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ZSC kassiert Break – Bern steht im Halbfinal

Lugano siegt auswärts in Zürich und liegt damit in der Serie 3:2 vorne. Der SC Bern schickt den EHC Biel in die Ferien.

Lugano bezwingt die ZSC Lions auswärts mit 2:1 und erspielt sich damit einen Matchpuck.
Lugano bezwingt die ZSC Lions auswärts mit 2:1 und erspielt sich damit einen Matchpuck.
Walter Bieri, Keystone
Matchwinner: Vauclair dreht die Partie mit zwei Treffern und sorgt damit für das Break der Luganesi.
Matchwinner: Vauclair dreht die Partie mit zwei Treffern und sorgt damit für das Break der Luganesi.
Ennio Leanza, Keystone
Die Berner lassen Biel keine Chance und ziehen im letzten Drittel davon.
Die Berner lassen Biel keine Chance und ziehen im letzten Drittel davon.
Lukas Lehmann, Keystone
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Der HC Lugano legt im packenden Playoff-Viertelfinal gegen die ZSC Lions erstmals vor. Die Tessiner gewannen das fünfte Spiel in der Best-of-7-Serie im Hallenstadion dank zwei Toren von Julien Vauclair mit 2:1 und können am Donnerstag in der Resega alles klar machen.

Nach den ausgiebigen Diskussionen der letzten Tage rund um die Sperre von ZSC-Verteidiger Severin Blindenbacher stand am Dienstag im Hallenstadion endlich wieder das Geschehen auf dem Eis im Mittelpunkt. Im Rink entwickelte sich vor 10'202 Zuschauern der erhoffte Schlagabtausch zwischen dem Qualifikationszweiten und dem letztjährigen Playoff-Finalisten. Lange mit Vorteilen für die Zürcher, das bessere Ende behielten jedoch die Gäste aus dem Tessin für sich.

Matchwinner Vauclair

Im Mittelpunkt stand mit Julien Vauclair dabei einer, der schon vor zehn Tagen im ersten Spiel der Serie für Aufsehen gesorgt hat. Damals hatte der Lugano-Verteidiger Inti Pestoni gegen den Kopf gecheckt und wurde für dieses Vergehen für drei Spiele gesperrt. Der Zusammenprall wenig später mit ZSC-Topskorer Robert Nilsson, der deswegen mit einem Innenbandabriss am rechten Knie bis Saisonende ausfällt, blieb jedoch ungeahnt.

Bei seiner Rückkehr ins Hallenstadion führte Vauclair seine Mannschaft zum ersten Auswärtssieg in der Serie. Die Luganesi waren dem ZSC zwar spielerisch unterlegen, sie gaben jedoch nie auf und wurden für ihren Aufwand belohnt. Der 1:1-Ausgleich nach 34 Minuten erzielte Vauclair fallend im dritten Nachschuss. Das Siegtor durch den 37-jährigen Routinier gut sechs Minuten vor dem Ende fiel dann in Überzahl, nachdem die Gäste zuvor fünf Powerplays ungenutzt hatten verstreichen lassen.

ZSC zu ineffizient

Der ZSC war seinem Gegner spielerisch zwar überlegen (31:24 Torschüsse), konnte diesen Vorteil aber nicht in Tore ummünzen. Erst in der 23. Minute erlöste Roman Wick die Zürcher, die wieder mit dem genesenen Schweden Mattias Sjögren aber ohne den gesperrten Patrick Thoresen antreten konnten, mit dem 1:0 in Überzahl. Für den viel gescholtenen Wick war es der erste Treffer in dieser Serie und zugleich sein 100. im Dress des ZSC.

Nun droht dem ZSC nach dem blamablen 0:4 im Vorjahr gegen den SC Bern erneut das Ausscheiden in der ersten K.o.-Phase. Das Team von Trainer Hans Wallson braucht gegen die heimstarken Luganesi am Donnertag unbedingt einen Auswärtssieg, um sich am Samstag ein siebtes und entscheidendes Spiel im Hallenstadion zu erkämpfen.

Bern steht im Halbfinal

Mit einem Arbeitssieg spielte sich der SC Bern als drittes Team nach Zug und Davos in die Halbfinals. Der Titelverteidiger bezwang den EHC Biel im fünften Viertelfinal-Vergleich 4:1 und entschied die Serie mit 4:1 Siegen für sich.

Was auf den ersten Blick nach einem problemlosen Sieg aussieht, war aus Sicht des SCB ein hartes Stück Arbeit. Biel hielt dem favorisierten Schweizer Meister aus dem Vorjahr nicht nur entgegen, phasenweise waren die Bieler gar die bessere Mannschaft. Als Ryan Lasch nach gut 55 Minuten mit einem satten Schuss unter die Latte das 3:1 gelang, versetzte er das Berner Stadion in einen kollektiven Freudentaumel.

Biel hielt lange mit

Vor dem entscheidenden dritten Berner Treffer hatte Biel die besseren Möglichkeiten zum 2:2 besessen. Allein dreimal scheiterte Toni Rajala aus aussichtsreicher Position.

Und so verwertete Bern, bei dem der gesperrte Teamleader Martin Plüss spürbar fehlte, trotz einer alles anderen als glanzvollen Leistung gleich den ersten Matchpuck zum Einzug in die nächste Runde. In den Halbfinals werden die Berner auf Davos oder auf Lugano treffen.

ZSC Lions - Lugano 1:2 (0:0, 1:1, 0:1)

12'202 Zuschauer. - SR Mollard/Vinnerborg, Castelli/Wüst. Tore: 23. Wick (Geering/Ausschluss Hirschi) 1:0. 34. Vauclair (Zackrisson) 1:1. 55. Vauclair (Hofmann, Lapierre/Ausschluss Marti) 1:2. Strafen: 6mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 5mal 2 Minuten gegen Lugano.PostFinance-Topskorer: Wick; Klasen.ZSC Lions: Schlegel; Rundblad, Geering; Seger, Marti; Phil Baltisberger, Jonas Siegenthaler; Guerra; Wick, Suter, Herzog; Kenins, Sjögren, Schäppi; Pestoni, Trachsler, Künzle; Bachofner, Shannon, Chris Baltisberger; Hinterkircher.HC Lugano: Merzlikins; Chiesa, Furrer; Ulmer, Vauclair; Hirschi, Ronchetti; Sartori; Fazzini, Lapierre, Sannitz; Bürgler, Zackrisson, Klasen; Bertaggia, Martensson, Hofmann; Walker, Gardner, Romanenghi; Reuille.Bemerkungen: ZSC Lions ohne Nilsson (verletzt), Blindenbacher und Thoresen (beide gesperrt), Lugano ohne Kparghai und Brunner (beide verletzt), sowie Wilson (überzähliger Ausländer). Pfostenschuss Lapierre (26.). ZSC Lions ab 58:45 ohne Torhüter und mit sechstem Feldspieler.

Bern - Biel 4:1 (1:1, 1:0, 2:0)

17'031 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Kurmann, Gnemmi/Obwegeser. Tore: 14. Arcobello (Moser) 1:0. 17. Pedretti (Earl, Dave Sutter) 1:1. 35. Untersander (Blum, Gagnon) 2:1. 56. Lasch (Ebbett, Scherwey) 2:1. 59. Ebbett (Bodenmann) 4:1 (ins leere Tor). Strafen: je 4mal 2 Minuten. PostFinance-Topskorer: Arcobello; Earl.Bern: Genoni; Andersson, Gerber; Untersander, Blum; Jobin, Krueger; Kamerzin; Hischier, Gagnon, Scherwey; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Lasch, Ebbett, Bodenmann; Berger, Müller, Randegger.Biel: Hiller; Hächler, Maurer; Dave Sutter, Wellinger; Fey, Steiner; Jecker; Rossi, Neuenschwander, Fabian Lüthi; Pedretti, Earl, Rajala; Pouliot, Haas, Micflikier; Tschantré, Fabian Sutter, Wetzel; Horansky.Bemerkungen: Bern ohne Noreau, Reichert (beide verletzt), Plüss gesperrt) und Garnett (überzähliger Ausländer), Biel ohne Schmutz, Valentin Lüthi, Joggi (alle verletzt), Dufner (gesperrt) und Lundin (überzähliger Ausländer). Lattenschuss Rajala (53.). Timeout Biel (58:30/Coaches Challenge). Biel von 58:00 bis 58:30 ohne Torhüter.

Playouts: 1. SCL Tigers 4/69 (134:161). 2. Kloten 4/65 (152:176). 3. Fribourg-Gottéron 4/56 (141:182). 4. Ambri-Piotta 4/51 (120:176). - SCL Tigers und Kloten haben Klassenerhalt geschafft; Fribourg und Ambri-Piotta im Playout.

SDA/fsc

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