Biel besiegt ZSC – Bern verliert zum 4. Mal in Folge

Fünfter Sieg in Serie: Biel schlägt die ZSC Lions 5:2. Davos vergibt ein 0:2 und siegt trotzdem. Bern verliert zum vierten Mal in Serie.

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Vor einem Jahr hatten die Bieler unter Interimscoach Mike McNamara zu einer Siegesserie angesetzt. Nun scheint sich das Szenario nach der Entlassung McNamaras zu wiederholen. Denn seit der Kanadier nicht mehr Trainer ist, haben die Bieler nicht mehr verloren. Gleichwohl befindet sich der EHCB weiterhin auf Trainersuche.

Auch wenn das Resultat am Ende deutlich ausfiel, gegen die ZSC Lions kamen die Bieler zu einem schmeichelhaften Erfolg. Die Zürcher waren in den ersten 40 Minuten drückend überlegen und bauten erst nach dem vierten Gegentor, dem ersten Saisontreffer von Verteidiger Marco Maurer (47.), ab.

Biel zehrte lange von einer frühen 2:0-Führung: Beat Forster und Dominik Diem schossen Steineggers Mannschaft bis in die 6. Minute 2:0 in Front. Die ZSC Lions glichen die Partie zwar bis Spielmitte aus. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich schoss der Bieler PostFinance-Topskorer Marc-Antoine Pouliot sein Team aber wieder in Führung.

Dieses Mal gab Biel den Vorsprung aber nicht mehr preis - auch dank Torhüter Jonas Hiller, der eine ausserordentlich starke Partie zeigte.

Fribourg - Davos: Zweifache Wende

0:2 - 3:2 - 3:4. Die Partie zwischen Fribourg-Gottéron und Davos drehte zweimal komplett. Am Ende feierten die Bündner den vierten Auswärtssieg in Folge, überholten die Freiburger in der Tabelle und sind neu im 4. Rang klassiert. Bereits nach fünfeinhalb Minuten und Treffern von Andres Ambühl und Enzo Corvi lag Davos 2:0 vorne. Doch so schnell sie in Führung gingen, so schnell war der Vorsprung wieder verspielt. Kilian Mottet und Jonas Holös glichen noch im ersten Abschnitt mit zwei Toren innerhalb von zweieinhalb Minuten wieder aus.

Im zweiten Abschnitt verpasste es Fribourg, entscheidend davonzuziehen, nachdem Jim Slater im Powerplay seine Mannschaft erstmals in Führung geschossen hatte. So gelang dem HCD in einer schnellen und ausgeglichenen Partie noch einmal die Wende: Magnus Nygren gelang nur 23 Sekunden nach der zweiten Pause der Ausgleich. Den Siegtreffer schoss Dario Simion in der 45. Minute.

Auch mit einer guten Ausgangslage wie der Führung nach zwei Dritteln schafft es Fribourg immer wieder, gegen Davos zu verlieren. In den letzten 14 Duellen setzte sich Gottéron nur gerade dreimal durch

SCB gibt erneut Führung her

Der SC Bern brachte es erneut zustande, eine Partie zu verlieren, die er im Griff hatte und in der er scheinbar beruhigend geführt hatte. Beim 3:4 nach Verlängerung gegen Genève-Servette verlor der Leader zum vierten Mal in Folge. 3:1 lag der Schweizer Meister nach gut 32 Minuten vorne. Mit einem Treffer im Powerplay durch Gaëtan Haas (12.) sowie durch Tore der beiden Rückkehrer Marc Kämpf (15.) und Luca Hischier (33.) hatte Bern aus einem 0:1-Rückstand eine 3:1-Führung herausgespielt. Aber wie bereits in den Heimspielen gegen die SCL Tigers (3:5 nach 3:0) und Biel (4:5 n.P. nach 3:0) reichte dies dem Tabellenführer nicht zum Sieg.

Nachdem Nick Spaling in der 47. Minute den Anschlusstreffer erzielt hatte, war Servette die bessere Mannschaft. Nur drei Minuten später glich Romain Loeffel aus, und in der Verlängerung staubte Henrik Tömmernes nach einem Schuss von Tanner Richard zum Zusatzpunkt ab. Tömmernes war nicht nur wegen seiner dreier Skorerpunkte der auffälligste Spieler bei den Genfern.

Servette verteidigte damit seinen Platz oberhalb des Strichs mit dem vierten Spieg im fünften Spiel erfolgreich. Und gegen den SCB feierten die Genfer im dritten Duell den bereits zweiten Erfolg in dieser Saison.

Seltener Sieg für Lausanne in Lugano

Lausanne feierte erst den dritten Sieg in Lugano seit Einführung der Statistik. Die Waadtländer gewannen 5:3. Lugano und Lausanne lieferten den 5478 Zuschauern eine unterhaltsame Partie. Wie bereits beim 6:4-Heimsieg der Bianconeri Ende Oktober ging der LHC dreimal in Führung. Nach dem 4:3 für die Gäste, das Doppeltorschütze Etienne Froidevaux in der 46. Minute erzielte, war es dann aber vorbei mit den Parallelitäten. 198 Sekunden später erhöhte Sven Ryser mit seinem zehnten Saisontor auf 5:3. Dazwischen war Dario Bürgler aus aussichtsreicher Position am Lausanner Keeper Sandro Zurkirchen gescheitert.

Drei der sieben Tore fielen zwischen der 37. und der 39. Minute. Zunächst glich Damien Brunner zum 2:2 aus. Der von einer Schulterverletzung genesene Schweizer Internationale traf in seinem zweiten Saisonspiel zum ersten Mal, nachdem er schon beim 1:0 von Gregory Hofmann (8.), der auch beim 3:3 (39.) erfolgreich war, seinen Stock im Spiel gehabt hatte. Nur 33 Sekunden nach dem 2:2 reüssierte Froidevaux zum ersten Mal an diesem Abend.

Es war für Lausanne erst der siebente Sieg gegen Lugano, seit die Statistik geführt wird. Ausserdem feierten die Waadtländer erst den fünften Auswärtserfolg in dieser Saison. Derweil ging für die Luganesi eine vier Partien dauernde Siegesserie zu Ende. 33 Sekunden später brachte Etienne Froidevaux den LHC zum zweiten Mal in Führung.

Zug bezwingt Ambri erneut

Zug feierte den vierten Sieg in Serie gegen Ambri-Piotta. Die Zentralschweizer siegten auswärts 3:1. Das entscheidende 2:1 erzielte Verteidiger Raphael Diaz nach genau 46 Minuten im Powerplay. Der Captain der Schweizer Nationalmannschaft traf zum ersten Mal überhaupt in dieser Saison. Beim ersten Versuch scheiterte der vor dem Tor völlig allein gelassene Diaz noch, ehe der Puck nochmals zu ihm kam und er seine Flaute doch noch beendete. 40 Sekunden vor dem Ende machte Garrett Roe mit einem Schuss ins leere Gehäuse zum 3:1 alles klar.

Die Niederlage war für Ambri insofern ärgerlich, als die Leventiner ab der 39. Minute während zwei Minuten in doppelter Überzahl spielen durften. Sie verpassten es jedoch, das 2:1 zu erzielen. Das rächte sich. Zudem bekundete das Heimteam Pech, das PostFinance-Topskorer Matt D'Agostini in der 48. Minute am Pfosten scheiterte.

In der 27. Minute hatte der Kanadier das Visier besser eingestellt und EVZ-Goalie Tobias Stephan im Powerplay mit einem «Hammer» zum 1:1 bezwungen. Der Ausgleich fiel 167 Sekunden nach dem 0:1 von Sandro Forrer, der nach einem Fehler von Ambris Verteidiger Igor Jelovac seinen ersten Treffer in der National League schoss.

Biel - ZSC Lions 5:2 (2:1, 1:1, 2:0) 4759 Zuschauer. - SR Müller/Wehrli, Kovacs/Stuber. Tore: 2. Forster 1:0. 6. Diem (Pouliot) 2:0. 19. Herzog 2:1. 32. Geering 2:2. 35. Pouliot (Diem) 3:2. 47. Maurer 4:2. 60. (59:02) Micflikier (Tschantré) 5:2 (ins leere Tor). Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Biel, 2mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions. PostFinance-Topskorer: Pouliot; Pettersson. Biel: Hiller; Lofquist, Maurer; Dufner, Steiner; Forster, Jecker; Fey, Kreis; Pedretti, Neuenschwander, Schmutz; Joggi, Fabian Sutter, Wetzel; Diem, Pouliot, Rajala; Micflikier, Fuchs, Tschantré. ZSC Lions: Schlegel; Dave Sutter, Geering; Karrer, Seger; Guerra, Phil Baltisberger; Wick, Korpikoski, Chris Baltisberger; Pettersson, Sjögren, Pestoni; Künzle, Schäppi, Herzog; Kenins, Prassl, Miranda. Bemerkungen: Biel ohne Fabian Lüthi, Nussbaumer (beide verletzt) und Earl (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Blindenbacher, Klein, Nilsson, Shore, Flüeler, Suter und Marti (alle verletzt). Lattenschuss Neuenschwander (40.). Pfostenschuss Rajala (59.). Timeouts Biel (30.) und ZSC Lions (57:42). ZSC Lions von 57:42 bis 59:02 ohne Torhüter.

Fribourg-Gottéron - Davos 3:4 (2:2, 1:0, 0:2) 6079 Zuschauer. - SR Erard/Mollard, Altmann/Borga. Tore: 2. Ambühl (Marc Wieser) 0:1. 6. Corvi 0:2. 12. Mottet 1:2. 14. Holös (Marchon) 2:2. 29. Slater (Holös, Mottet/Ausschluss Du Bois) 3:2. 41. (40:23) Nygren (Eggenberger) 3:3. 45. Simion 3:4. Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 3mal 2 Minuten gegen Davos. PostFinance-Topskorer: Bykow; Little. Fribourg-Gottéron: Brust; Kienzle, Stalder; Holös, Chavaillaz; Glauser, Abplanalp; Kühni; Rossi, Bykow, Marchon; Meunier, Slater, Mottet; Fritsche, Rivera, Vauclair; Neuenschwander, Schmutz, Chiquet. Davos: van Pottelberghe; Du Bois, Jung; Nygren, Aeschlimann; Schneeberger, Paschoud; Heldner, Grossniklaus; Rödin, Corvi, Little; Marc Wieser, Ambühl, Eggenberger; Sciaroni, Egli, Dino Wieser; Simion, Walser, Jörg.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Cervenka, Rathgeb, Schilt, Sprunger (alle verletzt) und Birner (krank), Davos ohne Kessler, Kousal, Lindgren (alle verletzt) und Portmann (krank). Timeouts Davos (34.) und Fribourg-Gottéron (60.). Fribourg-Gottéron ab 59:05 ohne Torhüter.

Bern - Genève-Servette 3:4 (2:1, 1:0, 0:2, 0:1) n.V. 15'225 Zuschauer. - SR Koch/Massy, Gurtner/Obwegeser. Tore: 2. Simek (Tömmernes) 0:1. 12. Haas (Raymond, Bodenmann/Ausschluss Jacquemet) 1:1. 15. Kämpf (Heim, Randegger) 2:1. 33. Hischier (Heim) 3:1. 47. Spaling (da Costa, Tömmernes) 3:2. 50. Loeffel (Riat) 3:3. 61. (60:46) Tömmernes (Richard) 3:4. Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Bern, 2mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. PostFinance-Topskorer: Ebbett; Richard. Bern: Genoni; Untersander, Blum; Andersson, Gerber; Kamerzin, Krueger; Burren; Berger, Ebbett, Morin; Bodenmann, Arcobello, Hischier; Raymond, Haas, Scherwey; Kämpf, Heim, Randegger. Genève-Servette: Mayer; Vukovic, Fransson; Petschenig, Tömmernes; Bezina, Loeffel; Jacquemet; Wick, Rubin, Riat; da Costa, Richard, Spaling; Schweri, Romy, Simek; Traber, Heinimann, Mercier; Holdener. Bemerkungen: Bern ohne Pyörälä, Moser (beide verletzt), Rüfenacht (gesperrt) und Noreau (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Gerbe, Hasani, Antonietti, Almond und Rod (alle verletzt). 500. NLA-Spiele von Bodenmann und Randegger.

Lugano - Lausanne 3:5 (1:2, 2:1, 0:2) 5478 Zuschauer. - SR Dipietro/Stricker, Castelli/Küng. Tore: 8. Hofmann (Fazzini, Brunner/Ausschluss Froidevaux) 1:0. 11. Vermin 1:1. 18. Jeffrey (Genazzi, Vermin) 1:2. 37. (36:20) Brunner (Ausschluss Pesonen) 2:2. 37. (36:53) Froidevaux (Zangger, Pesonen) 2:3. 39. Hofmann (Fazzini, Ronchetti) 3:3. 46. Froidevaux (Genazzi) 3:4. 49. Ryser (Pesonen) 3:5. Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 Minuten gegen Lausanne. PostFinance-Topskorer: Fazzini; Jeffrey. Lugano: Merzlikins; Sanguinetti, Vauclair; Chiesa, Riva; Ronchetti, Sartori; Kparghai; Hofmann, Lajunen, Bürgler; Klasen, Lapierre, Fazzini; Bertaggia, Sannitz, Brunner; Morini, Romanenghi, Walker; Reuille. Lausanne: Zurkirchen; Junland, Borlat; Genazzi, Fischer; Schelling, Frick; Vermin, Jeffrey, Danielsson; Zangger, Froidevaux, Pesonen; Ryser, Miéville, Herren; Kneubuehler, In-Albon, Conz. Bemerkungen: Lugano ohne Furrer, Cunti, Wellinger und Ulmer. Lausanne ohne Walsky, Gobbi, Trutmann, Nodari (alle verletzt) und Huet (nicht aufgeboten). Pfostenschüsse: 2. Pesonen, Sanguinetti. - Lugano von 57:50 bis 58:30 und ab 58:36 ohne Goalie. - Timeout Lugano (58.).

Ambri-Piotta - Zug 1:3 (0:0, 1:1, 0:2) 4723 Zuschauer. - SR Eichmann/Urban, Bürgi/Progin. Tore: 25. Forrer (Kast) 0:1. 27. D'Agostini (Plastino/Ausschluss Kast) 1:1. 46. Diaz (Ausschluss Fora) 1:2. 60. (59:40) Roe (McIntyre/Strafe angezeigt) 1:3 (ins leere Tor). Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 6mal 2 Minuten gegen Zug. PostFinance-Topskorer: D'Agostini; Roe. Ambri-Piotta: Conz; Plastino, Zgraggen; Ngoy, Jelovac; Fora, Collenberg; Moor; Incir, Kostner, Bianchi; Guggisberg, Emmerton, Zwerger; D'Agostini, Müller, Kubalik; Lauper, Goi, Berthon; Lhotak. Zug: Stephan; Thiry, Alatalo; Diaz, Morant; Fohrler, Leeger; Oejdemark; Lammer, Roe, Stalberg; Klingberg, McIntyre, Suri; Schnyder, Diem, Zehnder; Haberstich, Kast, Forrer. Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Taffe (überzähliger Ausländer), Gautschi, Stucki, Pinana und Trisconi. Zug ohne Schlumpf, Geisser, Martschini, Helbling, Grossmann und Senteler (alle verletzt). - Pfostenschüsse: 48. D'Agostini, 56. Alatalo. - Ambri von 58:54 bis 59:20 ohne Goalie. - Timeout Ambri (59:03). (jul/SDA)

Erstellt: 08.12.2017, 19:14 Uhr

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