Das sind die besten Eishockeyspieler der Liga

Tamedia-Umfrage: Die Trainer und Captains der National-League-Teams haben die wertvollsten Spieler gewählt.

Dominik Kubalik erhielt dreimal so viele Stimmen wie der Zweitplatzierte. (Bild: Keystone/Urs Flueeler)

Dominik Kubalik erhielt dreimal so viele Stimmen wie der Zweitplatzierte. (Bild: Keystone/Urs Flueeler)

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«Englisch, bitte – wie Sie wissen, bin ich Tscheche.» Natürlich weiss das Dutzend Reporter, das den schlaksigen jungen Mann umringt, wo Dominik Kubalik herkommt. Der böhmische Flügel hat sich diese Saison ja nachhaltig präsentiert in der Schweizer Liga, wurde Topskorer und schoss öfter aufs Tor als jeder andere. Logisch, dreht sich alles um ihn, als Sponsor Postfinance am Mittwoch die produktivsten Stürmer der National League versammelt. Eindruck gemacht hat Kubalik aber auch bei der Konkurrenz. Die Coachs und Captains der National League wählten den 23-Jährigen mit überwältigendem Mehr zum besten Stürmer und zum MVP – zum wertvollsten Spieler des Landes.

Zum 16. Mal führte Tamedia ihre grosse Umfrage durch, doch ein so klares Ergebnis gab es noch nie. Nur vier Spieler er­hielten überhaupt Voten als MVP – und Kubaliks 18 Stimmen sind dreimal so viele, wie Grégory Hofmann (Lugano), Leonardo Genoni (Bern) und Harri Pesonen (SCL Tigers) zusammen schafften. Letzte Saison reichten schon 4 Stimmen zum Titel, in den vier Jahren davor 8 oder 9.

«Bedeutet mir viel»

In den Augen der Konkurrenz ist Kubalik damit der wichtigste Mann, der auf dem Eis dafür sorgte, dass Ambri erstmals seit fünf Jahren wieder im Playoff steht. Der Stürmer, als erster Ambri-Spieler und erster Tscheche MVP, freut sich sehr über die Anerkennung. «Dass sie von den Trainern und Spielern der Gegner kommt, macht sie noch spezieller und ­bedeutet mir viel.»

Dabei dürfte es bis auf weiteres das letzte Mal sein, dass der Tscheche sich bei hiesigen Konkurrenten bedankt. Mit seinen Leistungen weckte er in Übersee Interesse: Die Chicago Blackhawks erwarben kürzlich seine NHL-Rechte, dass Kubalik ab Herbst sein drittes Vertragsjahr mit Ambri bestreitet, kann als äusserst unwahrscheinlich gelten. Das Playoff, der persönliche Erfolg, das Lob von allen Seiten: All das schmeckt dieser Tage auch nach Abschied.

Doch Kubaliks Erben stehen bereit. Im Sog des Flügels blühte etwa sein 25-jähriger Center Marco Müller so sehr auf, dass ihn die Coachs und Captains zum Aufsteiger des Jahres kürten. Nach Luganos Luca Fazzini letztes Jahr ging diese Auszeichnung damit erneut ins Tessin.

Genonis Berner Hattrick

Alles andere als ein neues Gesicht ist dagegen der beste Goalie der Liga. Zum dritten Mal in Serie heisst er Leonardo Genoni – seit er bei Bern das Tor hütet, hält er diesen Titel. Für den SCB geht die Dominanz der beiden letzten Jahre damit gedämpft weiter. Bloss dass diesmal der MVP-Titel fehlt, den zuletzt ­Andrew Ebbett und Mark Arcobello errungen hatten. In den ­All-Star-Teams ist der Qualifikationssieger dennoch bestens vertreten. Neben Genoni schafften es Arcobello sowie Calle Andersson in den besten Block der Liga. Andersson triumphierte haarscharf gegenüber Lausannes Jonas Junland – den Ausschlag gab, dass der Berner bei der Wahl zum besten Verteidiger mehr Stimmen erhielt.

Als Sieger fühlen kann sich auch der EV Zug. Besonders als künftiger. Wenn im Sommer ­Genoni sowie Grégory Hofmann aus Lugano zum EVZ stossen, stellen die Zentralschweizer zwei Drittel des aktuellen Schweizer All-Star-Teams. Ganz anders beim abtretenden Meister ZSC nach seiner mise­rablen Qualifikation. Drei mickrige Voten fürs Schweizer All-Star-Team, nur ein einziger Ausländer in ­irgendeiner Sparte überhaupt mit einer Stimme – einer einzigen bloss. Pikanterweise sah ausgerechnet der Captain von Servette, das die Zürcher aus dem Playoff bugsierte, ZSC-Kanadier Maxim Noreau als All-Star.

Wie die verschiedenen Stimmen verteilt wurden (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.03.2019, 07:28 Uhr

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