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Der ZSC taumelt, Bern sichert sich Zusatzpunkt

Die Lions verlieren im Hallenstadion 1:2 gegen Lugano und damit zum zweiten Mal hintereinander. Meister Bern muss in die Verlängerung, holt sich aber den Zusatzpunkt.

Die ZSC Lions verloren im Hallenstadion die mittlerweile Fünfte der letzten sechs Partien. 1:2 gegen den HC Lugano war das Endergebnis.
Die ZSC Lions verloren im Hallenstadion die mittlerweile Fünfte der letzten sechs Partien. 1:2 gegen den HC Lugano war das Endergebnis.
Walter Bieri, Keystone
Rarer Jubel: Nur einmal jubelten die Zürcher vor heimischem Publikum.
Rarer Jubel: Nur einmal jubelten die Zürcher vor heimischem Publikum.
Walter Bieri, Keystone
Eine Überraschung gelang den SCL Tigers gegen den Spitzenreiter EV Zug. Dank gnadenloser Effizienz gewannen die Langnauer 5:1.
Eine Überraschung gelang den SCL Tigers gegen den Spitzenreiter EV Zug. Dank gnadenloser Effizienz gewannen die Langnauer 5:1.
Marcel Bieri, Keystone
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David McIntyre brachte Lugano in Überzahl in Führung, diese konnte Axel Simic, ebenfalls im Powerplay, zunächst wieder ausgleichen. Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Es brauchte ein weiteres Überzahlspiel, ehe Linus Klasen das 2:1 gelang, das letztlich die Entscheidung bedeutete. Nicht zu übersehen war bei den ZSC Lions, dass Garrett Roe, der am Freitag bei der 0:3-Niederlage gegen die Lakers nach langer Pause (zuerst eine Verletzung und danach auch noch eine Viruserkrankung) das Comeback gab, seine überragende Herbst-Form noch nicht wieder erlangt hat. Akzente konnte der Schlüsselspieler der Zürcher in seinen ersten beiden Matches noch nicht setzen. Wenn man, so wie die ZSC Lions, mit dem Strichkampf nichts zu tun hat, lässt sich dies aber eher verschmerzen. Roe hat noch über einen Monat Zeit, seine Topform wieder zu finden.

Vor der Partie wurde im Hallenstadion eine andere langjährige Schlüsselfigur der ZSC Lions offiziell verabschiedet. Robert Nilsson, der sich von seiner vor zwei Jahren erlittene letzten Hirnerschütterung nicht mehr ausreichend erholt hat und unlängst seinen Rücktritt erklären musste, wurde von Präsident Walter Frey mit einer kurzen Rede gewürdigt und dazu von den Fans mit einer schönen Choreographie gefeiert.

SCB siegt im Zähringer-Derby nach Verlängerung

Der SCB startete ideal ins fünfte Zähringerderby der Saison. Nach 85 Sekunden schoss Tristan Scherwey die Berner mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie ins hohe Eck in Führung. Wie bereits in Davos, als die Freiburger nach knapp fünf Minuten 0:4 in Rückstand lagen, verschlief die Equipe von Christian Dubé damit den Beginn. In Unterzahl hätte Mark Arcobello in der 10. Minute beinahe nachgedoppelt. Der Amerikaner lief alleine auf Reto Berra zu, scheiterte jedoch am Keeper von Gottéron. In der 19. Minute glich das Heimteam in Überzahl aus. Adrien Lauper traf mit seinem Abpraller nur den Pfosten, Nathan Marchon stand aber goldrichtig und konnte nur noch einschieben.

Im zweiten Drittel hatten beide Mannschaften ihre Chancen, doch die beiden Torhüter Karhunen und Berra entschärften die Schüsse allesamt. In der 45. Minute gingen die Berner erneut in Führung. Captain Simon Moser und Vincent Praplan gruben die Scheibe hinter dem Tor aus und Arcobello erwischte Berra aus spitzem Winkel. Fünf Minuten später gelangte die Scheibe etwas glücklich vor den Stock von Gottérons-Captain Julien Sprunger, der den Ausgleich wiederherstellte. In der Verlängerung war es Moser, der den Schuss von Arcobello noch entscheidend zum Sieg für die Berner ablenkte. Der SCB gewann damit zum zweiten Mal an diesem Wochenende in der Verlängerung und holte den wichtigen Zusatzpunkt im Kampf um das Playoff.

Effiziente Tigers gegen enttäuschende Zuger

Starkes Lebenszeichen der SCL Tigers im Strichkampf: Auf das 3:1 in Lugano lassen die Emmentaler ein 5:1 gegen Leader Zug folgen. Angesichts der Spielanteile fällt der Sieg zu hoch aus, der EVZ ist deutlich häufiger in Puckbesitz, lässt aber die Zielstrebigkeit im Abschluss fast komplett vermissen. Anders das Heimteam, das aufopfernd kämpft, defensiv diszipliniert spielt und in der Offensive effizient ist. Fast jede gute Chance ist gleichbedeutend mit einem Tor, als die Tigers nach 47 Minuten das 5:1 erzielen, hat Luca Hollenstein im EVZ-Tor erst 11 Schüsse gehalten.

Servette schlägt Lakers nach Blitzstart 5:1

War die lange Reise nach Genf schuld oder fehlte nach dem 3:0 beim Jubiläumsspiel gegen den ZSC die Energie? Auf jeden Fall verloren die Lakers den Match bei Servette, ehe dieser recht begonnen hatte. Nach 13 Minuten hatten Riat, Wingels und Smons auf 3:0 fürs Heimteam gestellt. Das Mitteldrittel dominierten die Ostschweizer zwar, doch trotz 20:9 Torschüssen änderte sich nichts am Drei-Tore-Rückstand. Spieler des Abends war Arnaud Riat (20): Mit seinem 3. NL-Tor stellte er auf 5:1 und schaffte so am selben Abend ein Doppelpack wie sein älterer Bruder Damien für Biel.

Ambris dritte Führung reicht zum Sieg

Einen offenen Schlagabtausch zeigten Ambri und Biel beim Versuch, sich dem Playoff-Strich anzunähern respektive ihm zu entfliehen. Ambris 5:4 in Overtime war verdient: Nicht weniger als dreimal legte das Team von Luca Cereda vor, erst beim dritten Mal konnten die Bieler nicht mehr reagieren. Der Amerikaner Flynn sorgte für die Entscheidung, nachdem mit Dotti (1. Saisontor) und Bianchi (2. Saisontor) weniger regelmässige Skorer getroffen hatten. Dank ihrem zweiten Sieg in den letzten acht Spielen verkürzten die Tessiner den Rückstand zum 8. Platz auf 5 Punkte.

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Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

Telegramme:

ZSC Lions - Lugano 1:2 (1:1, 0:1, 0:0)

9781 Zuschauer. - SR Stricker/Urban, Kaderli/Obwegeser.Tore: 6. McIntyre (Klasen, Chiesa/Ausschluss Prassl) 0:1. 14. Simic (Suter, Hollenstein/Ausschluss Walker) 1:1. 40. (39:47) Klasen (Fazzini, Postma/Ausschluss Roe) 1:2.Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 4mal 2 Minuten gegen Lugano.PostFinance-Topskorer: Suter; Klasen.ZSC Lions: Ortio; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Sutter; Suter, Roe, Wick; Bodenmann, Diem, Hollenstein; Chris Baltisberger, Prassl, Krüger; Simic, Schäppi, Sigrist; Brüschweiler.Lugano: Schlegel; Postma, Wellinger; Chiesa, Riva; Loeffel, Vauclair; Jecker, Haussener; Klasen, McIntyre, Bertaggia; Walker, Lajunen, Suri; Fazzini, Sannitz, Lammer; Zangger, Romanenghi, Jörg.Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher, Flüeler, Pedretti (alle verletzt) und Pettersson (überzähliger Ausländer), Lugano ohne Morini, Bürgler (beide verletzt) und Chorney (überzähliger Ausländer).

Fribourg-Gottéron - Bern 2:3 (1:1, 0:0, 1:1, 0:1) n.V.

6500 Zuschauer (ausverkauft). - SR Hebeisen/Hungerbühler, Bürgi/Fuchs.Tore: 2. Scherwey (Sciaroni) 0:1. 19. Marchon (Lauper, Sprunger/Ausschluss Berger) 1:1. 45. Arcobello (Praplan, Moser) 1:2. 51. Sprunger (Schmid) 2:2. 65. (64:26) Moser (Arcobello, Andersson) 2:3.Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 2mal 2 plus 10 Minuten (Berger) gegen Bern.PostFinance-Topskorer: Mottet; Arcobello. Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Chavaillaz; Kamerzin, Stalder; Abplanalp, Marti; Sprunger, Boychuk, Mottet; Brodin, Schmutz, Stalberg; Lauper, Marchon, Schmid; Lhotak, Gähler, Hasler.Bern: Karhunen; Andersson, Beat Gerber; Burren, Untersander; Krueger, Blum; Colin Gerber; Praplan, Arcobello, Moser; Ruefenacht, Heim, Scherwey; Sciaroni, Mursak, Ebbett; Berger, Bieber, Kämpf; Pestoni.Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Bykow, Desharnais, Forrer, Furrer, Rossi, Walser (alle verletzt) und Vauclair (Familie), Bern ohne Grassi (verletzt) und MacDonald (überzähliger Ausländer). - Timeout Fribourg-Gottéron (59.).

SCL Tigers - Zug 5:1 (2:0, 1:1, 2:0)

5970 Zuschauer. - SR Wiegand/Fluri, Progin/Wolf.Tore: 18. Lardi (In-Albon, Rüegsegger) 1:0. 20. (19:00) DiDomenico (Earl) 2:0. 25. Senteler 2:1. 40. (39:58) Earl (Pesonen, Maxwell/Ausschlüsse Albrecht, Klingberg) 3:1. 43. Cadonau (Leeger, DiDomenico) 4:1. 47. Pesonen (DiDomenico) 5:1.Strafen: je 6mal 2 Minuten.PostFinance-Topskorer: Pesonen; Hofmann.SCL Tigers: Punnenovs; Cadonau, Leeger; Erni, Lardi; Blaser, Huguenin; Grossniklaus; Kuonen, Maxwell, Neukom; DiDomenico, Berger, Pesonen; Schmutz, Earl, Andersons; Rüegsegger, In-Albon, Sturny.Zug: Hollenstein; Schlumpf, Geisser; Diaz, Stadler; Morant, Alatalo; Thiry, Zryd; Klingberg, Kovar, Hofmann; Martschini, Lindberg, Thorell; Simion, Senteler, Bachofner; Leuenberger, Albrecht, Zehnder.Bemerkungen: SCL Tigers ohne Diem, Dostoinow, Glauser, Schilt (alle verletzt), Elo und Gagnon (beide überzählige Ausländer), Zug ohne Schnyder und Zgraggen (beide verletzt). Pfostenschuss Andersons (2.).

Genève-Servette - Rapperswil-Jona Lakers 5:1 (3:0, 1:1, 1:0)

7135 Zuschauer (ausverkauft). - SR DiPietro/Salonen, Altmann/Kovacs.Tore: 3. Riat (Bozon) 1:0. 11. Wingels (Patry) 2:0. 13. Smons 3:0. 24. Bozon 4:0. 27. Kristo 4:1. 43. Riat 5:1.Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 2mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers.PostFinance-Topskorer: Wingels; Cervenka.Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Le Coultre, Kast; Smons; Wingels, Richard, Patry; Miranda, Fehr, Winnik; Wick, Smirnovs, Bozon; Riat, Berthon, Maillard; Molinari.Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Vukovic, Dufner; Schneeberger, Profico; Hächler, Maier; Egli, Randegger; Kristo, Dünner, Simek; Clark, Rowe, Cervenka; Eggenberger, Wetter, Casutt; Forrer, Ness, Mosimann.Bemerkungen: Genève-Servette ohne Douay, Fritsche, Mercier, Völlmin (alle verletzt) und Rod (gesperrt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Hüsler, Schlagenhauf, Schweri (alle verletzt) und Loosli (krank). - Pfostenschüsse: Miranda (25.); Rowe (60.).

Ambri-Piotta - Biel 5:4 (0:1, 2:2, 1:2, 1:0) n.V.

SR Mollard/Müller, Schlegel/Ambrosetti.Tore: 10. Riat (Schneider) 0:1. 21. (20:42) Flynn 1:1. 25. Bianchi (Trisconi) 2:1. 28. Dotti (Trisconi) 3:1. 35. Riat (Rathgeb) 3:2. 42. Rajala (Brunner, Rathgeb/Ausschluss Fora) 3:3. 44. Hofer (Zwerger, Pinana/Ausschluss Forster) 4:3. 46. Forster (Schneider) 4:4. 63. Flynn 5:4.Strafen: je 6mal 2 Minuten.PostFinance-Topskorer: Flynn; Rajala.Ambri-Piotta: Conz; Fora, Dotti; Plastino, Fischer; Ngoy, Jelovac; Pinana; Trisconi, Goi, Bianchi; Sabolic, Flynn, Upshall; Hofer, Müller, Zwerger; Incir, Dal Pian, Hinterkircher; Mazzolini.Biel: Hiller; Rathgeb, Forster; Fey, Moser; Sataric, Kreis; Gustafsson; Fuchs, Ullström, Rajala; Riat, Nussbaumer, Schneider; Brunner, Cunti, Künzle; Tschantré, Jan Neuenschwander; Kohler.Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Rohrbach, Kostner, Kneubühler, Novotny (alle verletzt) und D'Agostini (krank), Biel ohne Salmela, Ulmer, Hügli, Lüthi, Pouliot und Wüst (alle verletzt). Pfostenschuss Fora (14.). Lattenschuss Müller (36.).

Rangliste: 1. Zug 36/68 (115:98). 2. Genève-Servette 39/68 (108:92). 3. ZSC Lions 39/68 (125:95). 4. Davos 36/67 (119:98). 5. Biel 38/55 (111:113). 6. Lausanne 35/54 (100:95). 7. SCL Tigers 37/54 (93:107). 8. Bern 38/52 (101:111). 9. Lugano 39/52 (96:107). 10. Ambri-Piotta 38/47 (95:109). 11. Fribourg-Gottéron 36/46 (84:99). 12. Rapperswil-Jona Lakers 37/41 (93:116).

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