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Ambühl ist an der WM nicht dabei

Nationaltrainer Patrick Fischer hat das erste Aufgebot für den WM-Countdown erlassen. Eine Teamstütze aus Davos wird der Schweiz fehlen.

Leistungsträger fällt aus: Andres Ambühl wird dem Nationalteam in Dänemark fehlen. (28. Februar 2018)
Leistungsträger fällt aus: Andres Ambühl wird dem Nationalteam in Dänemark fehlen. (28. Februar 2018)
Peter Klaunzer, Keystone
Auf das Davoser Energiebündel (r.) ist in der Landesauswahl stets Verlass gewesen.
Auf das Davoser Energiebündel (r.) ist in der Landesauswahl stets Verlass gewesen.
Alexandra Wey, Keystone
Der Zuger Verteidiger Dominik Schlumpf (27) hat dem Nationalteam einen Korb gegeben; der Verband ist darob enttäuscht.
Der Zuger Verteidiger Dominik Schlumpf (27) hat dem Nationalteam einen Korb gegeben; der Verband ist darob enttäuscht.
Alexandra Wey, Keystone
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Wenn die Schweizer Eishockeyaner die A-WM in Dänemark bestreiten, wird ein Leistungsträger fehlen. Der Davoser Andres Ambühl spielt nicht mit. «Swiss Ice Hockey hat in Absprache mit dem HC Davos entschieden, ihm nach dieser langen Saison (inklusive Cupfinal, Champions Hockey League und Olympische Spiele) sowie einer Verletzung im Playoff-Viertelfinal, eine WM-Pause zu verschaffen», schreibt der Verband in einer Medienmitteilung.

Ausserdem wurde der Stürmer Mitte März wegen einer Schnittwunde am Fuss operiert, womit ohnehin ein Fragezeichen hinter ihm gestanden hätte. «Für den Moment ist es schade, dass er fehlt», sagte Raeto Raffainer, der Direktor der Nationalmannschaften. «Wir planen jedoch bis 2020 mit ihm. Es ist wichtig, dass er einen guten Sommer hat.» Der kämpferisch vorbildliche Bündner war bei den letzten 14 Weltmeisterschaften stets dabei.

Stephan und Du Bois treten zurück

Dem Nationalteam nicht mehr zur Verfügung stehen Tobias Stephan (70 Länderspiele) und Félicien Du Bois (124). Die beiden 34-Jährigen gehörten an den Winterspielen zur Schweizer Mannschaft. Allerdings kam Stephan in Südkorea als Torhüter Nummer 3 nie zum Einsatz. Du Bois war im Achtelfinal gegen Deutschland (1:2 n.V.) überzählig. Die zwei Routiniers begründeten ihren Entscheid damit, dass sie mehr Zeit für die Regeneration brauchen und sie sich künftig noch stärker auf ihre Vereine Zug respektive Davos fokussieren wollen. Stephan und Du Bois hätten es aber ohnehin schwer gehabt, es ins WM-Team zu schaffen.

Nationaltrainer Patrick Fischer bot für die erste Woche der WM-Vorbereitung mit zwei Torhütern, sechs Verteidigern und zwölf Stürmern ein schmales Kader auf. Mit Goalie Joren van Pottelberghe (Davos) sowie den Verteidigern Tobias Geisser (Zug) und Miro Zryd (SCL Tigers) figurieren drei Neulinge im Team, «die in Zukunft eine wichtige Rolle im Nationalmannschaftsprogramm spielen können» (Fischer).

Auch ohne Richard und Schlumpf

Captain Raphael Diaz (Zug) stösst in der zweiten Woche dazu. Nicht dabei ist hingegen Tanner Richard von Genève-Servette, der ein körperliches Problem hat. Auch den Genfer Goalie Robert Mayer hätte Fischer gerne aufgeboten, er fehlt allerdings ebenfalls wegen einer Verletzung. Eine Absage erhielt der Nationaltrainer vom Zuger Verteidiger und Olympia-Teilnehmer Dominik Schlumpf. «Wir sind darob enttäuscht», so Raffainer. «Das ist ein schlechtes Zeichen. Es wird sich zeigen, wie es mit ihm weitergeht.» Die Spieler seien in der Pflicht, auf das schlechte Resultat an den Winterspielen zu reagieren.

Das schmale Kader in der ersten Woche der WM-Vorbereitung begründete Raffainer damit, dass sie nicht gewissen Spielern Hoffnung auf eine WM-Teilnahme hätten machen wollen. «Wir wollten keine 'Füller' dabei haben.» Ausserdem sei dadurch die Intensität und die Belastung hoch.

Camp in Tschechien

Die Schweizer besammeln sich am Ostermontag in Kloten zum fünftägigen Trainingscamp mit zwei Tests in Pribram gegen Gastgeber Tschechien (4. und 5. April). Bis zum Schweizer WM-Start am 5. Mai in Kopenhagen stehen weitere sechs Länderspiele im Programm. Vier davon finden in der Schweiz statt: In La Chaux-de-Fonds (13. April) und Lausanne (15. April) ist Weissrussland der Gegner, in Langenthal (20. April) und Biasca (21. April) trifft die SIHF-Auswahl zweimal auf Norwegen. Danach folgt noch ein Trainingscamp in Riga mit zwei Partien gegen Lettland (26. und 27. April). Am 2. Mai reist die Mannschaft nach Kopenhagen.

Das erste Aufgebot für das Camp in Tschechien.Torhüter (2): Gilles Senn (HC Davos), Joren Van Pottelberghe (HC Davos).

Verteidiger (6): Lukas Frick (Lausanne HC), Tobias Geisser (EV Zug), Joël Genazzi (Lausanne HC), Romain Loeffel (Genève-Servette HC), Claude-Curdin Paschoud (HC Davos), Miro Zryd (SCL Tigers).

Stürmer (12): Yannick-Lennart Albrecht (SCL Tigers), Enzo Corvi (HC Davos), Dominic Lammer (EV Zug), Lino Martschini (EV Zug), Damien Riat (Genève-Servette HC), Matthias Rossi (HC Fribourg-Gottéron), Sven Ryser (Lausanne HC), Dario Simion (HC Davos), Reto Suri (EV Zug), Jöel Vermin (Lausanne HC), Samuel Walser (HC Davos), Jeremy Wick (Genève-Servette HC).

Das Nationalteam spielt am 4. und 5. April zweimal gegen Tschechien (jeweils um 17.00 Uhr in Pribram).

SDA/fal

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