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«Bärtschi ist die grösste Schweizer Stürmerhoffnung»

Sven Bärtschi hat mit seinem NHL-Debüt positiv überrascht. Eishockey-Experte und Scout Thomas Roost glaubt, dass der Langenthaler den Durchbruch in der besten Liga der Welt schaffen wird.

Der erste Treffer nach nur zwei Spielen, ein furchtloses und keckes Auftreten in der besten Liga der Welt – Sven Bärtschis Einstand in der National Hockey League (NHL) entzückt nicht nur den Anhang der Calgary Flames. Auch wenn der 19-jährige Oberaargauer früher oder später aus Reglementsgründen wieder zum Juniorenteam Portland Winterhawks zurückkehren muss, so hat er mit seinem Eindruck eine gute Basis für seine weitere Karriere in der NHL überhaupt gelegt. Teamkollegen äussersten sich lobend über den jungen Torschützen, der im Stile eines Routiniers gegen die Minnesota Wild zum 2:0 traf. Calgarys Flügel Curtis Glencross zeigte sich beeindruckt von der Szene, aber auch von seinem jungen Teammitglied: «Viele Junge würden einfach wieder aufs Tor schiessen. Er hatte aber Geduld, wartete, wog ab. Genau weil er so viel Geduld hat, ist er ein guter Spieler und wird es für lange Zeit auch bleiben.»

Auch Branchenkenner und Spielerbeobachter Thomas Roost zeigt sich vom Entwicklungsschub des Erstrundendrafts in den letzten zwölf Monaten angetan. «Noch vor einem Jahr hätte ich Nino Niederreiter von den New York Islanders als die grösste Schweizer Sturmhoffnung in der NHL eingestuft. Aus heutiger Sicht muss ich sagen: Diese Rolle nimmt Sven Bärtschi ein. Er hat enorme Fortschritte erzielt.» Dies erstaunt umso mehr, als dass der Berner in diesem langen Winter mit grossen Enttäuschungen fertigwerden musste. An der U20-WM erlitt er früh eine Hirnerschütterung und fehlte darauf der Auswahl von Swiss Ice Hockey sichtlich. Sowohl diese Verletzung als auch die Rückversetzung der Flames ins Juniorenteam zu Beginn der Saison steckte das Talent erstaunlich gut weg.

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