ZSC fit für Playoffs – Kloten in Playouts

Die ZSC Lions machen in Davos den nächsten Schritt Richtung Qualifikationssieg. Schlusslicht Rapperswil-Jona feiert seinen höchsten Sieg der Saison gegen die Kloten Flyers.

Torjubel: Rapperswils Niklas Persson (links) jubelt nach seinem Tor zum 5:1 gegen Klotens Torhüter Martin Gerber (rechts). (20. Februar 2015)

Torjubel: Rapperswils Niklas Persson (links) jubelt nach seinem Tor zum 5:1 gegen Klotens Torhüter Martin Gerber (rechts). (20. Februar 2015)

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Trotz eines gelungenen Starts machte Kloten nie den Eindruck, mit letztem Einsatz um die Playoffs zu kämpfen. Zwei Drittel lang war das Team von Coach Sean Simpson praktisch inexistent. Die praktisch ambitionslosen Rapperswil-Jona Lakers, die den letzten Platz auch in den sechs Spielen der Playout-Runde kaum noch los werden, agierte forscher, effizienter und kaltblütiger. Innerhalb von 14 Sekunden drehten sie im Startdrittel durch das erste Saisontor von Sven Berger und einen Ablenker von Nicolas Thibaudeau mit dem Hinterteil die Partie. Im Mitteldrittel erhöhten Marco Pedretti und der PostFinance-Topskorer Nicklas Danielsson bereits vorentscheidend auf 4:1.

Die Flyers sind damit auf einem neuen Tiefpunkt angelangt. Die Lakers sind nämlich der Lieblingsgegner der Klotener. Erst zum dritten Mal in den letzten 35 Spielen gingen die Spieler vom Obersee gegen Kloten als Sieger vom Eis. Und sie taten dies hochverdient. In den letzten zwei Dritteln kamen die Klotener gegen die zweitschlechteste Abwehr der Liga zu gerade mal acht Schüsschen aufs Tor. Auf der Gegenseite hinterliess für einmal auch Martin Gerber keinen sehr sicheren Eindruck. Beim 1:1 erwischte Berger den Flyers-Goalie in der nahen Ecke, beim 3:1 profitierte Pedretti von einem Abpraller nach vorne.

Von einem Aufbäumen war im letzten Drittel nichts zu sehen. Im Gegenteil: Niklas Persson erhöhte sogar noch auf 5:1, ehe Denis Hollenstein das Resultat noch etwas verschönerte. Erst einmal - gegen den HC Davos - hatte Rapperswil in dieser Saison gleich hoch gewonnen. Kloten kann damit definitiv die Playouts planen, auch die letzte rechnerische Chance ist dahin. Unter Simpson hat man in 17 Spielen nur gerade 17 Punkte geholt, unter seinem Vorgänger Felix Hollenstein in 31 Partien immerhin 38.

ZSC gewinnt Spitzenkampf in Davos

Eine Woche vor dem Start der Playoffs sind die ZSC Lions in Topform. Nach dem 3:1 gegen den damaligen Leader Bern und dem 5:0 in Ambri gewannen sie innerhalb von sechs Tagen zum dritten Mal in Folge mehr als souverän - und dies trotz zahlreicher Verletzten. Von den letzten sieben Partien verlor das Team von Trainer Marc Crawford nur gerade noch einmal.

Morris Trachsler (23.) und Ryan Shannon (50.) erzielten die beiden Treffer für die Zürcher. Tyler Redenbach erzielte in der 35. Minute bei seinem Debüt für den HCD den zwischenzeitlichen Ausgleich. Der neu engagierte Kanadier lenkte den Puck nach einem Schuss von Dick Axelsson allerdings ohne eigenes Zutun ab.

Davos musste einen grossen Aufwand betreiben, um gegen den stilsicheren Leader, der in dieser Saison fünf der sechs Direktduelle gegen den HCD gewann, überhaupt zu Chancen zu kommen. Defensiv überzeugten die ZSC Lions restlos. Und im Spiel gegen vorne kreierten die Löwen immer wieder gefährliche Angriffe.

Die Lions steigen im Kampf um den Qualifikationssieg mit einer Reserve von drei Punkten auf das zweitklassierte Bern in die letzten beiden Runden.

Ambri-Piotta - Zug 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)

4268 Zuschauer. - SR Prugger/Vinnerborg, Kohler/Küng. - Tore: 3. Bianchi (Stucki) 1:0. 39. (38:07) Duca (Bianchi) 2:0. 39. (38:42) Ramholt (Suri) 2:1. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 6mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Giroux; Bouchard.

Lausanne - Biel 3:2 (1:0, 0:1, 1:1, 0:0) n.P.

7158 Zuschauer. - SR Koch/Wiegand, Kovacs/Wüst. - Tore: 5. St. Pierre (Herren) 1:0. 21. (20:40) Arlbrandt (Olausson) 1:1. 50. Genoway 2:1. 59. Rossi (Arlbrandt, Haas/Ausschluss Philippe Rytz) 2:2. - Penaltyschiessen: Herren 1:0, Haas; St. Pierre-, Kamber-; Déruns-, Olausson-; Conz-, Arlbrandt-; Miéville-, Spylo-. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lausanne, 2mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Louhivaara; Arlbrandt.

Lugano - Bern 3:1 (1:0, 0:1, 2:0)

5226 Zuschauer. - SR Eichmann/Mollard, Espinoza/Tscherrig. - Tore: 12. Andersson (Simek/Ausschluss Joensuu) 1:0. 21. (20:15) Holloway (Blum, Ritchie/Ausschluss Kienzle) 1:1. 42. Klasen 2:1. 46. Pettersson (Klasen, Simek/Ausschlüsse Jobin, Gerber) 3:1. - Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Lugano, 10mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Pettersson; Plüss.

(pst/si)

Erstellt: 20.02.2015, 22:26 Uhr

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