Bittere Niederlage für die ZSC Lions

Der Schweizer Meister kommt nicht wie gewünscht aus den Startlöchern: Gegen die SCL Tigers präsentieren sich die ZSC Lions in einer schlechten Verfassung und verlieren 1:4.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In die Partie starteten die ZSC Lions eigentlich gut. Doch nachdem Nils Berger in der 7. Minute das 1:0 für die Langnauer geschossen hatte, passte im Spiel der Zürcher nicht mehr viel zusammen. Bis zum Ende gelang dem Team von Trainer Serge Aubin keine Reaktion mehr - auch weil die Langnauer defensiv überzeugten. Auch Aubins Massnahmen, ein Timeout (12.) und ein Torhüter-Wechsel nach dem ersten Drittel (Niklas Schlegel für Lukas Flüeler), brachten nichts.

Die SCL Tigers auf der anderen Seite mussten sich höchstens vorwerfen lassen, dass sie die Entscheidung nicht schon im ersten Drittel herbeiführten. Denn nach Samuel Ernis 2:0 (10.) stürmte Chris DiDomenico solo auf Flüeler los (12.) und auch Aaron Gagnon besass noch eine Topchance (14.). Die Entscheidung mit dem 3:0 gelang Langnau schliesslich 22 Sekunden vor der zweiten Pause, als Larri Leeger den von der Strafbank kommenden Harri Pesonen ideal bediente. Der frühere Lausanner schoss seinen ersten Treffer im Trikot von Langnau.

Bereits in der letzten Saison hatten die SCL Tigers drei der sechs Duelle gegen die ZSC Lions für sich entschieden.

SCB bezwingt Lugano

In Bern hingegen klappte alles wie am Schnürchen. Nach drei Spielen hat Berns Torhüter Leonardo Genoni bereits zwei Shutouts auf seinem Konto. Beim 4:0 gegen Lugano wurde der Ende Saison zu Zug abwandernde Keeper kaum einmal geprüft.

Bern dominierte Lugano klar, was sich auch im Schussverhältnis deutlich widerspiegelte (40:21). Nur weil der Qualifikationssieger der letzten Saison im Abschluss sündigte, blieb die Partie zumindest bis zum 2:0 (37.) durch Tristan Scherwey spannend. Seine ersten beiden Treffer in dieser Saison schoss der Amerikaner Mark Arcobello, zuerst zum 1:0 (11.) und später auch noch zum 3:0 (54.).

Erster Sieg für Davos

Auch die Davoser konnten am 3. Spieltag brillieren. Der HCD feierte den ersten Saisonsieg. Das Team von Trainer Arno Del Curto gewann das Duell zweier zuvor punkteloser Teams gegen Aufsteiger Rapperswil-Jona Lakers vor heimischem Publikum 2:0.

Schlechtester Start von Fribourg

Fribourg-Gottéron verliert beim 3:6 zuhause gegen Zug auch seine dritte Partie in dieser Saison. Noch schlechter sind die Freiburger letztmals 2005 in die Saison gestartet.

Derweil Zug in Frühform ist und seinen dritten Sieg im dritten Spiel feierte, kommt Gottéron nicht wirklich in die Gänge. Nach den Derby-Niederlagen gegen Lausanne (1:5) und in Genf gegen Servette (1:3) hatten die Freiburger auch gegen den EVZ das Nachsehen. Nach 13 Minuten lagen sie 0:2 zurück. Erst im Schlussdrittel, als sie 1:4 in Rückstand geraten waren, wehrten sie sich gegen die Niederlage.

Lausanne gewinnt Derby

Lausanne setzt sich im Léman-Derby gegen Genève-Servette 4:2 durch. Die Tore vom 2:2 zum 4:2 erzielt der neue Kanadier Torrey Mitchell.

Souveräner Auswärtssieg

Der EHC Biel weist auch nach drei Meisterschaftsspielen eine makellose Bilanz auf. Die Seeländer gewinnen bei Ambri-Piotta 5:1. Die mit viel Selbstvertrauen ins Tessin gereisten Bieler übernahmen gleich das Zepter und gingen bis zur 12. Minute verdient 2:0 in Führung.

Beim ersten Treffer (9.) degradierte der Finne Toni Rajala Ambris Verteidiger zu Statisten, das zweite Tor wurde Neuzugang Damien Brunner gegeben, der im Powerplay einen Schuss von Kevin Fey abgelenkt haben soll. Die Gäste liessen sich auch durch den Anschlusstreffer von Matt D'Agostini (19.) nicht aus der Ruhe bringen, vielmehr erhöhten Fabian Lüthi (24.) und erneut Rajala mit einer weiteren schönen Einzelaktion im zweiten Drittel auf 4:1 (34.). Für den Schlusspunkt zeichnete Damien Riat (56.) verantwortlich.

ZSC Lions - SCL Tigers 8203 Zuschauer. SR Eichmann/Koch, Fuchs/Wolf Tore: 7. Nils Berger (Rüegsegger) 0:1. 10. Erni (Rüegsegger) 0:2. 40. (39:38) Pesonen (Leeger, Pascal Berger) 0:3. 53. (52:05) Lardi (Gagnon) 0:4. 54. (53:31) Bachofner (Prassl) 1:4. Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 2mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers. PostFinance-Topskorer: Noreau; Glauser. ZSC Lions: Flüeler (21. Schlegel); Sutter, Berni; Klein, Phil Baltisberger; Marti, Noreau, Karrer; Wick, Suter, Hollenstein; Bodenmann, Shore, Chris Baltisberger; Schäppi, Sigrist, Brüschweiler; Bachofner, Prassl, Miranda; Miranda. SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Blaser; Lardi, Erni; Cadonau, Huguenin; Leeger; Kuonen, Johansson, Pesonen; DiDomenico, Gustafsson, Neukom; Rüegsegger, Diem, Nils Berger; Pascal Berger, Gagnon, Dostoinov; Melnalksnis. Bemerkungen: ZSC Lions ohne Pettersson (gesperrt), Nilsson, Cervenka, Geering, Herzog (alle verletzt) und Blindenbacher (überzählig), SCL Tigers ohne Nüssli, Peter (beide verletzt) und Elo (überzähliger Ausländer). Timeout ZSC Lions (12.).

SC Bern - HC Lugano 16'025 Zuschauer. - SR Tscherrig/Lemelin, Obwegeser/Wüst. Tore: 11. Arcobello (Almquist, Untersander) 1:0. 37. Scherwey (Haas, Rüfenacht) 2:0. 54. Arcobello (Moser) 3:0. 60. (59:24) Gerber 4:0 (ins leere Tor). Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Bern, 5mal 2 Minuten gegen Lugano. PostFinance-Topskorer: Ebbett; Lapierre. Bern: Genoni; Untersander, Almquist; Krueger, Blum; Andersson, Gerber; Kamerzin, Burren; Bieber, Arcobello, Moser; Sciaroni, Haas, Scherwey; Rüfenacht, Ebbett, Mursak; Berger, Heim, Grassi. Lugano: Merzlikins; Loeffel, Wellinger; Jecker, Chorney; Ulmer, Ronchetti; Riva, Vauclair; Walker, Sannitz, Jörg; Lajunen, Lapierre, Hofmann; Fazzini, Morini, Reuille; Bürgler, Romanenghi, Bertaggia. Bemerkungen: Bern ohne Kämpf, Lugano ohne Sartori, Cunti, Klasen (alle verletzt) und Chiesa (Swiss League/Biasca). Wellinger verletzt ausgeschieden (12.). Pfostenschuss Haas (37.). Lugano von 57:35 bis 59:24 ohne Torhüter.

Davos - Lakers 3271 Zuschauer. SR Stricker/Hebeisen, Castelli/Cattaneo. Tore: 4. Corvi (Pestoni, Dino Wieser) 1:0. 36. Prince (Paschoud) 2:0. Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers. PostFinance-Topskorer: Pestoni; Gähler. Davos: Lindbäck; Du Bois, Jung; Nygren, Paschoud; Heldner, Payr; Stoop; Pestoni, Corvi, Dino Wieser; Marc Wieser, Lindgren, Prince; Meyer, Aeschlimann, Bader; Egli, Ambühl, Hischier; Kessler. Rapperswil-Jona: Nyffeler; Helbling, Gähler; Gilroy, Berger; Hächler, Maier; Iglesias, Schmuckli; Aulin, Schlagenhauf, Casutt; Wellman, Knelsen, Profico; Schweri, Mason, Mosimann; Brem, Ness, Rizzello. Bemerkungen: Davos ohne Sandell (überzähliger Ausländer), Barandun, Weder und Portmann. Rapperswil-Jona ohne Spiller (alle verletzt). - Lakers ab 57:41 ohne Goalie. - Timeout Rapperswil-Jona (58:35).

Ambri-Piotta - Biel 4315 Zuschauer. SR Oggier/Urban, Altmann/Rebetez. Tore: 9. Rajala (Sataric/Ausschlüsse Ngoy; Schmutz) 0:1. 12. Brunner (Fey, Diem/Ausschluss D'Agostini) 0:2. 19. D'Agostini (Dotti) 1:2. 24. Lüthi (Schmutz) 1:3. 34. Rajala (Tschantré) 1:4. 56. Riat (Künzle, Diem) 1:5. Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 3mal 2 Minuten gegen Biel. PostFinance-Topskorer: Kubalik; Earl. Ambri-Piotta: Conz/Manzato (ab 34.); Plastino, Guerra; Ngoy, Dotti; Kienzle, Fischer; Pinana; Trisconi, Kostner, Bianchi; D'Agostini, Novotny, Zwerger; Hofer, Müller, Kubalik; Lauper, Goi, Incir; Mazzolini. Biel: Hiller; Egli, Salmela; Fey, Dufner; Moser, Maurer; Sataric; Tschantré, Fuchs, Rajala; Hügli, Earl, Brunner; Riat, Diem, Künzle; Schmutz, Neuenschwander, Lüthi; Tanner. Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Lerg und Moor. Biel ohne Forster, Kreis (alle verletzt), Pouliot (überzähliger Ausländer/Vater geworden) und Pedretti (gesperrt).

Fribourg-Gottéron - Zug 5402 Zuschauer. SR Müller/Salonen, Duarte/Borga. Tore: 8. Albrecht (Suri, Morant) 0:1. 14. Klingberg (Roe, Stalberg/Ausschlüsse Abplanalp, Schilt) 0:2. 16. Mottet (Bykow) 1:2. 32. Alatalo (Lammer/Ausschluss Vauclair) 1:3. 43. Diaz 1:4. 49. (48:27) Marchon (Abplanalp) 2:4. 50 (49:58) Vauclair (Miller) 3:4. 54. Simion (Roe) 3:5. 60. (59:07) Stalberg 3:6 (ins leere Tor). Strafen: je 3mal 2 Minuten. PostFinance-Topskorer: Walser; Zryd. Fribourg-Gottéron: Berra; Stalder, Furrer; Holös, Chavaillaz; Schneeberger, Schilt; Abplanalp; Miller, Slater, Mottet; Sprunger, Bykow, Birner; Rossi, Walser, Marchon; Holdener, Schmutz, Vauclair; Marco Forrer. Zug: Aeschlimann; Thiry, Alatalo; Diaz, Stadler; Zgraggen, Zryd; Morant; Lammer, Roe, Stalberg; Klingberg, Albrecht, Suri; Martschini, Leuenberger, Simion; Schnyder, Senteler, Haberstich; Widerström. Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Meunier, Zug ohne McIntyre, Schlumpf und Fohrler (alle verletzt). Pfostenschuss Schilt (39.). Timeouts Zug (30.) und Fribourg-Gottéron (54./Coaches Challenge). Fribourg-Gottéron von 57:08 bis 59:07 ohne Torhüter.

Lausanne - Genève-Servette 6333 Zuschauer. SR Wiegand/Massy, Bürgi/Kovacs. Tore: 5. Herren (Jeffrey, Junland/Ausschluss Bouma) 1:0. 9. Junland (Benjamin Antonietti) 2:0. 11. Jacquemet 2:1. 19. Rod (Jacquemet, Douay/Ausschluss Traber) 2:2. 50. Mitchell (Bertschy, Vermin) 3:2. 59. Mitchell (Vermin, Bertschy) 4:2 (ins leere Tor). Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lausanne, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. PostFinance-Topskorer: Vermin; Almond. Lausanne: Zurkirchen; Genazzi, Lindbohm; Junland, Grossmann; Nodari, Frick; Borlat; Vermin, Mitchell, Bertschy; Kenins, Jeffrey, Herren; Benjamin Antonietti, Froidevaux, Zangger; Traber, In-Albon, Leone. Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Vukovic, Fransson; Eliot Antonietti, Mercier; Petschenig; Wick, Almond, Bouma; Rubin, Richard, Bozon; Simek, Berthon, Rod; Fritsche, Kast, Douay. Bemerkungen: Genève-Servette ohne Lazarevs, Maillard, Wingels (alle verletzt), Romy (abwesend/persönliche Gründe) und Bezina (überzählig). - Bouma nach dem ersten Drittel verletzt ausgeschieden. - Genève-Servette von 58:16 bis 58:57 ohne Goalie. (sda)

Erstellt: 25.09.2018, 19:35 Uhr

Artikel zum Thema

Der Mann, der die Langeweile verhindert

Chris DiDomenico gastiert heute mit den SCL Tigers im Hallenstadion – der Kanadier ist eine streitbare Person. Mehr...

Pius Suters hektischer Tag

Der Zürcher Stürmer war ein wichtiges Puzzleteil beim ZSC-Sieg in Rapperswil-Jona. Trotz persönlichem Fehlstart. Mehr...

Schiedsrichter: «Es war ein klarer Fehlentscheid»

Die neue «Goalieregel» im Eishockey sorgt für grosse Diskussionen. Referee Andreas Koch bedauert seinen Fehler. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Die Welt in Bildern

Glücksfänger: Spärlich bekleidete Männer versuchen im Saidaiji Tempel im japanischen Okyama einen vom Priester in die Menge geworfenen Stab, den «Shingi», zu ergattern. (15. Feburar 2020)
(Bild: Kim Kyung-Hoon ) Mehr...