Zum Hauptinhalt springen

Der ZSC verteilt Geschenke

Die Zürcher bringen sich in Biel mit Eigenfehlern in Rücklage, drehen die Partie aber und gewinnen 5:4 in Overtime – schon wieder.

Philipp Muschg
Da gerieten die ZSC Lions ganz schön ins Straucheln: Die Bieler machen den Zürcher das Leben schwer und führen nach 15 Minuten bereits mit 3:0.
Da gerieten die ZSC Lions ganz schön ins Straucheln: Die Bieler machen den Zürcher das Leben schwer und führen nach 15 Minuten bereits mit 3:0.
Peter Schneider, Keystone
In dieser behalten die Zürcher die Oberhand. Prassl schiesst die Lions ins Glück und sichert seinen Farben den Extrapunkt.
In dieser behalten die Zürcher die Oberhand. Prassl schiesst die Lions ins Glück und sichert seinen Farben den Extrapunkt.
Peter Schneider, Keystone
Im Klassiker zwischen dem EV Zug und dem SC Bern geht es hart zur Sache. Die beiden Teams kämpfen mit harten Bandagen.
Im Klassiker zwischen dem EV Zug und dem SC Bern geht es hart zur Sache. Die beiden Teams kämpfen mit harten Bandagen.
Urs Flüeler, Keystone
Am Schluss jubeln die Zuger. Carl Klingberg erzielt für das Heimteam den einzigen Treffer der Partie. Mehr Tore fallen - auch aufgrund der starken Leistungen der Torhüter - nicht.
Am Schluss jubeln die Zuger. Carl Klingberg erzielt für das Heimteam den einzigen Treffer der Partie. Mehr Tore fallen - auch aufgrund der starken Leistungen der Torhüter - nicht.
Urs Flüeler, Keystone
Vollen Einsatz geben auch die SCL Tigers im Duell mit Genf-Servette. Dennoch reicht es am Schluss knapp nicht zum Sieg: Die Langnauer verlieren 1:2 nach Penaltyschiessen.
Vollen Einsatz geben auch die SCL Tigers im Duell mit Genf-Servette. Dennoch reicht es am Schluss knapp nicht zum Sieg: Die Langnauer verlieren 1:2 nach Penaltyschiessen.
Marcel Bieri, Keystone
Ebenfalls ins Penaltyschiessen muss der HC Davos gegen Ambri-Piotta. Die Davoser siegen aber schlussendlich mit 5:4. Mit ein Grund dafür: Keiner der Tessiner Spieler kann seinen Penalty verwandeln.
Ebenfalls ins Penaltyschiessen muss der HC Davos gegen Ambri-Piotta. Die Davoser siegen aber schlussendlich mit 5:4. Mit ein Grund dafür: Keiner der Tessiner Spieler kann seinen Penalty verwandeln.
Alessandro Crinari, Keystone
Jubeln darf auch Fribourg-Gottéron: Die Saanestädter bezwingen die Rapperswil-Jona Lakers 3:2 nach Verlängerung. Für den Siegtreffer ist Killian Mottet verantwortlich.
Jubeln darf auch Fribourg-Gottéron: Die Saanestädter bezwingen die Rapperswil-Jona Lakers 3:2 nach Verlängerung. Für den Siegtreffer ist Killian Mottet verantwortlich.
Ennio Leanza, Keystone
1 / 9

Weihnachtszeit, Geschenkezeit. Es war bestimmt nicht die Absicht des ZSC, seinen Gastgebern im letzten Spiel vor den Feier­tagen Gefallen zu erweisen. Und doch taten die Lions gegen fahrige, defensiv eingestellte Bieler genau das. Wie sie sich nach einem frühen 0:3 in den Match zurückkämpften und in der Overtime noch 5:4 siegten, ehrt sie. Aber wie sie dieses Spiel und ohne jede Not fast aus den Händen gaben, dürfte sie auch über die Festtage noch beschäftigen.

Keinen mehr als Lukas Flüeler. Der Abend des Zürcher Goalies war zwar nicht ganz so kurz wie am Samichlaustag, als er gegen die Lakers nach 107 Sekunden und drei Gegentoren ausgewechselt wurde. In Biel dauerte es immerhin 15:08 Minuten ehe Trainer Rikard Grönborg den Goalietausch befahl. Drei Gegentreffer waren es aber auch diesmal – und im Gegensatz zum 6. Dezember gingen diesmal alle auf Flüelers Kappe.

Wolfgang Zürrers Debüt

Tschantré und Rajala waren bei freier Sicht mit Distanzschüssen zwischen die Schoner erfolgreich. Anschliessend durfte Ullström fast ungehindert ins Zürcher Drittel fahren und brauchte ebenfalls nicht nah am Tor zu sein, um es zu treffen. Die Bieler, denen die Verunsicherung nach sechs Niederlagen in Folge – inklusive Champions League und Cup – anzumerken war und die zahlreiche Ausfälle beklagen, ­waren aus dem Nichts zu einer Drei-Tore-Führung gekommen. Und Wolfgang Zürrer zum Debüt in der National League.

23 Jahre alt ist der Winterthurer schon, gilt nicht unbedingt als die nächste grosse Goaliehoffnung. Und doch machte er bis zum Ende einen bestechenden Eindruck. Das mag angesichts der bescheidenen Bieler Angriffsbemühungen wenig heissen. Und doch es war das Fundament, dass es für die Wende brauchte.

Vor allem für den Auftritt von Marcus Krüger. «Unseren Vorkämpfer» nennt Chris Baltisberger den schwedischen Center, der an diesem Abend die Antithese lieferte zu den Bieler Treffern. Das 1:3 erzielte er ebenso aus dem Torraum wie das 2:3. Das 3:3 bereitete er vor. «Er geht dorthin, wo es weh tut», konnte Sportchef Sven Leuenberger auf der Tribüne zufrieden feststellen.

Baltisberger: «Zeigt unseren Kampfgeist»

Weniger zufrieden war das Bieler Publikum. Es sah kaum Torchancen seines Teams, das ideenlos agierte und nach dem 3:0 bloss zu einem einzigen ­gefährlichen Abschluss kam – den Salmela prompt zum 4:3 nutzte (54.). Der Jubel dauerte nur kurz. Baltisberger stellte in der 59. Minute den Gleichstand wieder her und löste damit ein Pfeifkonzert aus: Roe hatte zuvor per Ringereinlage einen Bieler aus der Passlinie spediert, doch das Manöver blieb ungeahndet. Prassls Siegtreffer in der Verlängerung ruinierte den Vorweihnachtsabend für die Seeländer dann komplett: Erstmals unter Antti Törmänen haben sie in der Meisterschaft fünf Niederlagen in Folge kassiert.

Ganz anders die Stimmung bei den Zürchern. Die Fans riefen die Mannschaft noch einmal aus der Garderobe, um sie in die Festtage zu verabschieden. Und Baltisberger sah das Positive im Umstand, dass man wie gegen die Lakers ein 0:3 in ein 5:4 in Overtime verwandelt hatte. «Wir haben den Start verschlafen, aber das zeigt unseren Kampfgeist.»

----------

Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch