:3, 2:2, 1:1)

4217 Zuschauer. - SR Koch/Piechaczek (De), Borga/Küng. - Tore: 2. Shannon (Keller/Ausschluss Weisskopf) 0:1. 12. Bastl (Bergeron, Wick/Ausschluss Nils Berger) 0:2. 15. Danielsson (Johansson/Ausschluss Künzle) 1:2. 20. (19:09) Trachsler (Bergeron, Bastl) 1:3. 23. Fritsche (Schäppi, Geering) 1:4. 26. Murray (Persson/Ausschluss Blindenbacher) 2:4. 30. Walser (Johansson, Danielsson/Ausschlüsse Bergeron, Smith) 3:4. 35. Keller (Geering, Malgin/Ausschluss Rizzello) 3:5. 41. Künzle (Schäppi, Bergeron) 3:6. 49. Pedretti (Rizzello, Walser) 4:6. - Strafen: 6mal 2 plus 10 Minuten (Hürlimann) gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 8mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Danielsson; Wick.

Rapperswil-Jona Lakers: Wolf/Punnenovs (ab 21.); Weisskopf, Walser; Hächler, Sven Berger; Geyer, Sataric; Lüthi; Reto Schmutz, Persson, Murray; Danielsson, Johansson, Nils Berger; Pedretti, Hürlimann, Rizzello; Hüsler, Obrist, Neukom; Thibaudeau.

ZSC Lions: Flüeler; Stoffel, Bergeron; Blindenbacher, Geering; Seger, Smith; Siegenthaler; Keller, Shannon, Nilsson; Bärtschi, Trachsler, Bastl; Baltisberger, Malgin, Wick; Künzle, Fritsche, Schäppi; Neuenschwander.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Eigenmann, Heitzmann, Frei, Flavio Schmutz, Nodari, Friedli (alle verletzt) und Fransson (überzähliger Ausländer). ZSC Lions ohne Cunti und Tabacek (beide verletzt). - Timeout Lakers (48.). - 55. Pfostenschuss Walser.

Lausanne – Bern 4:1 (3:0, 1:1, 0:0)

7079 Zuschauer. - SR Küng/Stricker, Kohler/Zosso. - Tore: 5. Genazzi (Simon Fischer) 1:0. 16. Déruns (Genazzi, Gobbi/Ausschluss Kobasew) 2:0. 18. Louhivaara (Rytz, Gobbi) 3:0. 22. Holloway (Gragnani, Scherwey/Ausschluss Rytz) 3:1. 29. Miéville (Pesonen/Ausschluss Kreis) 4:1. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lausanne, 6mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Hytönen, Plüss.

Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Jannik Fischer, Lardi; Rytz, Genazzi; Stalder; Ruzicka, Hytönen, Déruns; Louhivaara, Miéville, Pesonen; Conz, Froidevaux, Neuenschwander; Simon Fischer, Savary, Augsburger; Antonietti.

Bern: Bührer; Krueger, Furrer; Gerber, Blum; Jobin, Gragnani; Kreis; Scherwey, Reichert, Rüfenacht; Holloway, Ritchie, Bertschy; Kobasew, Plüss, Pascal Berger; Loichat, Randegger, Alain Berger.

Bemerkungen: Lausanne ohne Bang, Genoway und Seydoux (alle verletzt), Bern ohne Moser und Gardner (beide verletzt). Pfostenschuss Hytönen (38.).

Genève-Servette – Davos 1:5 (1:1, 0:4, 0:0)

6329 Zuschauer. - SR Mandioni/Wiegand, Fluri/Rohrer. - Tore: 2. Marc Wieser (Reto von Arx, Dino Wieser) 0:1. 4. Simek (Marti, Picard) 1:1. 25. Paulsson (Jung/Ausschlüsse Ranger; Axelsson) 1:2. 32. Simion (Walser, Jörg) 1:3. 35. Ambühl (Axelsson, Kindschi/Ausschlüsse Antonietti; Ryser) 1:4. 40. (39:20) Paulsson (Lindgren, Simion) 1:5. - Strafen: 7mal 2 plus 5 Minuten (Antonietti) plus Spieldauer (Antonietti) gegen Genève-Servette, 6mal 2 Minuten gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Rubin; Simion.

Genéve-Servette: Bays (41. Descloux); Vukovic, Ranger; Trutmann, Marti; Antonietti, Mercier; Iglesias; Simek, Romy, Taylor Pyatt; Rubin, Tom Pyatt, Picard; Jacquemet, Rod, Kast; Gerber, Rivera, Bezina; Traber.

Davos: Genoni; Du Bois, Kindschi; Schneeberger, Koistinen; Ryser, Jung; Jan von Arx, Paschoud; Ambühl, Corvi, Axelsson; Hofmann, Lindgren, Paulsson; Simion, Walser, Jörg; Marc Wieser, Reto von Arx, Dino Wieser.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Mayer (verletzt), Loeffel (gesperrt) und D'Agostini (überzähliger Ausländer), Davos ohne Forster, Guerra, Schommer und Sciaroni (alle verletzt).

Ambri-Piotta – Lugano 5:4 (0:1, 2:3, 2:0, 1:0) n.V.

6500 Zuschauer. - Massy/Wehrli, Kovacs/Tscherrig. - Tore: 12. Pettersson (Klasen, Ulmer) 0:1. 26. Pettersson (Klasen, Sannitz) 0:2. 30. Stucki 1:2. 33. (32:24) Walker (Filppula, Steinmann/Ausschluss Giroux) 1:3. 33. (32:55) Walsky (Chiesa, Filppula) 1:4. 38. Aucoin (Duca, Zgraggen) 2:4. 43. Giroux 3:4. 51. Chavaillaz 4:4. 61. (60:32) Hall (Ausschluss Birbaum!) 5:4. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 2mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Steiner; Pettersson.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Trunz, Sidler; Kinrade, Gautschi; Birbaum, Chavaillaz; Grieder, Zgraggen; Grassi, Schlagenhauf, Lhotak; Steiner, Hall, Dostoinow; Duca, Aucoin, Giroux; Stucki, Fuchs, Lüthi.

Lugano: Manzato; Schlumpf, Vauclair; Hirschi, Ulmer; Chiesa, Kienzle; Maurer; Kostner, McLean, Reuille; Pettersson, Sannitz, Klasen; Walsky, Filppula, Murray; Walker, Steinmann, Fazzini.

Bemerkungen: Ambri ohne O'Byrne, Pestoni, Kobach, Lauper und Bianchi. Lugano ohne Kparghai und Dal Pian (alle verletzt). - Timeouts: Ambri-Piotta (33.); Lugano (60.). (rub/si)

Erstellt: 03.10.2014, 23:25 Uhr

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NLA

50. Runde

25.02.HC Lugano - ZSC Lions3 : 2
25.02.Geneve-Servette HC - EHC Kloten2 : 4
25.02.Fribourg-Gottéron - SC Bern4 : 7
25.02.HC Davos - SCL Tigers6 : 2
25.02.HC Ambri Piotta - Lausanne HC3 : 2
25.02.EV Zug - EHC Biel-Bienne4 : 3
Stand: 25.02.2017 22:19

Rangliste

NameSpSU+U-NG:EP
1.SC Bern5031649160:114109
2.ZSC Lions5026987166:115104
3.EV Zug50283613153:12296
4.Lausanne HC50235121154:13980
5.HC Davos50224420152:13578
6.HC Lugano50196421142:15573
7.Geneve-Servette HC501841117135:14073
8.EHC Biel-Bienne50212324146:14070
9.EHC Kloten501451021142:16262
10.SCL Tigers50164327124:15459
11.Fribourg-Gottéron50125231130:17748
12.HC Ambri Piotta5098528113:16448
Stand: 25.02.2017 22:23

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