Boltshausers Comeback war nicht genug

Trotz starkem Rückkehrer im Tor verliert Kloten in Lausanne 2:3 nach Penaltyschiessen.

Entscheidung im 7. Anlauf: Lausannes Junland beim Penalty gegen Luca Boltshauser.

Entscheidung im 7. Anlauf: Lausannes Junland beim Penalty gegen Luca Boltshauser. Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone

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Über zwei Monate ist es her, dass Luca Boltshauser letztmals im Klotener Tor stand – gestern war es wieder so weit. Und einen besseren Stresstest als dieses Spiel in Lausanne konnte er sich und seinem Knie kaum zumuten. 65 Minuten Spielzeit, total 33 Paraden, dazu sechs gewonnene Duelle im Penaltyschiessen. Erst der siebte Lausanner Abschluss sorgte für die Entscheidung: Topskorer Jonas Junland traf ansatzlos aus dem Handgelenk zum 3:2.

Das mochte die Unterländer schmerzen, weil sie ihrerseits in allen sieben Anläufen an Cristobal Huet gescheitert waren – es wäre also noch mehr drin ­gewesen als der eine Punkt. Aber ein Sieg wäre ein gar grosszügiger Lohn ­gewesen für einen Abend, an dem dem beim EHC offensiv wenig zusammenpasste. Und ohne den starken Rückkehrer im Tor und eine Doublette von Drew Shore hätte die Klotener Niederlage schon viel früher festgestanden.

Das Schussverhältins war das eine: Allein in den 60 regulären Spielminuten verzeichneten die Waadtländer mehr als doppelt so viele Abschlussversuche wie die Zürcher (32:15). Das andere waren die Strafen – Praplans ungestümer Einsatz in der offensiven Zone ist nur ein Beispiel –, mit denen sich die Klotener ohne Not selbst in Rücklage brachten.

Nyffeler verlängert – und wird nach Davos ausgeliehen

So war es kein Zufall, dass Kloten dank Solo-Efforts ins Spiel zurückkam: Shores 15. Saisontreffer im Mitteldrittel bedeute den 1:2-Anschlusstreffer, der die Hoffnung wieder belebte. Der Handgelenkschuss des ganz allein gelassenen Amerikaners segelte an der Fanghand von Huet vorbei zum 1:2-Anschlusstreffer ins Netz. Drei ­Minuten später liess Shore Nummer 16 folgen: wieder per Handgelenk, diesmal im Powerplay. Die beiden Treffer von Lausannes Joël Genazzi waren damit wettgemacht, mehr kam in den verbleibenden dreissig Minuten nicht mehr. Auch dank Boltshauser, der mehrfach brillant stoppte. ­Klotens 7. Niederlage in 8 Auswärtsspielen gegen die Waadtländer seit deren Aufstieg konnte aber auch er nicht verhindern.

Hinter den Kulissen sorgten die Goalies ebenfalls für Bewegung. So wurde eine Lösung für Melvin Nyffeler gefunden, der mit Boltshausers Rückkehr vorerst kaum Aussichten auf Einsätze in Kloten hat. Der Vertrag mit dem 21-jährigen Volketswiler wäre am Mittwoch ausgelaufen, nun wurde er bis Ende ­Januar verlängert – wobei Nyffeler vom 1. Dezember bis zum 9. Januar an Davos ausgeliehen wird. Wegen des Spengler-Cups steht der HCD vor einer Zusatz­belastung, zudem fehlt den Bündnern in dieser Zeit mit Joren van Pottelberghe (U-20-WM) einer ihrer beiden Stamm­torhüter.

Für Kloten geht es heute gegen die SCL Tigers darum, nach den Penaltyschiessen im Cup und in Lausanne ­wieder einen Erfolg nach 60 Minuten zu feiern. Ein besonderes Spiel steht in jedem Fall bevor: Michael Liniger, der Langnauer mit neunjähriger Vergangenheit in Kloten und inzwischen Stürmer bei den GCK Lions, wird gegen seinen Stammverein offiziell verabschiedet. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 25.11.2016, 23:13 Uhr

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