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Davos schlägt sich gegen Trinec selbst

Der Gastgeber startet mit einer Enttäuschung in sein Heimturnier. Der HCD verliert gegen den tschechischen Meister am Ende deutlich 1:4.

Auftaktniederlage für den HCD: Lange sah es nach Verlängerung aus, doch dann machen die Davoser Fehler.
Auftaktniederlage für den HCD: Lange sah es nach Verlängerung aus, doch dann machen die Davoser Fehler.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Das Spiel beginnt munter. Beide Teams spielen mit offenem Visier und es gibt Chancen sowohl Hüben wie Drüben.
Das Spiel beginnt munter. Beide Teams spielen mit offenem Visier und es gibt Chancen sowohl Hüben wie Drüben.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Die Schlussminuten sind dann aber zum Vergessen. Es reihen sich Fehler an Fehler im Davoser Spiel und das nutzt der tschechische Meister aus. Am Ende verliert der HCD sogar mit 1:4.
Die Schlussminuten sind dann aber zum Vergessen. Es reihen sich Fehler an Fehler im Davoser Spiel und das nutzt der tschechische Meister aus. Am Ende verliert der HCD sogar mit 1:4.
Melanie Duchene, Keystone
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Bislang blieb der HC Davos in dieser Saison von einer grösseren Absenzenliste verschont. Doch ausgerechnet auf den Spengler-Cup hat sich dies geändert, der Gastgeber musste bei seinem Startspiel auf sechs etablierte Kräfte verzichten.

Dino und Marc Wieser, Claude Paschoud sowie Perttu Lindgren sind verletzt, Fabrice Herzog und Dario Meyer an einem Magen-Darm-Virus erkrankt. Ob dies eine Erklärung dafür ist, weshalb der HCD sehr verhalten in die Partie gegen den tschechischen Meister startete?

Kovarcik sagt danke

Vielleicht taten die Bündner sich aber auch einfach nur schwer mit dem enorm gut organisierten Gegner. Dass dann Otso Rantakari durch einen haarsträubenden Fehler in der 15. Minute den 0:1-Rückstand zu verantworten hatte (Ondrej Kovarcik sagte danke), gestaltete die Aufgabe für Davos ebenfalls nicht einfacher.

Immerhin gelang es dem Schweizer Rekordmeister, sich ab dem zweiten Drittel ein Chancenplus zu erarbeiten. Langnaus Harri Pesonen, einer der drei Davoser Verstärkungsspieler, sorgte dann in der 41. Minute für den längst fälligen Ausgleich.

Doch mit einem weiteren unnötigen Eigenfehler brachten sich die Bündner in der Schlussphase um die Früchte ihrer Arbeit. Die beiden Schweden Magnus Nygren und Mattias Tedenby agierten beim Puckmanagement in der eigenen Zone viel zu umständlich und risikoreich - Rostislav Martynek nahm diese Einladung an und markierte das entscheidende Tor. Am Ende kassierte Davos dann auch auch noch zwei Treffer ins verlassene Tor zum 1:4-Endstand.

SCB-Meistergoalie bringt Davos zur Verzweiflung

Ein Mann, dessen Qualitäten man in der Schweiz bestens kennt, half entscheidend mit, die Davoser zur Verzweiflung zu bringen. Goalie Jakub Stepanek, der den SC Bern 2016 zum Meistertitel führte, liess sich einzig vom finnischen Weltmeister Pesonen bezwingen. Und hatte wesentlichen Anteil daran, dass Trinec bei seiner zweiten Spengler-Cup-Teilnahme nach 2018 nun endlich den allerersten Sieg einfahren konnte.

Für den HCD ist der Sieg in der Gruppe Cattini dadurch in weite Ferne gerückt - Samstagabend (20.15 Uhr) geht es gegen das starke Team Canada weiter, das sein erstes Spiel gegen Trinec mit 4:1 gewinnen konnte.

Davos - Ocelari Trinec 1:4 (0:1, 0:0, 1:3)

6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Lemelin/Stricker (USA/SUI), Kovacs/Schischlo (SUI/RUS).

Tore: 15. Kovarcik (Martynek, Zahradnicek) 0:1. 41. (40:35) Pesonen (Kessler, Rantakari/Ausschluss Stransky) 1:1. 58. Martynek (Doudera, Kovarcik) 1:2. 59. Polansky (Chmielewski, Doudera) 1:3. 60. (59:59) Kovarcik 1:4 (ins leere Tor). Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen Trinec.

Davos: Van Pottelberghe; Nygren, Jung; Rantakari, Guerra; Stoop, Heynen; Barandun; Tedenby, Marc Aeschlimann, Pesonen; Wellman, Bader, Kristo; Kessler, Ambühl, Palushaj; Frehner, Kienzle.

Trinec: Stepanek; Gernat, Doudera; Musil, Galvins; Zahradnicek, Adamek; Hrachovsky; Dravecky Stransky, Marcinko; Michal Kovarcik, Martynek, Ondrej Kovarcik; Hrna, Szturc, Novotny; Adamsky, Polansky, Chmielewski; Kofron.

Bemerkungen: Davos ohne Paschoud, Lindgren, Dino und Marc Wieser sowie Hischier (alle verletzt), Herzog und Meyer (beide krank), Du Bois, Baumgartner und Corvi (geschont). - Pfosten: 60. Stransky. - Davos von 57:50 bis 58:34 sowie ab 58:51 ohne Torhüter.

SDA/mal

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