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Der NHL-Topskorer veredelt die WM

Die Eishockey-WM in Dänemark ist dieses Jahr für einmal stärker besetzt, als es das Olympiaturnier war.

Dreimal gewann Patrick Kane mit den Chicago Blackhawks bereits den Stanley-Cup. Weil sein Club für einmal das Playoff nicht erreicht hat, nimmt der 29-Jährige zum erst zweiten Mal an einer WM teil, zehn Jahre nach seinem Debüt in Québec.
Dreimal gewann Patrick Kane mit den Chicago Blackhawks bereits den Stanley-Cup. Weil sein Club für einmal das Playoff nicht erreicht hat, nimmt der 29-Jährige zum erst zweiten Mal an einer WM teil, zehn Jahre nach seinem Debüt in Québec.
Jeff Haynes, Keystone
Der Amerikaner Kane ist einer von Nico Hischiers Vorgängern als Nummer-1-Draft und hat sich in der NHL als einer der besten und komplettesten Stürmer etabliert.
Der Amerikaner Kane ist einer von Nico Hischiers Vorgängern als Nummer-1-Draft und hat sich in der NHL als einer der besten und komplettesten Stürmer etabliert.
Jeffrey T. Barnes, Keystone
Wie Elias Pettersson spielt auch Nikita Gussew (noch) nicht in der NHL. Der 25-jährige Russe führte St. Petersburg vor einem Jahr zum Meistertitel in der KHL.
Wie Elias Pettersson spielt auch Nikita Gussew (noch) nicht in der NHL. Der 25-jährige Russe führte St. Petersburg vor einem Jahr zum Meistertitel in der KHL.
www.twitter.com/khl_eng
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Die Eishockey-WM findet jedes Jahr statt, was der Relevanz abträglich ist. Im Nachgang von Olympischen Spielen ist die Strahlkraft des Turniers zusätzlich beeinträchtigt. Not macht erfinderisch – und Experimente möglich.

So kommt Dänemark zum ersten Mal überhaupt als Austragungsort zum Zug. «Wir müssen bei der Vergabe neue Wege gehen, nicht nur in olympischen Jahren», sagt René Fasel, Präsident des Weltverbands.

Asien wird zur Option

Der WM-Wanderzirkus macht normalerweise in Schweden, Finnland, Tschechien, Russland, der Slowakei, Deutschland oder der Schweiz halt. Anderen europäischen Ländern fehlen Infrastruktur und Wille, das Kostenrisiko zu tragen. Nordamerika ist seit den Titelkämpfen 2008 kein Thema mehr, weil das Turnier im Schatten des NHL-Playoff zur Nischenveranstaltung verkäme. Asien dürfte langfristig zur Option werden.

Die WM in Dänemark ist für Fasel «ein Abenteuer». Das Wagnis könnte sich lohnen. Weil die NHL ihren Spielern die Freigabe für Pyeongchang verweigerte, werden die Titelkämpfe stärker besetzt sein als das Olympiaturnier. Dafür bürgt allein Connor McDavid. Der NHL-Center hat mit 108 Punkten in der weltbesten Liga gerade zum zweiten Mal die Skorerwertung gewonnen.

Der designierte Star des Turniers würde kaum antreten, hätte er vor drei Monaten mit Kanada gespielt – zumal er sich bereits Weltmeister nennen darf. 2016 führte er die Kanadier in Moskau zu Gold, erzielte im Final gegen die von SCB-Coach Kari Jalonen betreuten Finnen das entscheidende Tor.

Neben McDavid, Patrick Kane (USA) und Pawel Dazjuk (Russland) versprechen Talente wie Mathew Barzal (produktivster Rookie in der NHL seit Sidney Crosby 2006), Elias Pettersson (SWE) und Leon Draisaitl (GER) Spektakel.

In Herning schlägt das Herz

Gastgeber Dänemark bestreitet seine Gruppenspiele in Herning statt am Hauptaustragungsort Kopenhagen. Das dänische Eishockeyherz schlägt im mittleren Jütland; die Stadt mit 50'000 Einwohnern hat 5 NHL-Spieler hervor­gebracht: Frans Nielsen, Peter Regin, Oliver Bjorkstrand, Frederik Andersen und Nicklas Jensen. Ausserdem ist mit den Blue Fox der dänische Rekordmeister in Herning zu Hause.

Die Hauptstadt Kopenhagen, in der auch die Schweiz ihre Spiele bestreitet, soll derweil die Schweden anziehen. In knapp 30 Minuten ist die Metropole via Öresundbrücke von Südschweden zu ­erreichen. Auf dem Weg zur Titelverteidigung ist Tre Kronor grosse Unterstützung gewiss: Im WM-Vorverkauf wurden 300'000 Tickets abgesetzt. (rek)

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