Auston Matthews – die Nummer 1

Auston Matthews ist wie erwartet im NHL-Draft als erster Spieler gezogen worden. Der nächste Meilenstein in der Karriere des letztjährigen ZSC-Lions-Stars.

Der grosse Moment: Auston Matthews streift das traditionsreiche Jersey über.

Der grosse Moment: Auston Matthews streift das traditionsreiche Jersey über. Bild: Reuters

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Um 19 Uhr 19 Ortszeit hat das monatelange Warten endlich ein Ende. Im First Niagara Center von Buffalo tritt der Staff der Toronto Maple Leafs in globo auf die Bühne. Mark Hunter, der Director of Player Personnel macht es kurz und schmerzlos und verkündet, was alle in der ausverkauften Arena und Millionen in Nordamerika erwartet haben: «The Toronto Maple Leafs proudly select from Zurich, Switzerland, men's league, Auston Matthews.»

Nüchtern ausgesprochen, die Worte, ohne erkennbare Regung in der Stimme und doch voller Tragweite. Gerade im eishockeyverrückten Kanada. Der Junge aus der Wüste Arizonas - der erste amerikanische Nummer-1-Draft seit dem früheren Bieler Patrick Kane 2007 - soll die traditionsreiche Franchise zu altem Glanz und vielleicht auch in Bälde zum ersten Stanley-Cup-Triumph seit 1967 führen. Davon waren die Leafs zuletzt weit entfernt, in der vergangenen Saison waren sie das erfolgloseste Team der gesamten Liga. Für seine erste Saison werden ihm schon gute Chancen eingeräumt, als Center Nummer 2 zu starten, hinter Nazem Kadri. Im ersten Interview gab sich Matthews gewohnt bescheiden: «Es ist eine unglaubliche Ehre, für eine so traditionsreiche Organisation zu spielen, ein unglaubliches Gefühl.»


Das Lob von ex-Coach Crawford

Bereits vor dem Draft hatte Matthews Vorschusslorbeeren à discretion erhalten. Auch von seinem letztjährigen ZSC-Trainer Marc Crawford, der fortan in Ottawa als Assistent von ex-SCB-Coach Guy Boucher wirken wird: «Auston ist das ganze Paket. Offensiv ist er überagend und defensiv macht er enorme Fortschritte, ich denke, er wird sich zu einem Top-Center entwickeln, er hat alle Anlagen dazu. Zudem ist er trotz seines Ausnahmestatus sehr bescheiden geblieben, das ist eine ganz seltene Kombination.»

Keine Überraschung gab es auch auf der zweiten Position. Die Winnipeg Jets wählten den finnischen Flügel Patrik Laine (Tappara Tampere), der unlängst zum MVP der A-WM gewählt wurde. Auf Platz 3 wurde hingegen überraschend Pierre-Luc Dubois von den Columbus Blue Jackets gezogen.

Erstellt: 25.06.2016, 01:58 Uhr

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