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Der Strichkampf ist wieder lanciert

Neben dem im Derby siegreichen Kloten meldet sich auch Fribourg im Kampf um einen Playoff-Platz zurück. Im Spitzenspiel der NLA setzt sich Zug nach einem Penaltykrimi in Bern durch.

Freiburger Jubel: Nach dem klaren Sieg gegen Biel schöpfen die Eisdrachen wieder Hoffnung.
Freiburger Jubel: Nach dem klaren Sieg gegen Biel schöpfen die Eisdrachen wieder Hoffnung.
Keystone

Ein für einmal entfesselter HC Fribourg-Gottéron bezwang im Sechs-Punkte-Spiel den ersatzgeschwächten EHC Biel zu Hause mit 7:3 und meldet sich im Strichkampf zurück – wie die Kloten Flyers, die sich im Derby gegen die ZSC Lions mit 4:3 nach Verlängerung durchsetzten. Nach dem 4:5 in Ambri tags zuvor verlor der SC Bern zu Hause in einem sehr guten Spitzenkampf zu Hause gegen den EV Zug mit 1:2 nach Penaltys. Die Berner bleiben aber Leader in der NLA, während die Gäste das Playoff-Ticket nun auf sicher haben.

Auch die Rapperswil-Jona Lakers geben sich nicht einfach so ihrem Schicksal hin. Dank einem glänzenden Mitteldrittel siegte das Schlusslicht den favorisierten HC Davos verdient mit 5:2.

Gottéron reduziert Rückstand auf Biel

Fribourg-Gottéron meldet sich im Kampf die Playoff-Plätze mit einem 7:3-Sieg über Biel zurück. Gottéron verkürzt damit am Trennstrich den Rückstand auf das achtklassierte Biel auf vier Pluspunkte. Christian Dubé für Gottéron und Raphael Herburger für die Seeländer trafen jeweils doppelt.

Der Amerikaner Greg Mauldin, der frühere Bieler Anthony Huguenin in Überzahl sowie Dubé sorgten mit ihren Toren für einen siegweisendes 3:0 im Startdrittel. Gottérons Captain Benny Plüs bereitete in seinem 700. NLA-Spiel das 1:0 von Mauldin vor. Am Ende resultierte der vierte Sieg aus den letzten sechs Spielen für Gottéron, das damit Ambri-Piotta wieder von Rang 9 verdrängte.

So gut wie zum ersten Mal in der laufenden Saison konnte Gottéron mit vier kompletten Blöcken agieren. Auf der Gegenseite fehlten den Seeländern mit dem verletzten Ahren Spylo und dem kranken Niklas Olausson zwei wichtige Ausländer. Diese Faktoren sorgten für die entscheidende Differenz zwischen den beiden Teams.

«Es bleibt uns gar nichts anderes übrig, als drei Punkte zu holen», hatte Gottérons Trainer Gerd Zenhäusern vor der Partie angekündigt. Das Team des früheren Bieler Trainer-Assistenten von Kevin Schläpfer setzte das Unterfangen pflichtgetreu um, wodurch Zenhäusern zum vierten Sieg im fünften Trainer-Duell mit seinem einstigen Chef Schläpfer kam.

Stephan führt Zug von Sieg zu Sieg

Zug-Goalie Tobias Stephan führt sein Team derzeit von Sieg zu Sieg. Nicht zuletzt dank den 40 Paraden ihres Goalies setzen sich die Innerschweizer in Bern mit 2:1 nach Penaltyschiessen durch.

Angeführt von Stephan befindet sich die Zuger Defensive derzeit im Hoch. In den letzten fünf Partien kassierte Stephan lediglich vier Tore. Auch in Bern bildete die erneut starke Leistung des Schweizer Internationalen die Basis zum Erfolg. Stephan verhalf Zug zum vierten Sieg in Folge in der PostFinance-Arena.

Zug überzeugte nicht nur defensiv, sondern auch im Penaltyschiessen. Gleich vier Zuger (Martschini, Bouchard, Bürgler, Zangger) verwerteten ihre Versuche. Dank dem zehnten Sieg aus den letzten zwölf Partien schlossen die Zuger in der Tabelle zum drittklassierten Davos auf.

Das Penaltyschiessen bildete den Höhepunkt einer davor zwar spannenden und umkämpften, aber an spielerischen Highlights armen Partie. Fabian Sutter brachte den EVZ 18 Sekunden vor der zweiten Pause in Führung, Ersatzausländer Keven Cloutier glich die Partie für Bern in der 50. Minute aus.

Bern, das zum zweiten Mal an diesem Wochenende verlor, besass optisch Vorteile und wies ein klares Chancenplus (41:19 Torschüsse) aus. Doch ausser Cloutier kam kein Berner an Stephan vorbei. Die beste Chance zum Siegtreffer in der regulären Spielzeit vergab Simon Moser in der 53. Minute.

Lakers feiern gegen Davos den höchsten Saisonsieg

Die Rapperswil-Jona Lakers kommen ausgerechnet gegen den Tabellendritten Davos zum höchsten Saisonsieg. Die St. Galler verblüffen beim 5:2-Heimerfolg mit einem 3:0 im mittleren Abschnitt.

Selbst altgediente Chronisten der St. Galler konnten sich nicht erinnern, dass ein Gastteam in einem Abschnitt keinen einzigen Schuss auf das Tor des aktuellen NLA-Schlusslichts zu Stande brachte. Der Davoser Trainer Arno Del Curto sah das Unheil kommen, als er einige Minuten nach dem 1:1 sein Timeout beanspruchte. Doch er konnte die schwächste Saisonleistung seiner Mannschaft nicht mehr abwenden.

Bei den Lakers war Derrick Walser Doppeltorschütze. Zudem imponierte Dan Weisskopf mit einem Tor und einem Assist. Der Verteidiger war erstmals in dieser Saison vom Verteidiger zum Stürmer umfunktioniert worden, da der Rapperswiler Trainer Anders Eldebrink für einmal auf nur zwei ausländische Stürmer setzte.

Die Lakers realisierten am Ende auch ihren erst zweiten Dreipunkte-Heimerfolg in der laufenden Saison. Gleichzeitig stoppten die St. Galler eine Negativserie von vier Niederlagen. Und im Direktvergleich mit Davos feierten die St. Galler den erst zweiten Sieg aus den letzten acht Spielen.

NLA, drei Spiele vom Samstag:Rapperswil-Jona Lakers - Davos 5:2 (0:1, 3:0, 2:1) 4707 Zuschauer. - SR Küng/Eichmann, Kaderli/Progin. - Tore: 13. Corvi (Jörg, Jan von Arx) 0:1. 23. Weisskopf (Persson) 1:1. 36. Derrick Walser 2:1. 39. Thibaudeau (Weisskopf, Geyer) 3:1. 41. Derrick Walser (Danielsson/Ausschluss Axelsson) 4:1. 59. Pedretti (Thibaudeau) 5:1. 60. (59:19) Simion (Reto von Arx) 5:2. - Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Danielsson; Paulsson. Rapperswil-Jona Lakers: Punnenovs; Fransson, Profico; Sataric, Derrick Walser; Hächler, Sven Berger; Geyer, Grigioni; Danielsson, Persson, Sieber; Rizzello, Schommer, Pedretti; Frei, Hürlimann, Nils Berger; Weisskopf, Heizmann, Thibaudeau. Davos:Genoni (51. Senn); Du Bois, Kindschi; Forster, Reto von Arx; Guerra, Schneeberger; Jan von Arx, Paschoud; Aeschlimann, Ambühl, Axelsson; Hofmann, Lindgren, Paulsson; Sciaroni, Samuel Walser, Ryser; Simion, Corvi, Jörg. Bemerkungen: Lakers ohne Obrist, Flavio Schmutz, Jordy Murray, Valentin Lüthi, Friedli und Neukom (alle verletzt), Johansson (überzählig), Davos ohne Dino Wieser, Koistinen (beide verletzt) sowie Marc Wieser (gesperrt). - 9. Genoni hält Penalty von Lukas Sieber. - 27. Timeout Davos.

Fribourg-Gottéron - Biel 7:3 (3:0, 2:2, 2:1) 6700 Zuschauer (ausverkauft). - SR Prugger/Vinnerborg, Küng/Rohrer. - Tore: 4. Mauldin (Pouliot, Plüss) 1:0. 14. Huguenin (Sprunger, Bykow/Ausschluss Christian Moser) 2:0. 18. Dubé (Kamerzin, Hasani) 3:0. 33. Herburger (Cadonau) 3:1. 34. Schilt 4:1. 37. Kamerzin (Monnet, Pouliot) 5:1. 39. Herburger (Kamber) 5:2. 51. Dubé (Helbling) 6:2. 55. Sprunger (Ausschluss Kamber) 7:2. 59. Arlbrandt (Untersander, Tschantré/Ausschluss Tristan Vauclair) 7:3. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 3mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Pouliot; Arlbrandt. Gottéron:Conz; Ngoy, Schilt; Helbling, Abplanalp; Kamerzin, Granak; Huguenin; Mauldin, Pouliot, Monnet; Sprunger, Bykow, Benjamin Plüss; Hasani, Dubé, Mottet; John Fritsche, Sprukts, Tristan Vauclair. Biel: Meili; Cadonau, Fey; Nicholas Steiner, Jecker; Untersander, Jelovac; Wellinger, Christian Moser; Arlbrandt, Kamber, Herburger; Samson, Tschantré, Horansky; Wetzel, Gaëtan Haas, Joggi; Rossi, Gloor, Umicevic. Bemerkungen: Gottéron ohne Kwiatkowski und Ness (beide verletzt), Biel ohne Gossweiler, Ulmer, Berthon und Spylo (alle verletzt) sowie Olausson (krank).

Bern - Zug 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:0) n.P. 16'252 Zuschauer. - SR Kurmann/Wiegand, Fluri/Tschenett. - Tore: 40. (39:42) Sutter (Bürgler) 0:1. 50. Cloutier (Reichert, Randegger) 1:1. - Penaltyschiessen: Christen -, Cloutier 1:0; Martschini 1:1, Krueger -; Bouchard 1:2, Furrer 2:2; Bürgler 2:3, Gardner -; Zangger 2:4. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Bern, 5mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Plüss; Bouchard. Bern: Bührer; Krueger, Gragnani; Gerber, Blum; Jobin, Furrer; Kreis, Randegger; Bertschy, Ritchie, Joensuu; Rüfenacht, Gardner, Moser; Pascal Berger, Plüss, Alain Berger; Reichert, Cloutier, Scherwey. Zug: Stephan; Schlumpf, Sondell; Ramholt, Grossmann; Morant, Alatalo; Blaser, Erni; Bürgler, Sutter, Schnyder; Martschini, Dünner, Suri; Zangger, Earl, Bouchard; Christen, Diem. Bemerkungen: Bern ohne Holloway, Schaefer, Kobasew, Dufner (alle verletzt), Müller und Loichat (beide überzählig), Zug ohne Herzog (gesperrt), Holden, Lammer und Lüthi (alle verletzt).

si/fal

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