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«Das ist keine vierte Linie mehr»

Mit Mike Künzle hat beim ZSC einmal mehr ein Spieler aus der vierten Linie ein Spiel entschieden.

Reingewürgt: Mike Künzle erzielt das Tor des Abends.
Reingewürgt: Mike Künzle erzielt das Tor des Abends.
Alessandro Crinari, Keystone

Mike Künzle wird zum Schluss plötzlich zu einer Art begehrtem Star. Dabei spielt er «bloss» im vierten Block des ZSC. Und verlässt zudem die Zürcher Ende Saison Richtung Biel wohl mangels Perspektiven im breiten Kader der Lions.

Doch Künzle hat zum Auftakt des Finals zum dritten Mal hintereinander im Playoff ein Tor erzielt. Und weil der ZSC in Lugano 1:0 gewann, wurde er zum Matchwinner. Es war kein wirklich schöner Treffer. Künzle würgte den Puck per Abpraller im grossen Chaos vor dem Tessiner Tor irgendwie ins Tornetz. Es war ein so typischer Treffer für seine Linie, die durch die beiden jungen Stürmer Raphael Prassl und Marco Miranda ergänzt wird.

Mike Künzles entscheidendes Tor. (Video: Tamedia/SRF)

Kossmanns Kreation nach dem ersten Zug-Spiel

«Wir spielen einfach, wir machen nichts Kompliziertes, wir bringen Energie.» Es sind Worte, die oft gehört werden im Playoff, die Künzle da sagt. Doch seine Linie spricht nicht nur davon , sie setzt das Gesagte in Taten um. Und entzückt damit ihren Coach: «Das ist für mich keine vierte Linie mehr. Sondern einfach eine gute Linie, die Druck macht», sagt Hans Kossmann.

Das Trio kreierte er nach dem allerersten Playoff-Spiel, dem 1:4 in Zug im Viertelfinal. Einer Partie, in der Künzle nicht mittun durfte, er überzählig war. Seither hat Kossmann die Drei kaum mehr getrennt. «Ich hatte mit Mike gute Gespräche geführt», sagt der ZSC-Trainer. «Ich sagte ihm, dass er seinen Platz in der Aufstellung finden muss. Wir hatten ja drei Linien, die bereits passten.»

Ein seltenes Trio entscheidet das Spiel

Auch Linie 4 passt nun bestens. Sie ärgerte zunächst Zug, sie nervte gewaltig den SCB. Und nun entschied einer der Drei aus diesem Trio auch noch das erste Finalspiel in Lugano. Neben Künzle standen beim Tor allerdings dieses Mal nicht Prassl und Miranda auf dem Eis, sondern der überragende Pius Suter sowie der wieder einmal (wenn auch nur als 13. Stürmer) eingesetzte Inti Pestoni – es war also ein Trio, das sonst so nicht vorgesehen war und im weiteren Verlauf so gar nie aufs Eis kam.

Es passt zu Kossmann, der sich im Playoff öfter über sein goldenes Händchen freuen darf. Künzles Streich erlaubte ihm sogar kurz Humor auf eigene Kosten: «Es beweist das schlechte Coaching. Ich müsste Künzle viel öfter aufs Eis schicken …»

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