«Der italienische Goalie tut mir nicht leid»

In der Vorbereitung hatte Kevin Fiala Ladehemmungen. Doch zum WM-Start legt er los: Hattrick beim 9:0 gegen Italien.

Der erste Streich: Kevin Fiala erzielt das 1:0. (Video: SRF)

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«Es freut mich sehr für ihn», sagte Nationaltrainer Patrick Fischer zur Performance des 22-jährigen Flügelstürmers der Minnesota Wild. «In der Vorbereitung tat er sich noch etwas schwer und haderte noch ein wenig, doch heute ist er so richtig explodiert.» Besonders gefiel Fischer das sehenswerte 1:0 Fialas , das der Dosenöffner zum Kantersieg war: «Wie er da den Goalie vernaschte, da hat man Kevins grosse Klasse gesehen.»

Kevin Fiala, ein 9:0-Sieg und persönlich ein Hattrick. Besser kann ein WM-Start eigentlich nicht verlaufen, oder? Das ist so. Es war eine sehr überzeugende Mannschaftsleistung. Wir wollten unbedingt einen guten Start ins Turnier. Der ist uns gelungen, doch nun geht es am Sonntag weiter mit der Partie gegen Lettland, das ein besserer Gegner sein wird. Wir müssen da genau gleich auftreten, von Anfang an angreifen und das erste Tor anstreben.

Habt Ihr am Ende gegen Italien auf das «Stängeli» verzichtet, weil derjenige, der es schiesst, etwas bezahlen muss? Nein, nein, so ist es nicht. Wir haben wirklich alles gegeben, von Anfang an bis zum Schluss und ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft, dass sie es durchgezogen hat.

Tut einem da am Ende der italienische Goalie nicht sogar ein wenig leid? Ich weiss nicht recht, wie ich das beantworten soll. Wir betreiben hier Sport und wir wollen so viele Tore wie möglich schiessen und ein gutes Gefühl bekommen für den nächsten Match. Und deshalb tut mir der italienische Goalie eigentlich auch nicht leid.

Kam dieser Kantersieg durch das erste Tor so richtig ins Rollen? Das erste Tor ist immer wichtig. Wenn es dein Team ist, dem dieses gelingt, dann bekommst du einen Push. Und diesen Push bekamen wir heute und die Folge davon waren das 2:0 und 3:0, und danach haben wir es weiterhin schön durchgezogen.

60 Minuten, ohne Pause? Ich finde schon. Allerdings hatte Italien auch zwei, drei Chancen. Das müssen wir im Video dann nochmals anschauen.

Was hat Ihnen besonders gefallen? Dass wir nie aufgehört haben, Druck aufzusetzen, immer voll gingen, unser Forechecking betrieben, den Puck laufen liessen und auch vor dem eigenen Tor präsent waren, wenn die Italiener zu Chancen kamen.

Wie gross ist die Gefahr, wegen diesem 9:0-Sieg abzuheben? Das darf uns nicht passieren, und das haben wir auch besprochen. Es ist wichtig, dass wir immer genau gleich auftreten, unabhängig davon, ob wir zuvor hoch gewonnen haben oder was sonst geschehen ist.

Was erwarten Sie für ein Spiel gegen den nächsten Gegner Lettland? Wir haben in der WM-Vorbereitung zwei Mal gegen die Letten gespielt und dabei gesehen, dass sie ein sehr guter Gegner sind. Sie sind schnell, sie sind gross, robust und spielen auf den Körper. Es ist wichtig, dass wir wieder von Anfang an bereit sind. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 11.05.2019, 17:10 Uhr

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