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Biel scheitert bitter, Zug und Lausanne klar

Der EHC Biel muss das Out in der Champions Hockey League in der Verlängerung einstecken. Zug und Lausanne sind chancenlos.

Das war Dramatik pur in Biel: Die Seeländer führten vier Minuten vor Ende noch 3:2.
Das war Dramatik pur in Biel: Die Seeländer führten vier Minuten vor Ende noch 3:2.
Urs Lindt/freshfocus
Doch Frölunda steckte nicht auf, schoss innert 19 Sekunden zwei Treffer und rettete sich dank des 4:3 in die Verlängerung.
Doch Frölunda steckte nicht auf, schoss innert 19 Sekunden zwei Treffer und rettete sich dank des 4:3 in die Verlängerung.
Urs Lindt/freshfocus
Nach dem 1:2 in Lausanne verlor der LHC auch das Rückspiel in Schweden, dieses Mal 2:5.
Nach dem 1:2 in Lausanne verlor der LHC auch das Rückspiel in Schweden, dieses Mal 2:5.
Simon Eliasson/Bildbyran/freshfocus
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Am Ende blieb dem EHC Biel nur der Frust. 3:5 unterlagen die Seeländer in der Verlängerung Frölunda, womit sie den Einzug in den Halbfinal der Champions Hockey League verpassen. Der EHCB verlangte den Göteborgern, die als bestes europäisches Team ausserhalb der KHL gelten, über zwei Spiele alles ab. Und letztlich scheiterte er mit viel Drama.

Denn in der Schlussphase ging es drunter und drüber. Erst brachten Marc-Antoine Pouliot (53.) und Peter Schneider (57.) den EHC Biel 3:2 in Front, womit die Halbfinal-Qualifikation sicher gestanden wäre. Die 5592 Zuschauer feierten bereits ausgelassen, aber sie machten die Rechnung ohne die Schweden. Denn Coach Roger Rönnberg beorderte rund vier Minuten vor Schluss seinen Goalie Johan Mattsson zu Gunsten eines sechsten Feldspielers aus dem Kasten – und Patrik Carlsson traf tatsächlich zum Ausgleich. Und 19 Sekunden später erzielte Theodor Lennström das 4:3, egalisierte damit das Skore in dieser Viertelfinal-Serie nach dem 3:2-Sieg Biels im Hinspiel.

In der Verlängerung stand dann zunächst wieder die Equipe Antti Törmänens näher am Sieg. Doch dann musste Yannick Rathgeb wegen eines Beinstellens auf die Strafbank. Und als die Schweden im Powerplay gleich reihenweise am erneut starken Jonas Hiller scheiterten, zog Rönnberg sein letztes Ass aus dem Ärmel. Er nahm ein Time-Out. Und ein paar Sekunden später war es erneut Carlsson, der mitten ins Bieler Herz traf.

Acht fatale Zuger Minuten

Der EV Zug hat die gute Ausgangslage aus dem Viertelfinal-Hinspiel der Champions Hockey League nicht genützt. Nach dem 1:1 bei den Tschechen von Mountfield Hradec Kralove mussten die Zentralschweizer im Rückspiel gleich mit einem letztlich diskussionslosen 0:4 vom Eis der Bossard-Arena.

In der Schlussphase spielten die Zuger sogar sechs Minuten mit sechs Feldspielern, es fiel aber nicht einmal mehr der Ehrentreffer, stattdessen gelang den Gästen noch ein «empty netter». Fatal war die erste Hälfte des Mitteldrittels, als der EVZ innert acht Minuten drei Gegentreffer einstecken musste, wie schon mehrfach in dieser Saison fehlte nach einem Minustor plötzlich temporär die Ordnung. Zweimal war die Paradeformation um Jan Kovar und Lino Martschini auf dem Eis, beim dritten Minustor verbüsste Oscar Lindberg eine Strafe wegen Bandenchecks, und auch die wichtigen Paraden von Leonardo Genoni wurden vermisst.

Den Zugern wurde auch zum Verhängnis, dass sie im ersten Drittel eine Vielzahl von guten Torchancen ausliessen, die klarsten hatten Dario Simion und Yannick Zehnder jeweils im Powerplay, das Schussverhältnis betrug 9:3. Für die Zuger geht damit die bisher beste europäische Saison abrupt zu Ende.

Das Lausanner Wunder bleibt aus

Lausanne hat das kleine Eishockey-Wunder nicht vollbracht. Im Viertelfinal-Rückspiel der Champions Hockey League unterlagen die Waadtländer bei Lulea 2:5 und schieden damit mit dem Gesamtskore von 3:7 aus.

Die Partie hatte für Ville Peltonens Team beim nordschwedischen Bezwinger von Meister Bern optimal begonnen, Joel Vermin erzielte nach 195 Sekunden mit einem Shorthander den Führungstreffer. Weil aber noch beim selben Ausschluss gegen Robin Grossmann der Ausgleich fiel, war der Vorsprung sofort wieder zunichte. Zwei Treffer von Noel Gunler bis zur 43. Minute sorgten dann für klare Verhältnisse.

Peltonen versuchte alles, beorderte sogar acht Minuten vor Spielende Goalie Tobias Stephan zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers auf die Bank. «All in», würde man beim Pokern sagen, aber die Rechnung ging nicht auf, Sondell erhöhte auf 4:1. Cody Almonds Treffer zwei Minuten vor Spielende war dann aber nur noch Resultatkosmetik.

Biel - Frölunda Indians 3:5 (0:2, 1:0, 2:2, 0:1) n.V. 5592 Zuschauer. - SR Pesina/Jerabek (CZE), Kovacs/Progin (SUI). Tore: 4. Lasch (Gormley/Ausschluss Kreis) 0:1. 16. Lundqvist (Friberg) 0:2. 31. Ulmer (Gustafsson) 1:2. 53. Pouliot (Rajala) 2:2. 57. (56:02) Schneider (Cunti/Ausschluss Fagemo) 3:2. 58. (57:10) Carlsson (Lasch) 3:3 (ohne Torhüter). 58. (57:29) Lennström (Friberg) 3:4. 66. (65:53) Carlsson (Ausschluss Rathgeb) 3:5. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Biel, 3mal 2 Minuten gegen Frölunda Indians. Biel: Hiller; Salmela, Sataric; Kreis, Moser; Rathgeb, Forster; Ullström, Pouliot, Rajala; Brunner, Cunti, Künzle; Schneider, Fuchs, Neuenschwander; Kohler, Gustafsson, Ulmer. Frölunda Indians: Mattsson; Moverare, Ekbom; Lennström, Stollery; Grönlund, Gormley; Printz, Stalberg; Mustonen, Lundqvist, Friberg; Carlsson, Sundström, Fagemo; Peterson, Hjalmarsson, Lasch; Söderblom, Lasu, Rakhshani.

Zug - Mountfield Hradec Kralove 0:4 (0:0, 0:3, 0:1) 4450 Zuschauer. - SR Björk/Nord (SWE); Kaderli/Schlegel. Tore: 23. Koukal (Nedomlel) 0:1. 28. Smolenak 0:2. 30. Pavlik (Ausschluss Lindberg) 0:3. 59. Chalupa (Smolenak) 0:4 (ins leere Tor). - Strafen: 1mal 2 plus 5 Minuten (Albrecht) plus Spieldauer (Albrecht) gegen Zug, 4mal 2 plus 5 Minuten (Klima) plus Spieldauer (Klima) gegen Mountfield Hradec Kralove. Zug: Genoni; Diaz, Morant; Thiry, Alatalo; Schlumpf, Zgraggen; Zryd; Klingberg, Lindberg, Zehnder; Hofmann, Kovar, Martschini; Oehen, McIntyre, Simion; Albrecht, Langenegger. Mountfield Hradec Kralove: Mazanek; Zamorsky, Linhart; Pavlik, Salda; Nedomlel, Rosandic; Cap; Vincour, Klima, Cerveny; Smolenak, Cingel, Chalupa; Jergl, Koukal, Pavlik; Rakos, Kubik, Miskar; Pilar. Bemerkungen: Zug ohne Hollenstein (krank). - Timeout Zug (57.).

Lulea - Lausanne 5:2 (2:1, 0:0, 3:1) 2895 Zuschauer. - SR Brännare/Kaukokari (FIN/FIN), Yletyinen/Sandström (SWE/SWE). Tore: 4. (3:15) Vermin (Jooris/Ausschluss Grossmann!) 0:1. 4. (3:58) Brännström (Olausson, Gustavsson/Ausschluss Grossmann) 1:1. 18. Gunler 2:1. 43. Gunler (Lundqvist, Connolly/Ausschluss Jooris) 3:1. 54. Sondell (Berglund) 4:1 (ins leere Tor). 58. Almond (Bertschy/Ausschluss Engsund) 4:2 (Lausanne ohne Torhüter). 60. (59:43) Farley (Fabricius) 5:2 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lulea, 5mal 2 Minuten gegen Lausanne. Lulea: Rautio; Lundkvist, Gustavsson; Sondell, Sellgren; Jalvanti, Engsund; Johansson; Gunler, Connolly, Olausson; Einar Emanuelsson, Tyrväinen, Kovacs; Larsson, Ilomäki, Brännström; Widing, Fabricius, Berglund; Farley. Lausanne: Stephan; Lindbohm, Frick; Heldner, Junland; Genazzi, Grossmann; Nodari; Bertschy, Jeffrey, Vermin; Moy, Emmerton, Herren; Almond, Jooris, Kenins; Roberts, Traber, Froidevaux; Leone. Bemerkungen: 51:59 Timeout Lausanne, anschliessend bis 53:01 sowie von 56:30 bis 57:38 sowie von 58:21 bis 59:43 ohne Torhüter.

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