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Das Kunststück von Adler Déruns

Der Nationalstürmer von Servette verblüffte im vierten Playoff-Final mit einem magischen Treffer, der zum 3:2 gegen den SC Bern führte. Der freche Trick dürfte im Internet weltweit Beachtung finden.

Der Vorkämpfer der Genfer hatte schon zum 2:2 getroffen. In der 43. Minute gelang ihm im Powerplay aber ein Tor, das man im Schweizer Eishockey in einem solch wichtigen Match wohl noch nie gesehen hat. Thomas Déruns hob hinter dem Tor des starken Marco Bührers den Puck auf seine Stockschaufe und dann über die Schulter des SCB-Goalies ins Lattenkreuz - ein Hursarenstück der besonderen Art. Nicht nur Bührer und die Berner waren (zunächst) verblüfft, auch die Experten schüttelten über das dreiste Vorgehen den Kopf. Die Genfer Fans dagegen waren euphorisiert, genau so wie der bullige Stürmer aus Neuenburg. Solche Treffer sieht man gelegentlich auf Youtube, nicht aber zwischen Buchs SG und St-Julien GE.

Er habe das früher in La Chaux-de-Fonds geübt, erklärte Déruns, der die Topskorerwertung in den Playoffs mit 9 Goals und 15 Assists in 17 Partien anführt. Richtig glücklich bei seinen Interviews gegenüber den TV-Kameras des Landes war der 28-jährige Jurassier jedoch nicht. Denn das Duell ging 3:4 nach Verlängerung verloren, der SCB führt in dieser knackigen Playoff-Finalserie mit 3:1 Siegen und hat jetzt drei Matchpucks. Allerdings: Dieses Duell steckt voller Überraschungen. Das werden sich auch Chris McSorleys Adler sagen. Und was das sagenhafte 3:2 vom Samstagabend in der Les-Vernets-Halle angeht, so wird der Schweizer Internationale im Internet wenigstens seine Berühmtheit erlangen.

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