Das letzte Aufgebot reichte nicht

Kloten verliert das Verfolgerduell in Olten 2:5 und verpasst den Sprung auf Platz 2 der Swiss League.

Nicholas Steiner (l.) und der EHC Kloten haben gegen Olten das Nachsehen. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus)

Nicholas Steiner (l.) und der EHC Kloten haben gegen Olten das Nachsehen. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus)

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Die Nachrichten waren vor dem Match nicht gut, und sie wurden während des Spiels nicht besser: Zu den verletzten Patrick Obrist und Ryan MacMurchy gesellte sich auch noch Lauri Tukonen (Adduktoren), dazu meldeten sich Adrian Wetli und Adrian Brunner krank ab. Das bedeutete schon einmal, dass die zwei Klotener Verteidiger Serge Weber und Alain Bircher wieder als Stürmer antreten mussten. Und als dann Romano Lemm nach 10 Minuten verletzt in die Garderobe ging, wurde auch noch aus Philippe Seydoux ein (Verlegenheits-)Angreifer.

Dass dieses letzte Klotener Aufgebot in Olten nur eine Chance haben würde, wenn alle optimal spielen würden, war klar. Aber es waren nicht alle in der besten Verfassung, um dem Ansturm Oltens entgegenzuhalten. So wurde dieser Match, der eigentlich spannend hätte sein sollen, zu einer zu einseitigen Angelegenheit. Kloten machte aus seinen Chancen zu wenig, vor allem das Überzahlspiel geriet zu wenig gefährlich. Und es würde auch mit zu wenig Überzeugung ausgeführt.

Vier Strafen im ersten Drittel waren zu viele, Olten nützte deren zwei, schoss später das 3:0, als eine Strafe angezeigt war, schnürte zwischendurch die Klotener Verlegenheits-Sturmlinie gefühlte zwei Minuten ein und traf zum 4:0. Ganz und Marchon zwölf Sekunden vor Schluss erzielten die Klotener Tore.

Ajoie die Nummer 1

Die Anhänger Oltens konnten an diesem Abend, an dem der Club sein 85-jähriges Bestehen feierte, jubeln und klatschen. Ihren Lieblingen gelang vieles, durfte vieles gelingen. Von den vier Duellen mit Kloten hat Olten drei gewonnen. Kloten gewann in Olten Anfang Dezember 5:2, als Jussi Jokinen zum letzten Mal für die Zürcher spielte. Der Finne hatte übrigens gestern seine Saisonpremiere in der finnischen Liiga. Das Stadion war ausverkauft, mit Oulun Kärpät siegte Jokinen gegen Vaasa Sport gleich 7:1 - der 35-jährige liess sich drei Skorerpunkte notieren. Oulu ist souveräner Leader.

In der Swiss League ist die Entscheidung um Platz 1 noch nicht gefallen, Ajoie hat schon einen Match mehr ausgetragen als die Konkurrenz. Die Jurassier stehen bei 88 Zählern und spielen zu hause noch gegen La Chaux-de-Fonds und in Langenthal. Olten liegt mit 83 Punkten auf Platz 2, Kloten und La Chaux-de-Fonds folgen dahinter - mit fünf Punkten Vorsprung auf Rang 5 (Langenthal und Visp). Vor der entscheidenden Woche folgt jetzt zuerst eine Woche Pause. Kloten spielt danach in La Chaux-de-Fonds, zu hause gegen Langenthal und zum Abschluss in Winterthur.

Erstellt: 02.02.2019, 23:03 Uhr

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