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«Das Meisterspiel schaute ich im Bus neben der Resega»

Ein neues Kapitel: Inti Pestoni in Davos.

Inti Pestoni, Sie haben den Sommer 2018 nicht mit Ihrem neuen Club Davos, sondern mit einem Spezialtraining begonnen: Nur Sie und Fitnesstrainer Janosch Nietlispach. Die Folge der vergangenen zwei Jahre in Zürich?

Wie war dieses Training?

Aber kein Teamsportler trainiert gerne alleine …

Aber?

Vielleicht erinnern Sie sich noch: Vor Jahren sagten Sie in einem Interview, Ihr Albtraum in der Kindheit sei gewesen, stets von Bergen herunterzufallen …

… nun wechseln Sie in die Berge, zum HC Davos.

Der HC Davos ist in einem extremen Umbruch. Sehr viele gestandene Spieler gingen, viele neue Leute kamen - vor allem unerfahrene und junge. Was erwarten Sie von Ihrem neuen Club?

«Wir alle wissen, wie es ist, wenn Arno sein Ding durchzieht.»

Sie haben ein persönlich schwieriges Jahr in Zürich hinter sich. Dasselbe gilt für die von Kloten gekommenen Lukas Stoop und Thierry Bader sowie die vom SC Bern verpflichteten Luca Hischier und Dario Meyer. Quasi fünf wütende Neue, die es allen zeigen wollen …

Und Sie selber?

War es das nicht?

War es das Härteste, das Meisterspiel des ZSC in Lugano auf der Tribüne schauen?

Im Bus?

Sie waren im Playoff am Ende überzählig. Fühlten Sie sich bei der Feier dennoch als Teil der Meistermannschaft?

Sie nennen sich also auch «Schweizer Meister»?

«Ich fühlte mich schon als Teil des Meisters. Aber nicht ganz zu 100 Prozent. Ich kann für mich ja nicht sagen, ich hätte der Mannschaft geholfen, den Titel zu gewinnen.»

Ist es für neue Spieler in Zürich schwieriger, Fuss zu fassen? Auch Ihr Tessiner Kollege Samuel Guerra hatte seine liebe Mühe in den letzten zwei Jahren, blühte eigentlich erst im Playoff 2018 auf …

Sie sprechen kein Deutsch?

War das ein Problem?

War es dennoch nicht ein Fehler, nicht schneller die Sprache zu lernen?

Aus sportlicher Optik bleibt aber auch dieser Eindruck: Am Ende hatten Sie beim ZSC mit Hans Wallson und Hans Kossmann zwei Trainer, die nicht immer auf Sie setzten. Was lief schief?

Und dann, als Wallson entlassen wurde, kam Kossmann …

«Es passierte so vieles in meinem Leben, nachdem ich nach Zürich kam. Ich wurde zum Beispiel Vater. Auch darum wird Zürich für den Rest meines Lebens immer eine spezielle Bedeutung haben.»

Haben Sie mit Kossmann darüber gesprochen?

Und ein paar Partien später, nach dem ersten Viertelfinalspiel in Zug, waren Sie überzählig …

Haben Sie sich nie hinterfragt?

Sie werden mit Davos nach Zürich und Ambri zurückkehren. Was wird spezieller sein?

Sie werden sich in Zürich wohl zusammennehmen müssen, um nicht zu viel zu wollen ...

Ihr Abgang in Zürich war nicht schön, Ihnen wurde mitgeteilt, die dritte und letzte Vertragssaison bei GCK in der Swiss League spielen zu müssen, falls Sie bleiben würden.

Sind Sie schon bereit, auf Ihre Zeit in Zürich auch positiv zurückzublicken?

Wie finden Sie nun Ihr Selbstvertrauen wieder?

Trainer Del Curto sagt aber auch klar: Sie müssen ein Leader in diesem jungen HC Davos sein.

«Ich kann bei Andres Ambühl abschauen. Er ist für mich einer der besten Spieler überhaupt, um ein Leader zu sein.»

Kurz nach Ihrer Ankunft in Davos sprachen Sie davon, wieder der alte Inti Pestoni zu werden, wieder Ihr Spiel spielen zu wollen. Beschreiben Sie den «alten Inti Pestoni»!

Das ist ein guter Weg, um Ihren neuen Trainer in den Wahnsinn zu treiben: Passen, passen, passen statt schiessen …

Sie wuchsen in Ambri auf, in diesem kleinen Dorf. Gibt es Parallelen zu Davos?

Ambri war keine Option für Sie?

«Ich bin ein grosser Neymar-Fan. Ich liebe auch Gattuso oder Behrami. Aber ich mag, ‹Fun-Stuff› zu sehen. Darum Neymar. Auch wenn er hin und wieder zu oft zu Boden geht.»

Obwohl Sie ein «Kind der Valascia» sind: Sie entschieden sich erst spät für Eishockey, gegen Fussball.

Bereuen Sie den Entscheid?