Zug mit intakten Chancen, Biel mit grossem Sieg

Der EVZ holt in der Champions League ein 1:1 im Hinspiel gegen Mountfield, die Seeländer überraschen mit einem Sieg bei Favorit Frölunda.

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Wie im Achtelfinal gegen Tappara Tampere beendet der EV Zug auch das Viertelfinal-Hinspiel mit einem Unentschieden. Die Zentralschweizer erreichen bei Mountfield Hradec Kralove ein 1:1 und schaffen sich so eine gute Ausgangslage für das Rückspiel vom kommenden Dienstag in der Bossard Arena. Die Zuger hatten die Partie schon früh in die gewünschten Bahnen gelenkt, Dario Simion entwischte in der 5. Minute mit einem magistralen Pass von Captain Rafael Diaz und vollendete souverän per Backhand. Über weite Strecken gelang Zug eine gute Defensivleistung, vor allem im zweiten Drittel gestanden sie dem Tabellen-Achten aus Tschechien kaum gefährliche Toraktionen zu. Und wenn dann doch einmal ein Puck durchkam, dann war da noch Luca Hollenstein.

Der 19-Jährige, der seit Wochen erfolgreich den verletzten Leonardo Genoni vertritt, überzeugte einmal mehr durch Ruhe und Abgeklärtheit. Und dies in seinem sechsten Spiel in Serie, geschlagen geben musste er sich nur einmal im Schlussdrittel bei einem Powerplaytreffer der Gastgeber. Folgerichtig wurde Hollenstein zum besten Zuger gewählt. Insgesamt zeigten die Zuger eine solidarische Leistung, und steckten die Absenzen von Genoni, Sven Senteler, Livio Stadler, Erik Thorell und Fabian Schnyder sehr gut weg.

Biels Exploit in Göteborg

Biel ist im Viertelfinal-Hinspiel der Champions Hockey League ein unverhoffter Auswärtserfolg gelungen. Die Seeländer siegten in Göteborg gegen die Frölunda Indians 3:2, und hätten um ein Haar sogar das perfekte Spiel abgeliefert. Zehn Minuten vor Spielende hatte Biel noch 3:0 geführt, anschliessend verkürzte aber der Sieger von drei der fünf bisherigen Austragungen noch zweimal. 13:3 lautete das Schussverhältnis nach dem ersten Drittel zugunsten der Schweden, im zweiten Abschnitt änderte sich an der Spielphysiognomie nicht allzu viel, die Seeländer steigerten sich aber auch noch punkto Effizienz.

Jason Fuchs erzielte den Führungstreffer und kurz nach Spielmitte doppelte Damien Brunner in seinem zweiten Spiel nach längerer Verletzungspause mit einem eiskalt vollstreckten Konter nach. Und als in der Startminute des Schlussdrittels Marc-Antoine Pouliot auf 3:0 erhöhte, zweifelte das Team aus Göteborg endgültig. Das Rückspiel wird am kommenden Dienstag um 19.45 Uhr in der Tissot Arena von Biel angepfiffen.

Knappe Heimniederlage für Lausanne

Auch Lausanne muss seine Halbfinalträume noch nicht begraben. Für die Waadtländer wird die Aufgabe nach dem 1:2 im Heimspiel gegen Lulea aus Schweden allerdings enorm schwierig. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für das Team von Ville Peltonen erzielte Josh Jooris 25 Sekunden vor Ende des Mittelabschnitts. Im Schlussdrittel dauerte es dann nur 67 Sekunden, bis die Nordschweden erneut vorlegten. Sie erwiesen sich damit erneut als Knacknuss und gestalteten auch den dritten Vergleich mit einem Schweizer Spitzenteam innert weniger Wochen erfolgreich, im Achtelfinal hatten sie Meister Bern mit dem Gesamtskore von 7:2 eliminiert.

Mountfield Hradec Kralove - Zug 1:1 (0:1, 0:0, 1:0)
2503 Zuschauer. - SR Sjöqvist/Öhlund (SWE), Brejcha/Svoboda (CZE). - Tore: 5. Simion (Diaz) 0:1. 45. Vincour (Smolenak, Chalupa/Ausschluss Klingberg) 1:1.
Zug: Hollenstein; Schlumpf, Zgraggen; Diaz, Thiry; Alatalo, Zryd; Morant; Klingberg, Lindberg, Zehnder; Martschini, Kovar, Hofmann; Simion, McIntyre, Meyer; Leuenberger, Albrecht, Langenegger.

Frölunda Göteborg - Biel 2:3 (0:0, 0:2, 2:1)
SR Sir/Hejduk (CZE), Lundgren/Nyqvist (SWE). - Tore: 25. Fuchs (Salmela/Ausschluss Rosseli-Olsen) 0:1. 34. Brunner (Kreis) 0:2. 41. Pouliot (Rajala, Moser) 0:3. 51. Lasu (Carlsson, Grönlund) 1:3. 54. Mustonen (Moverare) 2:3.
Biel: Hiller; Salmela, Ulmer; Moser, Rathgeb; Sataric, Kreis; Neuenschwander; Rajala, Pouliot, Ullström; Künzle, Cunti, Brunner; Kessler, Fuchs, Schneider; Schläpfer, Gustafsson, Kohler; Wüest.

Lausanne - Lulea 1:2 (0:0, 1:1, 0:1)
3232 Zuschauer. - SR Piechaczek/Rantala (GER/FIN), Kovacs/Progin (SUI). - Tore: 12. Kovacs (Sellgren, Ilomäki/Ausschluss Jeffrey) 0:1. 40. (39:35) Jooris (Genazzi, Emmerton/Ausschluss Larsson) 1:1. 42. Kovacs (Sellgren, Sondell) 1:2.
Lausanne: Boltshauser; Heldner, Junland; Lindbohm, Frick; Genazzi, Grossmann; Nodari, Oejdemark; Bertschy, Jeffrey, Herren; Moy, Emmerton, Vermin; Traber, Jooris, Kenins; Roberts, Froidevaux, Leone.


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Erstellt: 03.12.2019, 21:03 Uhr

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